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Folge 628 · 16. September 2026 · 1:03 Std.

Showdown zum Slowdown

mit Gregor Schmalzried

Willkommen im Hotel Gavin:

Hurra, diese Welt geht unter! Was will die EU mit W Social?

Und: Schon wieder und wieder und wieder. Die letzten Tagen waren von der Debatte geprägt, ob KI jetzt endlich soweit ist, dass sie eingefangen werden muss. Wir gehen einen Schritt zurück – oder weiter, je nach Standpunkt. KI-Experte Gregor Schmalzried hat eigene Blicke darauf.

ℹ️ Diese Episode haben wir bereits am Montagabend, 12. September aufgezeichnet

➡️ So könnte Mastodon bald aussehen: https://blog.joinmastodon.org/2026/08/5.0-laying-the-foundation/

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Gregor!
  2. Eindrücke von der Konferenz
  3. Kommt der "EU Kids Act"?
  4. Nationale Social-Media-Regulierungen in Frankreich und Deutschland
  5. Kaliforniens strengste Gesetze
  6. Ursula von der Leyen und die Plattform W Social
  7. ZDF-Umfrage: Herausforderungen für alternative soziale Netzwerke
  8. KI-Unternehmen warnen vor Risiken: Diskussion um "Pacing the AI Frontier"
  9. Das Navier-Stokes-Problem und OpenAIs kontroverse Lösungsansätze

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran,

00:03 Gavin Karlmeier

das Social Media Update der CT. Hallo Gregor. Hi Gavin. Bei mir ist heute Gregor Schmalzried, den man kennt vom KI-Podcast namens KI-Podcast.

00:17 Gregor Schmalzried

Namens der KI-Podcast. Ich versuche den Artikel immer so mit dazu zu sagen, wie die Band Die Erzähl.

00:23 Gavin Karlmeier

Ja, das wird nicht so gut. Man sagt ja

00:24 Gregor Schmalzried

der Song Junge von Die Ärzte.

00:26 Gavin Karlmeier

Exakt. Also bist du auch Gregor von Derka i-Podcast. Das gefällt mir sehr gut. Und man kennt dich auch. Von Hotel Matze, wo du auch gesessen hast. Und das ist schön, weil wir beide sitzen jetzt gemeinsam bei Hotel Gavin eigentlich.

00:38 Gregor Schmalzried

Ich möchte kurz dazu sagen, dass bei Hotel Matze gab es ein bisschen besseres Setup. Also da gab es einen schönen Tisch und das war ein schöner Hund und hier ist aber auch sehr schön.

00:47 Gavin Karlmeier

Moment, Moment, Moment. Ich kann uns einen Tisch erstmal zwischen uns stellen, wenn du möchtest. Punkt 1.

00:51 Gregor Schmalzried

Ich hätte das Gefühl, du warst sehr stolz auf dein Setup hier

00:54 Gavin Karlmeier

mit dem Stühlen. Das könnte sein bei YouTube oder PeerTube. Punkt zwei, dafür gab es aber bei Hotel Matze keinen möglichen Roomservice, den man anrufen kann, kein Bett im Hintergrund. Es war ja kein echtes Hotel, nehme ich an.

01:05 Gregor Schmalzried

Ja, also die hätten mir schon Kaffee, die haben mir schon Kaffee gebracht, die waren sehr nett.

01:09 Gavin Karlmeier

Aber es war kein Hotel. Können wir uns darauf einigen?

01:11 Gregor Schmalzried

Okay, okay. Du möchtest einfach nur sehr stolz darauf sein, dass wir einen Podcast in einem Hotel aufnehmen. Exakt. Okay.

01:18 Gavin Karlmeier

Weil wir befinden uns gerade beide gleichzeitig am gleichen Ort, weil hier in Dresden die Brands- und Silicon-Konferenz stattfindet. Und Und hier reden ganz viele Leute über das Internet und du redest hier was und ich rede hier was. Und deswegen treffen wir uns hier. Und das interessanterweise nehmen wir aber schon am Montagabend auf. Bedeutet, alles, was am Dienstag passiert, hört ihr erst am Freitag.

01:39 Gregor Schmalzried

Okay. Ich habe es mir gemerkt.

01:42 Gavin Karlmeier

Ich würde versuchen, nichts zu spoilern für Dienstag. Sehr gut. Wie war dein erster Tag heute hier?

01:45 Gregor Schmalzried

Schön, ist interessant. Also Dresden ist ja wunderschön. Ich finde Dresden wirklich eine. Mad underrated statt und bin froh, dass ich die aus dem Hotelzimmer aussehen kann. Und es gibt eine spannende Konferenz hier mit vielen Interessanten Leuten. Heute Morgen war Roman Hove da, der Deutschlandchef von Anthropic. Also hier wird schon fleißig diskutiert.

02:06 Gavin Karlmeier

Okay, wir werden heute bei Anthropic sprechen. Und was du so mitgenommen hast, vielleicht aus diesem Gespräch. Gibt's was, wo du sagst, das hat dich überrascht? Kann man direkt vorziehen.

02:18 Gregor Schmalzried

Vom Event heute?

02:20 Gavin Karlmeier

Nee, von Roman Hove.

02:22 Gregor Schmalzried

Die Präsentation war ziemlich gut. Also viele dieser Tech-Leute können nicht so gut Storytelling. Die letzte Präsentation, die ich gesehen habe von OpenAI, war. Durchwachsen. Und die war schön. Die hatte schönes Storytelling, die hatte Elemente, die sich wieder aufgebaut haben und so. Das war gut. Da war jemand mit Liebe am Werk. Das finde ich immer, finde ich immer

02:44 Gavin Karlmeier

toll. Weil du eben mit Claude wahrscheinlich keine geilen Präsentationen automatisch bauen lassen kannst, während die von OpenAI das wahrscheinlich mittlerweile alles aus dem System ziehen.

02:51 Gregor Schmalzried

Ja, man hat ja so einen Sinn für entwickelt. Also ich, man schaut dann immer so, kneift die Augen zusammen und denkt sich, hm, das ist so diese Formatierung da links oben, ne? Das glaube ich, da erkenne ich den Klaot wieder.

03:02 Gavin Karlmeier

Der Zaubertrick ist ja kleine Fehler in die Präsentation einbauen, damit alle wissen, dass es handgebaut. Falsche Kommersetzung.

03:08 Gregor Schmalzried

Doppelte Leerzeichen.

03:09 Gavin Karlmeier

Doppelte Leerzeichen, genau.

03:11 Gregor Schmalzried

Ich habe ja angefangen, das Semikolon zu benutzen, weil ich noch nie eine KI gesehen habe, die ein Semikolon benutzt. Und das wirkt zumindest ein bisschen extra.

03:20 Gavin Karlmeier

Das ist der Lifehack für alle, die zuhören, das in den Systemprompt schreiben.

03:25 Gregor Schmalzried

Wenn das alle machen, denke ich mir was Neues aus. Das wird schon. Werbung

03:31 Speaker 4

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04:00 Gavin Karlmeier

de, dass sie das hier am Montag aufnehmen und die Folge am Mittwoch erscheint, weil am heutigen Mittwoch, wenn ihr das hier hört, spricht Ursula von der Leyen. Und zwar ihre Lage der Union. Also Europäische Union nicht. CDU, so traurig wird es wahrscheinlich nicht. Und sie wird dort über die Pläne der Europäischen Union und vor allem der EU-Kommission zum Social Media Verbot sprechen. Und wir alle warten ja darauf, wie wird es eigentlich aussehen? Was wird die EU-Kommission tatsächlich einführen? Wie sehr werden nationale Regelungen vielleicht gar nicht mehr benötigt werden. Jetzt gab es in der letzten Woche die Geschichte, den Hinweis darauf, dass die EU möglicherweise so ein Verbot Leid einführen wird, das so aussehen wird, dass Menschen sich mit dem Einverständnis ihrer Eltern Ab 13 einfach registrieren können und das war's. Jetzt berichtet allerdings Politico, ähm, hoffe ich, das stimmt, dass Politico ist, ich habe den Link hier nicht reingeschrieben. Jetzt berichtet Politico, dass die EU tatsächlich ein eigenes Gesetzespaket vorstellen möchte. Und zwar am Donnerstag, also morgen, Ursula von der Leyen soll heute aber darauf hinweisen. Und zwar soll dieses Gesetz EU Kids Act heißen. Und das ist ein sehr interessanter Name.

05:12 Gregor Schmalzried

Also darf ich kurz sagen, warum ich den Namen interessant finde? Er impliziert, dass Kinder etwas sind, was wir dringend regulieren müssen. Wir müssen endlich Kinder in den Griff kriegen.

05:23 Gavin Karlmeier

Die ist nämlich das Problem. Der Name ist interessant, weil er angelehnt ist an ein. Gesetzespaket in den USA, das in diesem Jahr vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde, mit dem Namen KIDS Act. Und das heißt dort Kids Internet and Digital Safety Act. Kids. Dieser Kids Act allerdings ist relativ umstritten. Das ist auch ein schönes Wort, in der Medienbranche gerne benutzt. Relativ umstritten. Wir haben da hier auch schon viel drüber gesprochen, weil der Kids -Act wiederum eine beschnittene Version der tatsächlichen Jugendschutzgesetze ist, für die Menschen im Repräsentantenhaus und im Kongress seit Jahren kämpfen. Und jetzt gibt es so eben diese kleine Variante, die am Ende Suchtmechanismen verbieten soll in den USA. Also zum Beispiel Endless Scrolling , Infinite Scrolling, so heißt das auf Englisch. Datenschutz soll aufrechterhalten werden, also Werbung für Jugendliche soll eingeschränkt nur noch ausgespielt werden, und so weiter und so weiter. Das heißt, es könnte ein Hinweis darauf geben, dass in der EU möglicherweise eben diese suchtfördernden Maßnahmen verbringen. Aber wir wissen es noch nicht.

06:30 Gregor Schmalzried

Ja, also wäre ich dabei, oder?

06:33 Gavin Karlmeier

Wie siehst du? Ja, hundertprozentig. Also ich glaube, es ist nicht genau richtig, an die Problematiken der Plattformen ranzugehen, anstatt zu sagen, wir verbieten einzelne Plattformen automatisch für junge Menschen. Und Das finde ich auch interessant und dass es gibt so ein Papier von der EU-Kommission, das Haken dran vorliegt, zwinkerzwinker. Ich hab gesagt, hey, wenn jemand irgendwelche Hinweise hat, schickt sie mir. Ich hab tatsächlich. Hat die dir vorhin jemand unter der Hoteltür durchgeschoben? Genau, so ein USB-Stick. Ich fühle mich wie immer. Wie die Washington Post, was glaube ich Journalistinnen, die auf Edward Snowden trafen, wollte ich gerade sagen. Achso, ah, das, ja. Aber so fühle ich mich, weil wir uns auch hier in so einem Hotel außerhalb meiner Heimatstadt treffen. Und in diesem Papier, das sind so 80 Seiten, das auch schon State of the Union heißt, so wie die Rede von von der Leyen, gibt es noch keine Hinweise auf ein solches Verbot. Da stand es allerdings letzten Freitag. Also mal schauen, wie es tatsächlich aussieht, wie die Einschränkungen aussehen. Aber das Interessante ist, dass eben die Veränderung jetzt hier sein wird, wie es aussieht, stand jetzt. Dass es eben nicht gesagt wird, alle Flops zum Beispiel werden reguliert oder Facebook, Instagram, TikTok werden reguliert und das war's, sondern alle Plattformen, die gewisse Kriterien erfüllen, wie zum Beispiel sowas wie ein Winnen For You-Algorithmus. Also Politico spricht von sozialen Medien, Videoplattformen, Online-Spielen, Chatbots und KI-Begleitern. Das ist deutlich mehr als einfach nur ein Social Media Verbot.

07:56 Gregor Schmalzried

Da ist einiges drin, ja. Ist ja, also das erinnert mich ein bisschen ChatGPT wurde ja vor kurzem als Very Large Search Engine klassifiziert. Also das ist immer ein Problem, glaube ich, von digitaler Regulierung, dass man. so Begrifflichkeiten finden muss, die man natürlich nur retrospektiv festlegen kann und dann kommt irgendwas Neues und man muss irgendwie versuchen, dass da jetzt so So reinzukriegen in diese Definitionen, die man sich schon gesetzt hat. Das ist glaube ich eines der großen Probleme auch immer gewesen mit dieser Art von. . . Von Regulierung.

08:26 Gavin Karlmeier

Ja, und vor allem, dass sie zu langsam ist. Also es gibt halt eben den feststehenden Begriff der Flose, der such mal, very large online search engines. Und Die steht fest im Gesetz. Wenn du das Gesetz jetzt komplett ändern würdest, damit es die Chatbots darin gibt, hättest du ChatGPT jetzt noch nicht klassifizieren können und damit auch länger der Regulierung vorenthalten. Ich glaube, das ist so ein bisschen das Problem. Warum ich das alles erzähle, ist, es gibt nämlich auch News aus Frankreich. Wir wissen, dass Frankreich ein Social Media Verbot für junge Menschen längst einführen wollte. Die EU aber gesagt hat, äh, nee. Das ist so mit dem Europarecht nicht vereinbar, weswegen Macron jetzt einen neuen Vorschluss unternommen hat und das neue Gesetzespaket der EU-Kommission zur Überprüfung vorgelegt hat und gesagt hat, hier guck mal drüber, passt es denn so. Und da gibt es jetzt eben keine explizite namentliche Nennung von Online-Plattformen, sondern auch hier Nur Kriterien, die zu einem Verbot führen würden. Wie zum Beispiel süchtig machende Algorithmen, aber auch das automatische Abspielen von Videos und Benachrichtigungen rund um die Uhr. bedeutet nach meiner Lesart, und ich bin ja kein Anwalt und kein Botaniker bekanntermaßen, aber nach meiner Lesart würde das bedeuten, würde Instagram sicherstellen, dass es diese Faktoren für junge Menschen nicht gibt, würden sie nicht mehr unter das Verbot fallen.

09:41 Gregor Schmalzried

Ja, also es ist so eine Art, indem man die nicht beispielsweise über die Nutzerzahl oder so definiert, sondern wirklich über das Verhalten, könnte man natürlich auch einfach ein Verhalten, ein gewünschtes. . erzwingen.

09:55 Gavin Karlmeier

Exakt, genau. Also du würdest, du schaffst somit eine Backdoor in einem Verbot, von dem alle schon gesagt haben, dieses Verbot wird so nicht möglich sein. Ja, clever. Aber es hüllt am Ende diese Forderung der Parteien und der PolitikerInnen total aus. Weil Macron hat damit Wahlkampf gemacht, dass er es verbietet. Und also faktisch gesehen würde er das damit tun, wenn es durchgeht, aber eben anders.

10:17 Gregor Schmalzried

Ja, aber also kann ich mir nicht vorstellen, dass Emmanuel Macron noch unbeliebter werden könnte. Deswegen passt es ja schon in seinem Land.

10:25 Gavin Karlmeier

Ich weiß keine Überleitung, aber ich komme mal zu Karin Prien, der Familienministerin. Apropos erfolgreiche PolitikerInnen. Auch von ihr liegen Netzpolitik neue Hinweise vor, wie ihre Online-Beschränkungen aussehen sollen. Weil dir ja auch sagt. Wir haben über Pisa am Freitag mit Wolfgang M. Schmidt gesprochen und wir haben darüber gesprochen, dass eigentlich, wenn es nach ihr und Hendrik Strick geht, Social Media für Kinder komplett verboten wird und Merz findet das auch ganz gut. Und jetzt hat man offenbar in die EU geguckt und nach Frankreich geschielt und herausgestellt herausgefunden, ah, vielleicht ist das gar nicht so einfach alles Und hat deswegen jetzt angekündigt, dass es nationale Regelungen gibt, die für nicht nur für Social Media Plattformen gelten, sondern für eigentlich alle Online-Angebote, wenn sie gewisse Kriterien erfüllen. Also man erkennt ein Muster. Ich finde das erstmal richtig, weil wir dann wirklich darüber sprechen, was ist problematisch und würde auch sagen, das ist ein Weg, wo wir über solche Einschränkungen sprechen können. weil das eben auch die Möglichkeit der Partizipation bietet. Ich habe aber ein bisschen Angst, dass dann am Ende da doch Plattformen wie Reddit drunter fallen oder YouTube, die man vor 15 Jahren niemals zu verbieten erwogen hätte.

11:35 Gregor Schmalzried

Ja, aber viele dieser Plattformen sind ja auch nicht mehr das, was sie vor 15 Jahren mal waren. Gerade YouTube, aber ehrlich gesagt auch Reddit, also dadurch, dass die ja alle versuchen, die ganze Zeit. Neue Terr äh neue Territorien irgendwie für sich auch noch zu übernehmen und auch noch ein Videofeed und so weiter.

11:54 Gavin Karlmeier

Ich dachte kurz, du sagst Terrarium.

11:55 Gregor Schmalzried

Ja, ja, ich wollte

11:56 Gavin Karlmeier

Terrar

11:56 Gregor Schmalzried

sagen, aber ich hatte schon Plural gesagt, neue, deswegen musste ich ein anderes Wort finden. Äh, und also wenn das dann, was ich ja gut fände, wäre, wenn Websites wieder nur eine Sache machen. Also ich möchte eine Sache, ich möchte eine Seite für kurze Videos, ich möchte eine Seite für lange Videos, ich möchte eine Seite für sowas für Online-Foren und hört einfach auf Überall alle Funktionen reinzupacken. Ja, bitte. Das ist wie früher nach Clubhouse. Man kommt ja nicht mehr zurecht. Jede Seite hat 15 neue Funktionen. Gib mir jede Sache. Jede Sache pro Website.

12:27 Gavin Karlmeier

Du hast bei Spotify Green Room angemeldet.

12:30 Gregor Schmalzried

Ich habe schon komplett vergessen, was das ist und

12:33 Gavin Karlmeier

mussten mich auch nicht erinnern. Na gut, schade. Nein, du darfst mich erinnern. Es war Clubhouse von Spotify. Und keiner wusste so genau, warum die das jetzt machen.

12:42 Gregor Schmalzried

Ja,

12:44 Gavin Karlmeier

ich weiß es immer noch nicht, dass sie es gemacht haben. Aber die Tutter Spaces haben sich lange gehalten tatsächlich. Gibt es die nicht mal noch? Ja, ich glaube. Aber ich habe lange keine mehr gesehen. Weil du nicht mehr viel auf Twitter bist

12:58 Gregor Schmalzried

wahrscheinlich. Das stimmt. Ist das nicht der Punkt dieses Podcasts hier?

13:02 Gavin Karlmeier

Ist das nicht der Grund, warum wir hier sitzen? Buch Twitter? Was? Kommen wir zu meinem Namensvetter, Gavin Newsom. Ist der Gouverneur von Kalifornien und hat, der hat die zwei strengsten US, also auf US -Ebene, mein Gott, ich bin neun Stunden zugefahren, mein Gehirn ist auch Matsche, es tut mir leid. Also, die landesweit strengsten Gesetze zum Schutz von Kindern im Internet unterschrieben. Und ich finde das ganz interessant und ich werde dir gleich erklären, warum. Also Gevin Newsom hat ein Gesetz unterschrieben, nach dem Chatbot-Betreiber Suizid und Selbstverletzungsinhalte verhindern müssen, für Minderjährige sogar besondere Schutzpflichten einhalten müssen und in Social Media Plattformen Endloses Scrollen und Autoplay für unter 16-Jährige komplett abgeschafft werden müssen. Also nicht mal einschaltbar machen. Und das Interessante ist ja, dass in diesem Metavergleich. es so eine Beobachtung gab oder so eine These kursierte, sowohl von Verfassungsrechtlern als auch von Techbloggern, die gesagt haben, dieser Vergleich ist auch für die Staaten die beste Lösung. weil es mit dem First Amendment, dem ersten Verfassungszusatz, kaum möglich gewesen wäre, die Plattformen gesetzlich dazu zu zwingen, gewisse Funktionen abzuschalten. Das macht aber Newsom jetzt gerade in Kalifornien und ich bin super gespannt, ob das jetzt zu einer Verfassungsklage führt und ob wir über diese These dann tatsächlich auch ein gerichtliches Urteil bekommen.

14:23 Gregor Schmalzried

Muss man deswegen auch direkt das allerhärteste Gesetz erlassen, um mal zu gucken, wie weit man damit kommt?

14:28 Gavin Karlmeier

Naja, das ist halt in den USA relativ leicht.

14:30 Gregor Schmalzried

Ich liebe das aber auch, das härteste, immer so das härteste Gesetz dagegen und das Härteste hierfür.

14:36 Gavin Karlmeier

Es gibt halt nicht. Viele andere. Weißt du, also es gibt halt Gesetze, die die Nutzung von Erwachseneninhalten stark einschränken. Das kennen wir aus Utah zum Beispiel. Aber dass du. eine Social Media Plattform dazu zwingst, suchtfördernde Maßnahmen für junge Menschen abzustellen und sie damit aber de facto immer noch als Möglichkeit für junge Menschen weiterhin bestehen lässt, ist Insofern das härteste Gesetz in einem Land, das sonst keine harten Gesetze gegen Unternehmen erlässt, als Vies halt sein kann. Ja, okay, interessant. Weißt du? So. Ich muss kurz scrollen. Kannst du kurz einen Witz erzählen?

15:15 Gregor Schmalzried

Also ich habe für diejenigen, die es Gavin noch nie haben, scrollen sehen. Man hat nicht unbedingt das Gefühl, dass da. viel Systematik mit dabei ist. Aber Gavin schickt einem auch immer extrem aufwändige und liebevolle zusammengestellte Briefings. Deswegen verstehe ich, dass man da den Überblick ein bisschen verlieren kann.

15:31 Gavin Karlmeier

Liebevoll ist eine kleine Lüge, weil es einfach zusammengekopied and pastet ist.

15:34 Gregor Schmalzried

Wir sind liebevoll gesucht.

15:36 Gavin Karlmeier

Aber es ist lang. Es ist lang. Das würde ich schaffe ich nur mit Hilfe der Hakis, die ja wirklich die ganze Zeit links liefern. Ich möchte noch ganz kurz, bevor wir über andere Themen sprechen. Über ein über dieses Thema sprechen. Und zwar Auch ein anderes Thema, weil dann passt das ganz gut zusammen. Nee, nicht direkt. Wir bleiben bei Ursula von der Leyen. Weil wir wissen, dass die Rede von Ursula von der Leyen Live gestreamt wird bei W Social. Oh nein. Bei W. Bei W.

16:06 Gregor Schmalzried

Ich war ja dabei, bei der Live-Folge, wo das erste Mal über W gesprochen wurde. Mhm. Und ähm Ich weiß noch, wie ich so währenddessen dachte, ich hab einen Schlaganfall oder so. Das neue soziale Netzwerk heißt W. Und ich bin ja ich bin ja, das hast du bestimmt auch gekriegt, ne? Ich habe ja so eine E-Mail bekommen, ob ich nicht beitreten möchte bei WSocial.

16:29 Gavin Karlmeier

Also ich kann da unter uns sagen, ich kriege die so alle zwei Wochen, diese E-Mail. Ich habe sie nur einmal gemacht. Ich habe aber schon seit einem halben Jahr einen Beta-Zugang. Und also es gibt keine Überprüfung, wer bereits da ist.

16:40 Gregor Schmalzried

Das ist vielleicht datenschutzrechtlich schwierig. Das ist vielleicht der gleiche Grund, aus dem meine Bank mir die ganze Zeit sagt, ich soll doch anfangen mit ETFs zu sparen, obwohl ich das schon längst tue.

16:49 Gavin Karlmeier

Also bei W Social weiß ich nicht so genau, weil ich bin mit Klarnamen dort. Sie haben ja meine E-Mail-Adresse. Ich glaube, sie schicken einfach an alle Leute, die irgendwie in Frage kommen. Aber dann hast du sicherlich auch die Einladung zu diesem Livestream von Ursula von der Leyen bekommen.

17:01 Gregor Schmalzried

Nee, ich habe wirklich nur einmal eine E-Mail bekommen, ob ich nicht. Teil von der großen W Social Revolution werden möchte.

17:07 Gavin Karlmeier

Und?

17:09 Gregor Schmalzried

Das war die einzige E-Mail, die ich bekommen habe.

17:11 Gavin Karlmeier

Okay. Der New SP ist ja, dass man sich mit Personalausweis verifizieren muss, wie wir wissen. Und es gibt einige Menschen, die da die Nase rümpfen und sagen Warum streamt Ursula von der Leyen eine so wichtige Rede auf einer Plattform, die A nicht die erfolgreichste alternative europäische Social Media Plattform ist, die b relativ hohe Eintrittsbarrieren hat? Und C auch bislang nicht die allergrößte Nutzerbasis hat. Also da gibt es ja durchaus ein paar Fragezeichen, die man da dazu stellen kann. Und das hat sich mal jemand angeschaut, nämlich Alexander Fanta. Das ist nicht der Erfinder der Orangenlemonade und wir machen auch keine Witze über Namen, aber der schreibt den Follow the Money Newsletter. Und der hat eine Anfrage an die EU-Kommission gestellt über das Portal AskTheEU. Das ist so ein bisschen, fragt den Staat auf Europa -Level. Und hat jetzt sechs Dokumente zugeschickt bekommen, die die Kommunikationswege zwischen W Social und der EU-Kommission offenlegen. Und das ist interessant, denn es gab mehrere Kontakte zwischen W Social die lobbyiert haben in der Europabubb und in der EU. Den ersten Kontakt gab es am 24. Februar. Da gab es so die Mail, die du auch bekommen hast. nach dem Motto, hey, wir haben ja so eine Plattform mit europäischen Werten, keine Bots, datenschutzfreundlich, habt ihr nicht Bock, wir starten im Mai. Und da hat man erstmal so gesagt, ja, wir können ja mal sprechen, offenbar. Also es gab dann ein Online-Treffen an diesem Tag. Dann gab es am 24. März, exakt einen Monat später, ein weiteres Online-Treffen, wo die. . . EU-Kommission, das Team, das Social Media Team schon gefragt hat, können wir unseren Blueskell-Account einfach umziehen? Also es war schon relativ konkret offenbar, wie es heißt. Und am 8. Mai fand dann das dritte Treffen statt, wo dann nochmal mehr über die Technik gesprochen wurde. Eigenlob über wachsendes Medieninteresse seitens W Social. Also wir machen es richtig. gut und so. Und am 26. Mai wurde dann nochmal über den Beta-Lounge gesprochen und das wurde dann auch zum Anlass genommen, dass Ursula von der Leyen auf diesen Start, diesen Kick auf damals, selber über ihre Plattform geworben oder dafür geworben hat. Also man, wir wissen jetzt ziemlich genau, wie so die Kontaktaufnahme stattgefunden hat und wie man versucht hat, sich da so reinzuarbeiten. Ursula von der Leyen wusste übrigens von all diesen Dingen, wird aber in diesen Dokumenten nur so am Rande erwähnt. Aber es wurde gesagt, dass sie durchaus interessiert ist und dass sie das alles ganz toll findet.

19:28 Gregor Schmalzried

Das wäre ja mein absoluter Albtraum, dass Leute wie wir auf einmal über den Inhalt meiner Teams -Calls Brüten und sich überlegen, wie ich wohl zu irgendwelchen Entscheidungen gekommen bin.

19:40 Gavin Karlmeier

Ja, auf der anderen Seite bist du auch nicht in einer verantwortlichen Position für 350 Millionen Menschen. Ja, fair.

19:48 Gregor Schmalzried

Ja, also irgendwie auch völlig nachvollziehbar. Also wenn man eine europäische Plattform starten möchte, ist das ein völlig logischer Punkt, an dem man ansetzt. Ja , machst du dir Sorgen? Findest du es nicht gut?

20:03 Gavin Karlmeier

Nee, also ich will das nicht ver oder beurteilen, weil auf der einen Seite.

20:11 Gregor Schmalzried

Ich sag einfach, ich geh einfach wieder. Ich gehe wieder in mein Hotelzimmer.

20:15 Gavin Karlmeier

Oh weh. Also, nee, ich finde das legitim und ich stimme zu, wenn man so eine Plattform treibt, dann würde ich das auch so machen, wenn ich sowas starte. Problematisch finde ich, dass sich die Kommission offenbar sich nicht anschaut, was gibt es noch so in Europa und was können wir möglicherweise genauso feature. Also, Entschuldigung, zu sagen, wir haben jetzt hier ein kommerzielles Angebot, das auch noch diese Verifikationspflicht mitbringt. Und das bevorzugen wir, das fördern wir, das bewerben wir, wir schalten sogar einen Livestream auf dieser Plattform mit dem Alleinstellungsmerkmal, da kann man den Livestream ja gucken, ohne dass auch Bots zu gucken übrigens. Ich habe jetzt noch nie gestört. Exakt, aber das ist die Werbung. Finde ich halt irgendwie trotzdem bemerkenswert, weil ich würde mir dann denken. Ey, du kannst es machen, fair, du kannst auch dann sagen, wir featern auch Redium, die ein ähnliches Ansinn aber auf Video -Schwerpunkt haben. Aber warum dann nicht auch sagen, hey, wir haben übrigens auch mit Mastodon in Deutschland eine dezentrale Plattform, wir haben mit Eurosky ein in Europa sitzendes Konglomerat von Leuten, die einen Gegenentwurf zu Blue Sky und zwar nicht mit wirtschaftlichen Interessen aufbauen.

21:26 Gregor Schmalzried

Andererseits könnte man auch sagen, dass es scheint jetzt dem Erfolg von, oder wer weiß, ne? Warten wir mal ab das Ende der Woche, aber es würde mich jetzt wundern, wenn W Social jetzt dadurch so in den Nutzerzahlen komplett explodiert. Durch das Interesse von Ursula von der Leyen. Und dann macht es vielleicht auch nicht so den Unterschied.

21:46 Gavin Karlmeier

Ja, fairer Punkt. Und stimmt, es sagt auch so ein bisschen was darüber aus, wobei wir wissen nicht, wie W Social jetzt aussehen würde, wenn das nicht passiert wäre.

21:54 Gregor Schmalzried

Ja, also das war aber auch, also ich kann mir schon vorstellen, dass das im Nachhinein, ob das strategisch überhaupt so der gute Move war, weil also ich kenne Leute, die. . dachten wirklich eine Zeit lang, das sei jetzt irgendwie ein offizielles soziales Netzwerk der Europäischen Union oder so, einfach weil Ursula von der Leyen da so prominent aufgetaucht ist in der Berichterstattung am Anfang und Das ist ja auch nicht das, was man sich wünscht. Also meine Vorstellung, was ich mir gut vorstellen kann, ist, dass man sich vielleicht am Anfang erhofft hat, dass hier eine neue Plattform ist, die. vielleicht so eine gewisse Wachstumsdynamik bekommen kann, wusste man ja am Anfang nicht, wie das ja Mastodon nie geschafft hat. Also Mastodon hat nie eine einen sprunghaften, einen sprunghaften Anstieg an Nutzern bisher gehabt, sondern das trödelt halt so vor sich hin. Vielleicht hat man gesagt, okay, vielleicht wird das ja mal diesmal was, ja, vielleicht haben die irgendeine geheime Soße, die die anderen nicht haben. Wir tragen mal unser Stück dazu bei und wenn es nichts wird, in ein paar Monaten, dann lassen wir es wieder. Fände ich auch irgendwie in Ordnung.

22:57 Gavin Karlmeier

Ja, 100 Prozent, weil ich auch, das habe ich ja auch immer so gesagt, ich finde es natürlich fördernswert, wenn jemand in Europa den Versuch wagt, irgendwie Gelder einsamt, damit sich irgendwie die Mühe macht und so. Und wir sind gerade in einer Phase, wo ja herauszufinden ist, welche Wette die ist, mit der du gewinnst. Was ist der USP, der Leute überzeugt, die Plattform zu verlassen, über die wir uns da sehr aufregen? Und turns out Eine Pflicht zur Ausweisverifikation ist es möglicherweise nicht.

23:22 Gregor Schmalzried

Ja, kann ich eine Überleitung machen, weil es gibt ein anderes Thema aus deiner tollen Themenliste, was direkt eigentlich da ansetzt. Nämlich die Umfrage zur Frage, welche sozialen Netzwerke werden gerne genutzt, welche nicht und warum tun sich alternative soziale Netzwerke wie Mastodon, Bluesky etc. in Deutschland so schwer?

23:43 Gavin Karlmeier

Ja, ist eine Umfrage von ZDF-Mitreden. Und die haben eigentlich genau diese Frage gestellt. Soll ich das erzählen nochmal oder hast du das auf dem Schirm?

23:53 Gregor Schmalzried

Ne, ich hab's nicht auswendig gelernt. Ich würde es gerne nochmal hören.

23:57 Gavin Karlmeier

Da geht mehr, Gregor. Also, die ZDF-Mint -Rennen-Community, für die, die es nicht kennen, es gibt die Möglichkeit, sich dort zu registrieren und dann kannst du an solchen immer wiederkehrenden Umfragen teilnehmen und dem ZDF dabei helfen, ein Meinungsbild. Der Menschen zu bekommen. Es ist nicht wirklich repräsentativ, aber es ist eben immerhin, wie viele sind das? Ich glaube, über 20. 000 Leute, die da mitmachen. Steht das hier überhaupt? Ich glaube, es ist so ungefähr die Größenordnung. Und Sie sagen, oder das Ergebnis ist, zwei Drittel der Befragten haben in den letzten Jahren eine Plattform bewusst weniger genutzt oder sogar verlassen. Vermutlich ex.

24:32 Gregor Schmalzried

Ja, aber also ich habe auch mal bewusst Schüler VZ weniger benutzt als das. Okay. Ich trau dieser Zahl nicht so.

24:42 Gavin Karlmeier

Achso, hier, 21. 281 Menschen haben daran teilgenommen. Guck mal. Auf die Frage, wie es in der Zeit mit sozialen Medien gehe, antworteten 21% der Befragten, dass sie soziale Medien gern und viel nutzen. Mehr Menschen sagten von sich selbst, dass sie eher ein gemischtes Verhältnis zu den Plattformen hätten, und dreißig Prozent haben gesagt, dass sie zunehmend genervt seien. Ja, das ist noch

25:04 Gregor Schmalzried

eigentlich noch

25:05 Gavin Karlmeier

nicht so viel, wie ich gedacht hätte. Was ich aber fühle. Der größte Kritikpunkt ist übrigens Desinformation, das sagen 64 Prozent Hass auf der Plattform sagen 65% und KI-generierte Inhalte sagen 63%.

25:19 Gregor Schmalzried

Die Holy Trinity.

25:23 Gavin Karlmeier

Hast du da schon Emotionen zu an der Stelle?

25:26 Gregor Schmalzried

Ich möchte auf noch einen Punkt raus, weil es wird dann nämlich gefragt nach den möglichen Ursachen dafür, weshalb alternative Angebote nicht so genutzt werden, also wie Blue Sky etc. Oder W Social.

25:40 Gavin Karlmeier

Also 38% der Befragten gaben an, dass sie Alternativen zu großen Plattformen nicht kennen würden. 28% finden, dass auf den alternativen Plattformen zu wenig Leute sind. Klammer auf Was sie nur dadurch ändern könnten, dass sie dort wären, Klammer zu. Aber naja. Und für 26% ist Gewohnheit der Grund, der sie davon abhält. 5% haben gesagt, neue Plattformen sind zu kompliziert.

26:02 Gregor Schmalzried

Ja, ähm, ich hab Man kann diese Zahlen hören und sich denken, okay, also das Problem ist einfach nur, es sind nicht genug Leute da, wir müssen die irgendwie rüberkriegen oder wir müssen Leute einfach nur darüber informieren, dass es diese Plattformen gibt. finde das aber so einen wirklich interessanten Fall, wo ich nicht glaube, dass eine Umfrage uns wirklich Aufschluss darüber gibt, was hier eigentlich schiefläuft. Weil die allermeisten Leute waren nie so tief in einem Mastodon-Server drin, um quasi sie sich ein Urteil darüber bilden zu können, ob das jetzt zu kompliziert ist oder nicht. Das stimmt. Die meisten Leute kommen einfach nie so weit und sie kommen nie so weit, weil sie eben nie von anderen Leuten gefragt werden, ob sie da mal hinwollen. Diese Leute müssten ja auch erstmal dorthin kommen. Und also so führt das natürlich dazu, dass sich bestimmte kleine Schwächen, beispielsweise die schlechte Benutzerführung, sag ich jetzt mal, platt, ja, ich höre. Jede Woche, ja, stehen Leute vor meinem Haus und rufen laut, Gregor, so schlimm ist das nicht mehr auf Mastodon. Also ich höre das immer wieder, dass es nicht mehr so schlimm sei. Aber ähm Aber es funktioniert ja trotzdem irgendwie nicht. Also es ist eine solide Community, da gibt es eine Menge Leute, die sind ja auch sehr glücklich, aber es ist sicherlich kein Massenphänomen geworden. Das Einzige, was man am Ende braucht, sind Leute. Und weil diese Leute dort nicht hinkommen, finde ich es auch ein bisschen schwierig, einfach darüber zu sprechen, dass. . Dass man einfach nur Leuten erzählen muss, dass. Also dass einfach die fehlende Kenntnis das Problem ist. Weil die fehlende Kenntnis ist sicherlich ein Produkt anderer Probleme.

27:35 Gavin Karlmeier

Ich stimme dir zu, wie gesagt, ich finde auch, dass du die Netzwerk-Effekte, die darfst du halt nicht ausblenden, wenn Leute sagen, da ist ja keiner, dann sind die einzigen Menschen, die was daran ändern können, sie selber.

27:44 Gregor Schmalzried

Das ist ja mein Problem ist ja, ich bin die einzige soziale klassische Kurznachrichtenplattform, auf der ich bin, ist X. Und ich bin da auch, also ich poste da überhaupt nichts, aber das ist halt, wo die ganze KI-Bubble ist.

27:55 Gavin Karlmeier

KI ist mein Thema,

27:58 Gregor Schmalzried

das ist das, womit ich mich die ganze Zeit. Zeit beschäftige, da muss man auf X sein. Die Leute sind nicht auf Blue Sky.

28:03 Gavin Karlmeier

Oder

28:03 Gregor Schmalzried

sonst oder auf W. Auf W habe ich noch Kein Announcement von einem KI-Forscher gesehen, der zurücktritt, weil er Angst hat um die Menschheit.

28:13 Gavin Karlmeier

Wobei fairerweise, reden wir gleich drüber, wobei fairerweise, wenn du bei Brewster wärst, würdest du es auch von weh lesen und umgekehrt. Es ist interoperabel. Ja, das hat Mark Zuckerberg jetzt auch gesagt. Er war stolz in einem Interview kleine Randnotiz. Ich habe es nicht als Ton nicht vorbereitet, aber kleine Randnotiz. ganz stolz erzählt, dass Threads jetzt größer ist als X und freut sich darüber. Er selber ist aber noch auf X, weil seine AI-Bubble da noch wäre. Und ich weiß nicht, ob das wirklich die Bubble ist, in der Mark Zuckerberg unterwegs ist.

28:41 Gregor Schmalzried

Meinst du, er nutzt den Grog-Chatbot?

28:45 Gavin Karlmeier

Nein, ich weiß nicht, ob das die Bubble, also ob das eine Bubble ist, die ihn gerne als Mitglied hat.

28:50 Gregor Schmalzried

Ah, so meinst du, okay. Oh, das ist total interessant. Ähm, es gibt einen amerikanischen Tech Analyst, Ben Thompson, der seit Jahren wirklich sehr glaubhafte und smarte Essays darüber schreibt, wo er sagt, Meta ist einfach nur eine Werbefirma, die sollten einfach nur Werbung machen und den ganzen anderen Kram lassen. Und die sollen aufhören, hier irgendwie Super KI bauen zu wollen oder so, sondern Bau einfach Werbung, das ist, was du gut kannst. Und er ist so zunehmend genervt von Mark Zuckerberg. Aus genau diesem Grund, also der kommt schon aus einer sehr betriebswirtschaftlichen Sicht. Der möchte einfach, dass sein Unternehmen möglichst viel Geld verdient. Und ich glaube, das Problem ist halt, die besten KI-Entwickler, die smartesten Leute in dem Bereich, die wollen halt nicht für eine Werbefirma arbeiten. Die wollen halt auch für eine Firma arbeiten, die. zumindest den Anspruch hat, ganz vorne mit dabei zu sein bei der wichtigsten Technologie der Gegenwart. Und das bedeutet, du musst auf X gehen, damit du für diese Leute irgendwie relevant bleibst. Und vielleicht ab und zu mit dem Wingfoil über den Seefahren.

29:53 Gavin Karlmeier

Ja, auf der anderen Seite hat Meta ein Geschäftsmodell, mit dem sie Geld verdienen. Ja, ja, ja, absolut. Und das ist ja vielleicht für manche Menschen dann auch attraktiv, dass sie wissen, hey, wenn ich mich da gut schlage, dann bin ich vielleicht in drei Jahren noch gefragt und nicht Raust, weil alle raus sind.

30:11 Gregor Schmalzried

Uh, das ist eine Andeutung jetzt. Möchtest du tiefer über dieses Thema sprechen?

30:16 Gavin Karlmeier

Ich glaube nicht, dass du das so stehen lassen kannst. Ja, gut, also was ich einfach nur sagen möchte, also es gibt ja, wir kennen das doch auch. Es gibt in der Medienwelt Leute, die gehen dann halt festangestellt in der Redaktion, weil sie genau wissen, da kann ich jetzt 30 Jahre bis zur Rente, kann ich hier noch entspannt sitzen. Es gibt dann halt so Leute, die sind halt so ein bisschen wilder und gehen auch in Unternehmen, wo sie nicht genau wissen, ob sie in zwei Jahren da noch arbeiten können oder ob nicht diverse Layoffs dafür sorgen, dass sie einfach möglicherweise keinen Arbeitsplatz mehr haben.

30:42 Gregor Schmalzried

Aber wer sind diese verrückten Unternehmen in deiner Metapher jetzt?

30:45 Gavin Karlmeier

OpenAI.

30:47 Gregor Schmalzried

Also ich glaube, wenn man jetzt zu OpenAI geht, dann muss man nicht unbedingt Sorgen haben, dass man in zwei Jahren arbeitslos ist. Ich glaube, dann ist man den Rest seines Lebens relativ unbesorgt.

30:56 Gavin Karlmeier

Ja, und der Vergleich. Klingt auch deswegen, weil Meta natürlich die größten Layoffs aller dieser genannten Unternehmen durchführt. Die

31:01 Gregor Schmalzried

Stimmung ist nicht so toll, habe ich gehört.

31:03 Gavin Karlmeier

Ja, aber die Leute, die schlechte Stimmung hatten, wurden jetzt einfach alle entlassen.

31:07 Gregor Schmalzried

Ist ja okay, Problem gelöst.

31:09 Gavin Karlmeier

Zurück zu der ZDF-Umfrage nochmal.

31:10 Gregor Schmalzried

Hast du die Stelle aus der It-Crowd, wo der Chef versucht, alle rauszuschmeißen, die schnell gestresst sind, und dann hält er denen so Balance vors Gesicht und hält so eine Nadel daneben und sagt: Seien Sie gestresst? Nein, aber ungefähr so stelle ich mir das vor bei Meta immer, wenn mal wieder neue Leute rausgeschmissen werden.

31:29 Gavin Karlmeier

Ähm, ich finde das interessant, aber dass das ZDF diesen Weg geht, die Leute mal danach zu fragen überhaupt, weil sie damit ja ein Thema setzen. Also weil das, wie du schon, glaube ich, richtig geschildert hast, jetzt nicht intrinsisch in den Leuten drin ist, darüber sprechen zu wollen.

31:44 Gregor Schmalzried

Ja, ich glaube aber auch, dass die meisten, also ich, ich, bitte korrigiere mich, wenn du die Frage anders verstehst, aber mein Verständnis, so wie ich diese Frage lese. Da hätte ich halt zuerst bei Social Media Plattformen eben nicht X und Co. im Hinterkopf, sondern halt Instagram und Facebook und so weiter.

32:01 Gavin Karlmeier

Also die ganz Großen.

32:02 Gregor Schmalzried

Und da muss man ja schon sagen, ist das alternative Angebot jetzt nicht sonderlich prall. Gibt es. Es gibt es, aber es ist deutlich schwerer, sowas nachzubauen als beispielsweise X oder so.

32:15 Gavin Karlmeier

Ja, aber es gibt eine Duidium, einen TikTok. Clone aus Berlin zum Beispiel. Es gibt PixelFett, einen Instagram-Clone auf dem Fittiverse. Also es gibt diese Angebote einfach.

32:24 Gregor Schmalzried

Würdest du dich überraschen, zu erfahren, dass ich. . keine dieser Wörter jemals gehört habe. Keines

32:28 Gavin Karlmeier

dieser

32:29 Gregor Schmalzried

und du hättet dir genauso gut hättest ausdenken können. Ich wüsste nichts.

32:32 Gavin Karlmeier

Keines dieser Wörter steht in der Bibel. Aber Ganz kurz noch zu Mastodon, eine Kleinigkeit. Auch an der Stelle Mastodon hatte, das liegt hier schon ein paar Tage, aber ich will es kurz ansprechen. Ich packe euch den Link mal in die Shownotes, falls ihr möchtet und vielleicht auch für dich interessant. Machst du dann 5. 0 wird kommen und damit gehen sie vor allem das User-Interface an. Also Sie wollen es von vornherein deutlich sleaker, deutlich mehr auf Layout optimieren. So wird das aussehen. Schau mal, ich zeig dir das hier.

32:59 Gregor Schmalzried

Es sieht, ja, ja. Es hat einen Loch. Es ist fast schon wieder weg, aber ja.

33:04 Gavin Karlmeier

Warte, es gibt ja noch so.

33:05 Gregor Schmalzried

Es sieht ein bisschen aus wie das WLAN-Menü im Mac.

33:09 Gavin Karlmeier

Ist das auch eine Erfindung von W-Sauge, W -Sauge?

33:13 Gregor Schmalzried

WLAN.

33:14 Gavin Karlmeier

Ja, gut.

33:15 Gregor Schmalzried

Da ist mein Joke wieder zünichte gemacht von vorhin. So. Ja. Ja, jo, jo, kann man machen. Ist ein bisschen süß, oder? Ja, ist nur so ein Sweet, ist so ein bisschen notion-mäßig auch fast.

33:28 Gavin Karlmeier

Ja, voll, ja, ja. Ich packe euch das in die Show Notes. Werbung Wie sieht dein Perfect Match im Job aus? Spannende IT-Themen? Echte Entwicklungschancen und ein starkes Team? In den acht Unternehmen der DZ-Bankgruppe findest du vielfältige IT-Jobs rund um Banking und Finanzdienstleistungen. Verbunden durch Zusammenhalt und genossenschaftliche Werte. Dazu kommen attraktive Benefits und viele Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Entdecke jetzt dein Perfect Match. Auf karriere. dz-bankkruppe. de Jetzt bist du aber ja. Ach, eigentlich wollte ich mit dir. Egal, das Thema, vielleicht passt es nachher noch, aber ich will unbedingt mit dir über. KI-Unternehmen sprechen. Weil das so ein Thema ist.

34:09 Gregor Schmalzried

Du hast mich in dieses Hotelzimmer gelockt mit dem Versprechen, wir könnten über KI-Unternehmen sprechen.

34:13 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist interessant, weil du schon den ganzen Tag über dieses Thema sprichst.

34:16 Gregor Schmalzried

Ich war in diversen Radioprogrammen und gestern auch im Fernsehprogramm tatsächlich. Es ist eine Menge Leute sind. sind sehr verunsichert.

34:26 Gavin Karlmeier

Sollen wir mal ganz vorne anfangen, wir versuchen mal zu rekonstruieren, was in den letzten Tagen passiert ist in der Tech-Welt. Also wenn solche Themen es in große Nachrichtensendungen schaffen. Dann ist es immer ein Hinweis darauf, dass es, obwohl es kein Social Media Thema ist, es für Hagen dann sehr interessant sein könnte.

34:40 Gregor Schmalzried

Ich glaube, es ist sehr interessant, ja.

34:41 Gavin Karlmeier

Deswegen fangen wir ganz vorne an. Also, es fing meines Erachtens Diese gätzige Welle fing alles mit einem leitenden Sicherheitsforscher von Anthropic an, der sagte. Der das Unternehmen verlassen hat und gesagt hat, die Wahrscheinlichkeit, dass die KI alle Menschen töten könnte im Laufe des nächsten Jahrzehnts, nee, bis Ende des jetzigen Jahrzehnts, liege bei mehr als 10 Prozent. Und dann haben alle da erstmal drauf geguckt und gemacht, Pikachu-Meme, und haben gesagt, das kann nicht wahr sein, koxen. Erinnerst du noch

35:12 Gregor Schmalzried

an die an das überraschte Eichhörnchen?

35:14 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich. Das haben sie vielleicht auch. Ja, genau. Und dann ist aber was Interessantes passiert. Jacob Coxon heißt der Mann. Das hat er dem Wall Street Journal gesagt. Und was dann passiert ist. dass mehrere Leute befragt wurden, darunter Sam Altman zum Beispiel und Dario Amoday, der Enthropic-Chef, und eigentlich alle so unterm Strich gesagt haben, naja, ganz falsch ist das nicht, was er sagt. Oder?

35:38 Gregor Schmalzried

Ähm, ja, im Grunde genommen so war es. Und dann kurz danach hat Dario Amoday, der Chef von Entropic, auch ein längeres Essay veröffentlicht. Das macht er öfter mal, indem er. etwas fordert, was sich Pacing the AI Frontier nennt. Ich habe so ein bisschen, es ist schwer, das Wort Pacing zu übersetzen, es ist keine Bremse. Aber was es ist, ist so eine Art Geschwindigkeitskontrolle. Also kein hartes Limit oder so, aber er sagt im Grunde genommen, man müsse besser steuern, besser ausrichten, wie die KI-Entwicklung ab sofort vorangetrieben wird. Gründen der Sicherheit.

36:17 Gavin Karlmeier

Und ich mag das Wort Slowdown. Das ist, glaube ich, das Wort, das aus dem AI -Kosmos gekommen ist. Und das gefällt mir ganz gut, weil ich sofort so Cowboy-Assoziationen habe. Was

36:29 Gregor Schmalzried

machen Cowboys? Wir haben einen Showdown. Das ist das Gegenteil von einem. Also beim Showdown geht es doch darum, sehr schnell zu sein dann am Ende. Ja, das stimmt. Wer zieht am schnellsten? Also es ist das Gegenteil. Aber schön, ja, ja, ja. Wer ist am schnellsten wieder langsam?

36:46 Gavin Karlmeier

Wer zieht am schnellsten, sind wir fast bei Shiagu, aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag.

36:50 Gregor Schmalzried

Ich möchte eine Sache einfügen, und zwar das Interessante ist, dass dieses Phänomen, ja, Jacob Cox entigt und sagt, hey, übrigens, wir glauben, dass KI uns alle umbringt. Es ist sehr interessant, dass so aus der Perspektive von jemandem zu sehen, der sich eben nicht die ganze Zeit mit KI beschäftigt. Weil als ich diesen Tweet zuerst gesehen habe, habe ich mir kein bisschen dabei gedacht.

37:12 Gavin Karlmeier

Ging mir genauso. Es gab.

37:14 Gregor Schmalzried

Diese Stimmen seit Jahren. Es gibt seit Jahren, seit ehrlicherweise schon länger als der aktuelle KI-Hype läuft, länger noch, als es sowas gibt wie einen Transformer KI -Architektur, gibt es genau diese Menschen, die sagen, KI ist das Gefährlichste, was die Menschheit je bauen wird. Das ist hochgefährlich. Wir spielen mit dem Leben des gesamten Erdballs und müssen enorm aufpassen, was wir da tun. und machen das bisher relativ unverantwortlich. Und interessanterweise hat sich da kaum was verändert in den letzten zehn Jahren. So, es klingt immer noch alles gleich. Deswegen hat es mich selbst, muss ich sagen, etwas überrascht, dass jetzt ausgerechnet dieser Jacob Cox auf einmal der ist, der dafür sorgt, dass auch Leute, die sich normalerweise nicht damit beschäftigt haben, auf einmal genau hinschauen.

38:06 Gavin Karlmeier

Ich stimme dir voll zu und ich habe also ich habe mich daran erinnert, dass Elon Musk, als er Grog gestartet hat, gesagt hat, KI ist viel zu gefährlich, wir sollten alle runterfahren und mal kurz ein Ja stoppen, war sein Vorschlag. Und da haben alle gesagt Naja, du brauchst halt jetzt irgendwie, musst den Vorsprung der anderen Wett machen. Also das war, fühlte sich wie ein durchschaubares Manöver an. Es gibt aber auch Jeffrey Hinton, der einer der Godfathers of AI ist. Nobelpreisträger. Nobelpreisträger, genau, und der hat am 14. August 2025 bei CNN im Interview mit Anderson Cooper schon gesagt, dass wir alle darauf achten müssen, dass KI nicht die Menschheit zerstören wird. Also Vor über einem Jahr. Es ist also immer wieder so. Gleichzeitig gibt es aber auch die ganze Zeit dieses Fear-Mongering, dass man so beobachtet, dass die ganzen KI-Unternehmen eigentlich seit, ich glaube, wir hatten einen Ausschnitt von 2017. von OpenAI, die damals schon gesagt haben, hier ChatGPT ist viel zu gefährlich, wir dürfen das niemals auf die Menschheit loslassen. Es ist super krass, es ist gefährlich, aber auch echt mega geil. Und diese Art des Marketings, das. . . zieht sich ja genauso durch. Also die Erzählung, es ist eh alles viel zu gefährlich.

39:13 Gregor Schmalzried

Ja, also ich tue mich wirklich ein bisschen schwer mit diesem Marketingvorwurf. Eben einerseits, weil. wir schon sehr viel länger als es diesen aktuellen KI-Trend gibt solche Stimmen gehört haben. Also die sind jetzt nicht auf einmal entstanden. Und die glauben das schon auch. Also das ist schon auch wichtig. Also wenn man mit diesen Leuten redet, ich kenne auch einige von denen, wenn man in dieser Szene unterwegs ist. Das ist absolut normal, so zu reden. Es ist komplett normal, so zu sprechen. Leute verte vergleichen ihren P-Doom, ihre Wahrscheinlichkeit der Vollkatastrophe miteinander. Wie hoch ist dein P-Doom heute? Was ist deine Timeline? Das sind einfach Zahlen, die werden so ausgetauscht wie. Strava-Scores oder so. Das ist völlig normal in dieser Szene. Diese ganze KI-Szene ist eigentlich geboren aus dieser Sorge um die KI-Apokalypse. Deswegen jetzt einfach zu sagen, das sei einfach alles ein großer Marketing-Scheme, ist schon auch ein bisschen.

40:11 Gavin Karlmeier

So weit würde ich nicht gehen, aber ich würde sagen. Es schadet den Unternehmen in der öffentlichen Wahrnehmung auch nicht, wenn man sagt, eure Software ist zu krass.

40:19 Gregor Schmalzried

Also es gibt eine Interpretation, nach der das denen hilft, und zwar, wenn jetzt auf einmal die Trump-Regierung sagt, okay, dann verbieten wir jetzt. . die freie KI-Entwicklung und das darf nur noch unter strenger Aufsicht passieren, dann ja, dann würde es denen wahrscheinlich ganz gut tun. Aber Barrippenpaha, diese anderen Geschichten, also ich weiß ja nicht, ob es meinem Unternehmen so guttun würde, wenn ich der ganzen Welt erzählen muss, hey Das Produkt, was ich euch verkaufe, hat gestern ein anderes Unternehmen angegriffen und wir haben das nicht gemerkt. Also das ist jetzt von den PR-Stories, die ich so gehört habe, nicht die. Allerüberzeugendste.

40:52 Gavin Karlmeier

Würdest du glauben, dass OpenAI und Anthropic es zweimal im Monat in die Tagesschau, Tagesthemen und andere wichtigen Nachrichtensendungen schaffen würden, wenn es diese Erzählungen nicht? Gäbe.

41:03 Gregor Schmalzried

Ich finde, sie sollten es halt. Das ist ein bisschen Teil des Problems, dass wir es nicht schaffen, über das Thema KI in seiner ganzen Tragweite zu sprechen, die finde ich wirklich massiv ist. Ohne dass das eben über diese Katastrophenerzählungen passiert. Also es ist der Wahnsinn, was diese aktuellen Systeme tun können. Und sowohl im Positiven als auch im Negativen. Es sind halt die negativen Sachen, die dann am Ende der Nachrichten landen. Wenn ich ein KI-Unternehmen wäre, fände ich es, glaube ich, besser, wenn ich mit den positiven Sachen da drin landen würde.

41:39 Gavin Karlmeier

Klar. Wir können ja gleich mal auch nochmal über diese Mathe-Geschichte sprechen. Ist jetzt vielleicht auch nicht zwangsläucht positiv, aber es war der Versuch einer solchen Erzählung. Aber wir bleiben mal kurz bei der bei dem, was gerade passiert bei dieser Woche. Trump zum Beispiel ja gesagt, also die Anders, die AI-Unternehmen sagen, wir brauchen eigentlich eine Art Sicherheitsrat, wenn man so möchte, eine Regulierung, die von den Staaten auskommt, die darauf achtet, dass wir es nicht übertreiben.

42:05 Gregor Schmalzried

Interne Prüfer auch, also so unabhängige Prüfer, die in einem Unternehmen sind, was ich übrigens wirklich für die beste Idee halte in dieser ganzen Geschichte.

42:12 Gavin Karlmeier

Donald Trump hat gesagt, es braucht keine Regulierung, alles was reicht, ist ein smarter Präsident. Ja. Die ist die Frage, ob es nicht.

42:18 Gregor Schmalzried

Ich habe ein bisschen gelacht, als ich den Post dazu gesehen habe. Die einzigen Guardrails, die eine KI braucht, ist ein smarter Präsident. Klammer auf, High IQ, Klammer zu. Und den haben wir.

42:31 Gavin Karlmeier

Aber ich werfe dir mal einen anderen Vorwurf entgegen, der einer meiner Gedanken war, dass es doch, also Wie soll ich das sagen? Wenn ich ein KI-Unternehmen wäre, würde ich natürlich auch sagen, ich brauche externe Prüfungen und staatliche Aufsicht und Regulation, damit ich am Ende nicht alleine schuld bin, wenn mein System die halbe Wirtschaft zerstört hat, oder?

42:56 Gregor Schmalzried

Ja , das wäre sicherlich auch eine solide Interpretation. Ich glaube gerade dieses Haftungsthema ist eins, wo dringend dran gegangen werden muss. Also Wenn ein Mensch ein anderes Unternehmen hackt, dann landet er in der Regel vor Gericht. Also wenn das eine KI macht, sollte das hoffentlich eigentlich, also sollte es dafür einen Mechanismus geben, der sicherstellt, dass. jemand, der für verantwortlich ist, was da passiert. Völlig klar.

43:22 Gavin Karlmeier

Ich habe da neulich zugelesen, ich hab leider jetzt, ich habe nicht zur Hand, wer es geschrieben hat, wir reichen das nach. Dass wir, also für uns ist völlig klar, wenn dein Hund mein Sofa zerbeißt, haftest du, weil das dein Hund ist. Warum ist das in der KI-Welt nicht so?

43:39 Gregor Schmalzried

Ich, also Ich bin auch kein Anwalt und Botaniker, deswegen bin ich mir nicht 100% sicher. Mein Verständnis ist, es ist so. Und Hugging Face könnte OpenAI selbstverständlich verklagen, wenn sie wollten. Sie machen es aktuell nicht, vielleicht weil es auch ein bisschen produktiver ist, eher zusammenzuarbeiten dann bei sowas. Aber es wird mich extrem wundern, wenn das noch allzu lang dauert, bis wir irgendeinen Fall dieser Art sehen.

44:03 Gavin Karlmeier

Mhm. Jetzt hat aber OpenAI ja schon sehr häufig getrommelt, dass sie sich ziemlich sicher sind, dass sie schon in der AGI-Ära sind und dass sie bis Ende des Jahres wahrscheinlich AGI präsentieren werden. Spielt denen das dann nicht auch in die Karten jetzt nach einer Verlangsamung zu schreien, damit sie dieses Versprech nicht einlösen müssen?

44:20 Gregor Schmalzried

Ähm, also da glaube ich, sind wir vielleicht anderer Meinung. Ich habe wirklich nicht das Gefühl, dass wir äh? Also ich finde diesen Begriff AGI völlig sinnlos und der hilft überhaupt nicht weiter, aber wir haben eine irre Beschleunigung gesehen der Entwicklung im letzten halben Jahr.

44:39 Gavin Karlmeier

Da würde ich zustimmen.

44:41 Gregor Schmalzried

Und ähm Es ist wirtschaftlich gesehen, glaube ich, relativ irrelevant, ob das jetzt am Ende zu etwas führt, was man AGI nennt oder nicht, sondern wir haben Fortschritte. Die zu managen ist natürlich anstrengend, aber wenn man einmal die Gelegenheit hat, eine Technologie zu bauen, von der später die gesamte Welt abhängig sein könnte. Dann würde ich die ergreifen, ehrlich gesagt. Also, ich meine nur, bei vielen dieser Geschichten ist es so, genau, dass eben die genau entgegengesetzte Argumentation genauso fruchten würde, ja. Also man könnte genauso gut argumentieren, warum es OpenAI selbstverständlich ähm ein Vorteil sein sollte, wenn es einfach weiterentwickeln darf, wie es möchte. Also man kann es immer aus beiden Perspektiven sehen.

45:27 Gavin Karlmeier

Ich habe nämlich gelesen, so ein Post auf Threads, wo jemand geschrieben hat, was haben Dario Amouday und Sam Altman gesehen, dass sie jetzt sagen, wir müssen die Entwicklung verlangsamen? Also haben sie Dinge gesehen, ist da was passiert? Und mein Take war so ein bisschen, naja, also sie haben vielleicht was gesehen, aber vielleicht waren das einfach nur irgendwelche Zahlen der Buchhaltung, vielleicht waren das Prognosen.

45:47 Gregor Schmalzried

Der Part, wo ich dir, glaube ich, entgegenkomme, ist die Sache, dass OpenAI ja jetzt seinen Börsengang verschiebt und das so ein bisschen darauf schiebt. Aber das ist auch, da gab es schon einiges an Berichterstattung jetzt dazu, dass die nicht so ganz happy sind damit, wie die Vorbereitungen für den Börsengang bisher liefen. Insofern ist, guck, das käme denen jetzt vielleicht ganz gelegen, dass jetzt aber auch nichts Ungewöhnliches, dass ein Unternehmen halt in einem schlechten Quartal das halt nutzt, um noch irgendwas anderes gerade so mit rauszuschieben. Die Frage ist, ändert das was an der grundsätzlichen Sachlage? Ändert das was an der grundsätzlichen Bewertung, ob es theoretisch sinnvoll sein könnte, KI-Entwicklung ein bisschen sorgfältiger und langsamer zu gestalten. Und das ist für mich nicht der Fall.

46:38 Gavin Karlmeier

Okay, also wenn ich dich richtig lese, als jemand, der das sehr eng begleitet und sich anschaut, sind die Erzählungen, die wir von den Unternehmen bekommen, schon so. auf eine Art glaubwürdig jetzt in dieser Phase, als dass man sagen muss, naja, wir müssen halt mal wirklich auf die Bremse treten, aber nicht im Sinne von wir machen zwei Jahre lang nichts, sondern im Sinne von wir kümmern uns jetzt eine Zeit lang um Sicherheitsmechanismen, Guardrails. Und darum, dass es ein System gibt, ein Überwachungs-, ein Überprüfungssystem, ein Verifikationssystem, wie auch immer, damit die sehr schnell voranschreitende Entwicklung eher unter sicheren Beobachtern sozusagen stattfinden kann.

47:14 Gregor Schmalzried

Der schwierige Part ist ja sowieso gar nicht unbedingt die Entwicklung der KI selber, sondern Die Einbettung dieser KI in unsere existierende Wirtschaft und in die andere Software, die wir noch so haben, und psychologisch darauf vorzubereiten, wie man damit umgeht und wie man eigentlich damit arbeitet und all diese Sachen. Also, das sind Themen. Die sind wahnsinnig schwierig und diese Firmen agieren mit Unmengengeld. Da kann natürlich alles Mögliche schief gehen. Es gab ein. Ganz spannendes Interview mit Dari Amodey schon vor anderthalb Jahren. Ach nee, nee, nee, ich denke an anderes. Es gab ein spannendes Interview mit Dari Amodey vor einem halben Jahr oder so , wo er so ein bisschen dafür kritisiert wurde. Das war von Dwarke Sprecher. Das ist auch so ein Silicon Valley Podcaster, der ihm gesagt hat, hey, wenn du wirklich glaubst, dass die Super KI vor der Tür steht, warum? Würdest du dann nicht alles Geld einsammeln, was auf der Welt existiert? Also, warum musst du überhaupt über sowas nachdenken wie Ähm. sorgfältige Finanzierung von Rechenzentren. Weil es gab nämlich eine Zeit, wo Entropic etwas konservativer investiert hat in Rechenzentren und auch höhere Preise aufgerufen hat als OpenAI. Ist übrigens immer noch so. Und Darry Amodi meinte, ja, das Problem ist, selbst wenn ich zu 100% überzeugt wäre, dass das stimmt, meine These, was ist, wenn ich mich um ein Jahr verrechne? Ja, was ist, wenn die Profitabilität ein Jahr später da ist, als ich das gedacht hätte, dann ist meine Firma Bankrott. Und natürlich ist das Hantieren mit so riesigen Zahlen in einem völlig neuen Wirtschaftszweig super schwierig und da kann super viel schief gehen.

48:47 Gavin Karlmeier

Aber wir sind doch eigentlich an einem Punkt, wo da jetzt gerade Gelder drin sind, die du, sollte AGI nicht so kommen oder wie auch immer man das nennt, viele Leute vermutlich Geld verlieren werden, oder?

49:01 Gregor Schmalzried

Das kann sein, aber deswegen finde ich diese AGI-Sache wirklich nicht hilfreich. Also wenn man sich einfach mal nur anschaut, wie das Wachstum ist bei Entropic beispielsweise. Also was die, die haben, wo mit welchen Zahlen die das ja angefangen haben und Wo sie jetzt sind. Ich habe kein iPad vor mir, deswegen will ich keine konkreten nennen, falls ich daneben liege. Aber wir reden sicherlich über so etwas wie eine Verfünffachung innerhalb des halben Jahres.

49:23 Gavin Karlmeier

Also es ist

49:25 Gregor Schmalzried

völlige Wahnsinn. Wenn, selbst wenn du nicht wüsstest, was das für eine Firma ist und einfach nur auf die Zahlen gucken schauen, einfach nur auf die Zahlen schauen würdest, da wäre das vielleicht. Eine mutige Bewertung, über die gerade gesprochen wird, aber sie wäre nicht absurd. Also rein von den Zahlen her ist das nicht allzu abwegig, wie diese Firmen gerade bewertet werden. Okay, ich weiß nicht. Also, man muss nicht unbedingt an die AGI glauben. Man kann auch einfach nur sagen: Okay, da wächst offensichtlich etwas Extrem Großes und extrem Spannendes. Und das heißt natürlich nicht, dass nicht auch irgendwas schief gehen kann. Natürlich kann was schief gehen, aber die Zahlen. bieten zumindest genug Anlass für auch eine optimistische Sichtweise.

50:04 Gavin Karlmeier

Ja, das ich bin auch gar, ich bin ja gar nicht so ein, ich verstehe mich nicht falsch. Ich bin ja kein KI-Gegner.

50:10 Gregor Schmalzried

Ich finde das aber gut. Ich finde gut, wenn du diese Rolle mal einnimmst.

50:14 Gavin Karlmeier

Nee, weil also meine Rolle Ist ja, ich finde, dass wir alle das alle ein bisschen zu doll hochjessen. Also alle, die auf dieses Thema schauen, jessen das sehr hoch.

50:24 Gregor Schmalzried

Jason Huang oder? Jess

50:31 Gavin Karlmeier

Ich würde einfach drüber hinweggehen, wäre das okay. Ja, ist in Ordnung. Nein, hier wird nicht geschnitten. Es wird so emotional diskutiert und ich finde, dass Ich finde Automatisierung in vielen Bereichen sehr sinnvoll. Ich finde gleichzeitig auch, dass nicht jeder Lebensbereich, den man theoretisch mit KI füllen kann, mit KI gefüllt werden muss. Ich glaube. Wir tun uns keinen Gefallen, die Kunst gänzlich durch KI zu ersetzen zum Beispiel. Also wenn ich mir anschaue, wie wir in der Musikproduktion darauf schauen oder wie man in der im Malen darauf schaut und so, denke ich mir, das nimmt uns ein bisschen als Menschheit die Seele und unsere Kultur, wenn wir sagen, wir lassen das jetzt alles von der Maschine bauen. Und also ich war im Sommerurlaub, Ich habe versucht, Postkarten zu finden, die nicht mit KI generiert wurden. Oh, wo warst du? In Südfrankreich. Es war nahezu unmöglich. Und ich habe dann zu meiner Freundin immer gesagt, guck mal, die ist doch schön. Ich habe gesagt, die können wir nicht verschicken, die ist KI generiert. Und das hat mich wahnsinnig gemacht, weil ich da wieder auch ja so ein gewisses Auge mit der Zeit entwickelt habe, wo du so Dinge erkennst, wo du sagst, das Diese Schriftart, die hat keiner von der Hand gewählt.

51:37 Gregor Schmalzried

Weißt du, da ist es schön, wenn man ein bisschen liberal sein kann, so wie ich, weil dann denkt man sich, ja, warte mal ab, das regelt der Markt dann vielleicht, wenn es genug Leute gibt wie dich. Ja, ich würde dir auch zu, ich stimme dir bei allem zu, was du gerade sagst. Ich glaube, du hast komplett recht. Das eine, aber, was ich dazu habe, ist, dass ich mit vielen Leuten jetzt gesprochen habe über die letzten zwei Jahre. die eine Erfahrung gemacht haben wie, ja, ich habe mal ChatGPT das und das gefragt und da kam ein völliger Quatsch raus. Also offensichtlich ist das jetzt nicht so wild. Und wenn, dann warte ich mal ein bisschen ab oder wir warten mal ein bisschen ab und gucken dann nochmal.

52:10 Gavin Karlmeier

Aber wir reden über die gleiche Spezies. die jahrelang Dinge gesucht, gegoogelt hat, dachte, sie hätte Krebs und wäre zum Notarzt gegangen.

52:19 Gregor Schmalzried

Ja, aber man muss ja nicht unbedingt Experte darin sein, ähm Ob man selber Krebs hat oder nicht, weil das ist in der Regel nicht der eigene Beruf. Also, das ist ein Feld, wo man sich weniger auskennt, daran hängt man nicht unbedingt den ganzen Tag. Und was jetzt zunehmend passiert, ist, dass Menschen. die KI durchaus sehr sinnvoll nutzen könnten und möglicherweise auch in ein paar Jahren verstehen müssen, um überhaupt Am Ball zu bleiben und zu verstehen, was eigentlich um sie herum passiert, auch einfach Stichwort Cybersicherheit und so, ähm, völlig. an der Realität vorbeidenken mit ihrem Verständnis von KI. Und ich verstehe deinen Argwohn, insbesondere wenn es um Sachen geht, die wo man ja eigentlich menschliche Schaffenskraft drin haben möchte und so, aber ich bin immer noch, für immer noch sehr viele Gespräche, wo Leute das Thema KI eher deutlich unterschätzen.

53:19 Gavin Karlmeier

Inwiefern?

53:20 Gregor Schmalzried

Naja, also es wird eben, es werden Einzelbeispiele von das und das hat nicht funktioniert, übergeneralisiert. Und gerade über das letzte halbe Jahr haben wir halt das Problem gehabt, das ist vielleicht auch eine schöne Überleitung zu dieser Mathe-Geschichte, falls du die noch machen willst, dass die Spannendsten KI -Anwendungsfälle, ja, oder die Geschichten, die wirklich unter Beweis stellen, was das eigentlich ist. Die sind überhaupt nicht mehr verständlich, wenn man nicht innerhalb dieses Bereichs arbeitet. Also, ich verstehe auch nicht, wie dieser Navier-Stokes-Beweis funktioniert, den OpenAI da hervorgebracht haben soll. Aber ich verstehe, dass. ich mein eigenes System, ja, mit Notion und meinen Skills und allen möglichen anderen Sachen, wie toll das funktioniert, aber halt nur, weil ich da sehr viel Zeit rein investiert habe. Also ich kann mittlerweile mit ChatGPT und Claude wirklich großartige Sachen bauen. Es funktioniert aber nur dann, wenn ich erstens das Verständnis darüber habe, was es kann und zweitens auch selber einiges an Arbeit reingesteckt habe. Und Der es nachzuvollziehen ist, glaube ich, schon wichtig, weil es halt zunehmend jetzt Leute geben wird, die das gleiche Erlebnis für sich machen. aber es ihren Freunden und Familienmitgliedern und Arbeitskolleginnen gar nicht mehr richtig verständlich machen können. Und ich weiß nicht, ob es uns gut tut, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, über die gleiche Technologie zu reden und alle zu verstehen, worum es eigentlich geht.

54:39 Gavin Karlmeier

Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig, ich hab da einen Riesenspaß dran, wenn es so, äh, wenn es Quatschantworten gibt. Auch heute noch.

54:46 Gregor Schmalzried

Ja, ich liebe auch diesen Typen auf Instagram, der, äh, der immer seine KI fragt, ob er gerade hübsch aussieht. Und die KI sagt ihm immer, du bist total toll aussehend und deine Cheekbones und so.

54:54 Gavin Karlmeier

Oder der Typ, der fragt, ob er zu Fuß oder mit dem Auto zur Waschanlage soll.

54:59 Gregor Schmalzried

Ja, aber das ist zum Beispiel gelöst, dieses Problem.

55:01 Gavin Karlmeier

Also das neue GPT macht es nicht mehr. Ja, aber was ich sagen möchte, das macht natürlich Spaß, weil das witzig ist einfach. Und es zeigt aber halt dann am Ende auch, auch wenn das Problem im Einzelfall jetzt gelöst ist, erstmal ja auch die Grenzen von einem Gerät, das eben einfach nur mit allen Daten, die eben irgendwie auffindbar waren, trainiert wurden. dass eben nicht zwangsläufig in der Lage ist, alle deine persönlichen Probleme zu lösen.

55:24 Gregor Schmalzried

Es liegt halt an deinem an deiner Benutzung. Also, was ja auch immer wieder umgeht, ist, dass irgendeine Unternehmensberatung einen großen Bericht veröffentlicht und dann sind da irgendwelche KI-generierten Fehler drin.

55:36 Gavin Karlmeier

Ja, oder so Folgeanfragen.

55:37 Gregor Schmalzried

Ich habe das neulich mal getestet, es war ja Deloitte letztes Jahr, die haben einen Bericht für die australische Regierung veröffentlicht für ein paar. 100. 000 Dollar. Man kann diesen Originalbericht von damals mittlerweile in Chat-GPT geben und sagen, jetzt guck mal, ob damit alles stimmt mit den ganzen Quellen. Und der listet einem fein säuberlich auf, was alles in diesem Bericht falsch ist. Also das geht schon, das ist schon integriert in das System. Man muss nur als Mensch das Urteilsvermögen und die Kapazität haben, diese Fragen zu stellen. KI ist halt toll darin, Dinge umzusetzen, aber nicht so gut zu sagen, was eigentlich umgesetzt werden soll.

56:11 Gavin Karlmeier

Fairerweise der Vollständigkeit halber, die meisten Leute haben halt Kontakt mit der Gratis-Version von ChatGPT oder mit der AI-Summary von Google. Und die AI-Summary von Google muss halt eben aufgrund der Masse der Anfragen, da kommt halt sehr viel Schrott bei raus.

56:25 Gregor Schmalzried

Also klar, das ist eines der ganz großen Probleme, ja.

56:27 Gavin Karlmeier

Ja. So, jetzt wollen wir noch kurz über das Mathe-Problem sprechen und dann sind wir aber auch durch für heute. Und zwar.

56:33 Gregor Schmalzried

Bitte mich nicht, das zu erklären.

56:34 Gavin Karlmeier

Ich habe gestern ein. Oh, wirklich. Ich glaube schon.

56:37 Gregor Schmalzried

Ich habe gestern ein YouTube-Video darüber gesehen, wo es mir jemand erklärt hat, alles.

56:39 Gavin Karlmeier

Ich kann nichts darüber sagen mehr. Ich habe in der 11. Klasse meine Facharbeit über mathematische Beweise geschrieben. Okay. Es war eine 5. Also. Das Clay Mathematics Institute hat im Jahr 2000 sieben sogenannte Millennium-Probleme benannt und hat für jedes Problem eine Million Dollar ausgelobt. Darunter gibt es die Pont-Carré-Vermutung. Aber auch die Navier-Stokes-Gleichung. Und mit dieser Navier-Stokes-Gleichung, das ist so, man will damit. Moment, ich habe das ein bisschen anrecherchiert. Ich schraub mich ja gerne so Themen an. Also. Es geht darum, dass du den Aggregatzustand von Wasser festlegen möchtest mit Hilfe einer Gleichung. Dass es theoretisch mit Hilfe dieser Navier-Stokes-Gleichung, die es schon gibt, die Möglichkeit gibt, die Bewegung von Flüssigkeiten und Gasen vorherzusehen. Also Rauch, Wellen, Wasser im Abfluss, Luft und so weiter. Und die Die These, die eben dieses Clay Mathematics Institut aufgegriffen hat, ist, dass es nicht für immer gelten kann eigentlich. Weil ansonsten würde sich Rauch immer bewegen oder ansonsten wären.

57:51 Gregor Schmalzried

Flüssigkeiten würden explodieren oder irgendwie.

57:53 Gavin Karlmeier

Genau, das ist der sogenannte Blow-Up-Effekt. Und dieser Blow-Up-Effekt sagt, wo kippt denn eigentlich diese diese Gleichung, weil wenn sie es nicht hätte, gäbe es eine Katastrophe. Kann eine harmlose Strömung sich so weit hochschaukeln, dass aus ihr die Geschwindigkeit unendlich wird? Die Antwort ist natürlich nein. Aber wenn du eine einfache Gleichung hast, die kein Ende benennt, gibt es eben keine Grenze. Das heißt, diese Gleichung muss irgendwo falsch sein, man weiß aber bislang nicht mathematisch festzulegen, wie. Okay. Und dafür möchten Sie eine Million Dollar haben. Ich hoffe, ich habe das richtig erklärt. MathematikerInnen dieser Welt, bitte kommentiert. Also du hast es, ich habe gerade wirklich mehr darüber verstanden als bisher, ja. Gut. Sehr gut. So, jetzt gibt es ein Duo von Mathematikern, das sind Tristan Buckmaster und Levent Alpöge. Und die beiden haben gesagt, sie hätten es geschafft, nahezu Dieses Problem zu lösen. Und dann haben sie eine Mail von OpenAI bekommen, die gesagt haben, wir haben es auch gelöst. Wenn ich falsch liege, guck 's mich irritiert an, ich korrigiere mich gerne. Es ist aber nur kompliziert. Es ist kompliziert. Sie haben eine Mail von OpenAI bekommen und OpenAI hat gesagt, hey, wir haben mitgekriegt, ihr seid da an was dran. Wir haben das auch gelöst. Wir haben nämlich hier mal so ein bisschen was in unser System gegeben und haben die Lösung. Wollt ihr nicht mitmachen, wollen wir das nicht gemeinsam publizieren. Einzige Herausforderung wäre allerdings, dass man Levend Al Pöge bitte nicht als Mitautor benennen würde, weil der arbeitet bei Anthropic. Und dann hat Tristan Buttmaster, einer der beiden Mathematiker, gesagt, nee, so machen wir das gar nicht. Außerdem kenne ich ja eure Ergebnisse noch gar nicht. Hallo OpenAI. Dann hat OpenAI diese Ergebnisse rübergestellt und dann hat Tristan Bugmaster gesehen, dass der Rechenweg nahezu derselbe ist wie der, den er genutzt habe. Und zwar. . den er auch in OpenAI eingeben hat, also in ChatGPT eingeben hat. Jetzt gibt es die These, die Vermutung, die Mutmaßung, dass ChatGPT möglicherweise oder das Team bei OpenAI, die dieses Problem innerhalb von, ich glaube, 88 Stunden lösen wollten, dass sie das auch deswegen geschafft haben, weil er seinen Rechenweg in das System eingegeben hat.

59:57 Gregor Schmalzried

Also, ähm, das ist das eine Problem, das andere ist, dass es jetzt ein Haufen Mathematikerinnen und Mathematiker gibt, die sagen, dass diese Lösung irgendwie sehr hässlich ist von ChatGPT, also dass man eigentlich sich was Schöneres gewünscht hätte, was ja so ein Ding ist. Der Mathematik. Also im Statement von OpenAI stand, glaube ich, drin, dass sie einen anderen Weg gewählt hatten. Ich bin aber sicherlich nicht qualifiziert, um das zu bewerten. Da wird man sicherlich auch noch was rausfinden in den nächsten paar Wochen. Es ist halt, das ist das Interessante, technisch sehr schwierig, vollständig zu widerlegen, dass nicht möglicherweise manche von den Sachen, die der Typ da reingeschrieben hat, nicht vielleicht in den Trainingsdaten. gelandet sind, wenn er halt nicht den, na, kann man ja in den Einstellungen so ausmachen, ähm, wenn er das nicht selber angegeben hat. Ist ein interessantes, auch irgendwie theoretisches Problem. Auch irgendwie sehr schade, natürlich für den Typen. Ich tue mich sehr schwer in der Bewertung davon, weil ich glaube, da muss man auch wirklich sehr tief drin sein in der Materie, um wirklich sich diese Dinge angucken zu können und zu sagen, was ist eigentlich Sache.

01:01:01 Gavin Karlmeier

Aber ist es nicht, also können wir uns sich darauf einigen, dass die Art und Weise, wie OpenAI mit den Mathematikern umgegangen ist, dass das relativ Unelegant war? Ja, ja, das ist extrem weird.

01:01:11 Gregor Schmalzried

Die haben auch, glaube ich, gehofft, dass das ein großer PR-Win wird und ich glaube, die haben nicht, es ist nicht aufgegangen, wie sie sich das gewünscht haben.

01:01:19 Gavin Karlmeier

Ja, also es ist einfach dir. So geht man, glaube ich, einfach nicht mit Leuten um.

01:01:23 Gregor Schmalzried

Und also vielleicht wie im Film Interstellar, ja, wo Jessica unterbrich, du gehst nachher nicht zur Afterparty von der Konferenz. Ist ein schöner Fernseher, guckst du den Film mit der Stella.

01:01:36 Gavin Karlmeier

Da gibt es ja übrigens mit einem LG-Fernseher im Raum. Das erzähle ich aber dann am Freitag, was das Problem mit LG-Fernseher ist.

01:01:42 Gregor Schmalzried

Ne, da gibt es dann auch so eine Szene, wo Jessica Chastane ja, als extrem schlaue Mathematikerin, so vor ihrer riesigen Tafel steht, die sie so völlig vollgekritzelt hat und dann auf einmal kommt sie die Lösung. Das ist halt, was man sich vorstellen möchte. Und diese zwei Mathematiker, die haben zwar natürlich auch KI benutzt, weil natürlich nutzt man KI heutzutage für sowas, aber es fühlt sich immer noch mehr an wie da. Da arbeitet sich ein Menschen was rein, ja, wir gehen bis zum Äußersten. Menschliche Kreativität, menschliches Durchhaltevermögen. Dagegen ist halt die OpenAI-Methode einfach nur, ja, wir geben halt einen Haufen Agenten 88 Stunden und 5 Millionen Dollar Token-Budget. Und am Ende kommt halt irgendwas raus und das ist es dann. Also, ähm, das ist auch ein Stück weit, weshalb viele in der Mathe-Community nicht so happy sind damit, weil sie beispielsweise sagen: eigentlich ist der Punkt von diesen Problemen , gar nicht unbedingt sie zu lösen, sondern auf dem Weg, dorthin was Interessantes rauszufinden. Und indem man einfach nur sagt, ja, hier ist jetzt einfach ein extrem kompliziertes Paper, wo halt ein Haufen Sachen drinstehen, unter denen man das lösen könnte. Bringt am Ende nicht so viel. Aber es gibt auch immer noch Streitereien, ob das überhaupt ein korrekter, ob es überhaupt korrekt ist, diese Lösung, oder ob es nicht was anderes braucht. Müsste man vielleicht nach Gemini fragen. Wenn man dem sagt, dass es von ChatGPT sagt er nein Auf gar keinen Fall. Das kann nicht stimmen. Wer hat denn wohl die Million jetzt bekommen? Ich glaube, Sie haben auch gesagt, Sie wollen die dann spenden oder weitergeben oder wenn ich. Das ist denen eh ziemlich.

01:03:15 Gavin Karlmeier

Ich glaube, die Million wird denen nicht so viel bedeuten. Ich will aber der Vollständigkeit halber noch dazu sagen, dass OpenAI erst im Juni angekündigt hat, dass sie ein großes Chat-GPT Academics-Programm gestartet haben, in dem sie ForscherInnen, WissenschaftlerInnen ein großes Token-Budget zur Verfügung stellen, um sowas zu machen. Ich will da jetzt nichts reininterpretieren, dass das darauf angelegt war. Als Verschwörungstheorie ist es schon relativ gut. Es funktioniert, ne? Ja, es funktioniert sehr gut als Verschwörungstheorie. Die nächste Verschwörungstheorie haben wir dann, wenn du nächstes Mal hier bist. Ich freue mich sehr drauf, Gregor. Es war ganz schön. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Sehr gern. Viel Spaß hat es gemacht, wie immer. Vielen Dank. Allen, die bis hin zugehört haben, habt eine tolle Restwoche. Wir hören uns wieder am Freitag mit Carster Maria Müller und dann ein bisschen weniger KI. Es sei denn, irgendwas persönlich.

01:04:01 Gregor Schmalzried

Vielleicht entscheidet sich Herr Trump doch. Das ist ja der letzte Move jetzt. Hast du es gesehen? Sam Altman hat jetzt im Interview gesagt, er glaubt, wenn Trump es schafft, das zusammen auszuhandeln mit China, dann bekäme er sicher den Friedensnobelpreis. Das ist der schlaueste Move, den er hätte bringen können. Mal schauen.

01:04:19 Gavin Karlmeier

Damit kriegt er ihn vielleicht. Ja, also wie gesagt, wir haben diese Folge schon am Montagabend aufgenommen. Vielleicht hat dann Trump den Nobelpreis schon, wenn sie ausgestrahlt wird, aber das wisst ihr dann besser als ich. Habt einen schönen Tag. Tschüss. Tschüss. Werbung Wie sieht deine Karriere in einer Welt aus, die von KI neu geprägt wird? Finde es heraus. Bei den Tech Future Days von PWC Deutschland am 29. und 30. Oktober in Frankfurt. Dich erwarten Keynotes, Talkrunden und Workshops zu Agentic AI, Vibe Engineering und den Skills der Zukunft. Für MINT-Studierende ab dem dritten Semester und Berufserfahrene. Predict the future by creating it. Jetzt anmelden für die Tech Future Days von PwC auf jobs. pwc. de.