Eine Geschichte, die mich seit einigen Tagen “in Bewegung” gehalten hat: Das europäische W Social, ein Netzwerk, das Ausweisverifikation zur Beitrittsbedingung macht, speichert öffentlich einsehbar Daten der Nutzer:innen auf ihren Server – sie nennen es “public by design”, wir schauen mal genauer hin.
Außerdem sprechen wir über die Rückkehrwelle zu X und über Schattenprofile in KI-Gedächtnissen.
Viel los zum Wochenende. Na prima!
➡️ Martin Fehrensen ist auch bei YouTube unterwegs: https://www.youtube.com/@martinfehrensen
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Martin!
- Haken dran-Exklusiv: Recherche zu W Social
- .bsky: Bluesky bekommt eine eigene Top-Level-Domain
- Meta drosselt queere Bar in Austin wegen Drag-Fotos
- Meta: KI-Tool gegen Signposting in Werbeanzeigen
- Muse-Memories: Metas Agent kartiert dein soziales Umfeld
- Casey Newton kehrt zu X zurück
- Grokipedia regt sich wieder
- Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt
- YouTube geht gegen Clipping vor
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:00 Martin Fehrensen
Moin Gavin, na, alles gut?
00:01 Gavin Karlmeier
Hallo Martin, oh, du warst jetzt schneller als ich.
00:04 Martin Fehrensen
Oder ich wollte dich überraschen.
00:07 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Martin Fehrensen. Den kennt ihr vom Social Media Watchblog, den kennt ihr von seinen faszinierenden Interviews, die er auf YouTube führt, den kennt ihr aus dem Internet. Und ich das ist ja bei uns beiden ist es immer so. Weil du nicht so oft hier bist, fühlt sich das für mich immer nach so einem nach so einem besonderen Moment an, dass ich es schaffe, eine Audienz bei dir zu kriegen.
00:27 Martin Fehrensen
Ach, natürlich. Vielen lieben Dank für das Intro. Ja, nee, ist klar. Nein, ich komme super gern. Ich muss halt immer so viel lesen, deswegen kann ich so viel in den Kreuz kommen. Lesen, lesen, lesen. Ähm, ne, aber vielen lieben Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr.
00:42 Gavin Karlmeier
Ich freue mich auch. Und du bist heute bei einer besonderen Folge dabei, weil wir haben, ich schlage direkt ein, wenn es okay ist. Wir haben eine Recherche mitgebracht, die bevor uns bislang noch keiner berichtet hat. Also man kann sagen, ein Haken dran exclusive So wie das früher die Juice mit den Rap-Tracks gemacht hat.
01:01 Martin Fehrensen
Sehr gut.
01:01 Gavin Karlmeier
Wilde Referenz. Ich weiß nicht, ob da irgendjemand jetzt relaten kann. Aber ich möchte mit dir über W Social sprechen. Und jetzt werden viele Hakis da draußen schon sagen, was ist denn jetzt schon wieder mit W Social? Aber. Stay with us, trust me, es wird eine spannende Geschichte. Hast du einen Account bei W Social und wenn nein, wie viele E-Mails hast du schon bekommen, in denen du eingeladen wurdest zu W Social?
01:24 Martin Fehrensen
Nein, ich habe keinen Account aus den bekannten Gründen. Ich weigere mich auch Weiterhin irgendwie darüber nachzudenken, ob ich jemals irgendwo meinen Personalausweis vorzeige, um meine Website zu benutzen. Auch wenn uns das ja anscheinend blüht und droht, wenn man sich irgendwie anschaut, was in der EU gerade diskutiert wird. Nee, kein Account und die Mails, ich glaube, mittlerweile auf tatsächlich direkt weiterleiten an einen Ort, wo ich dann selten reingucke, heißt es. Müll? Nee, nein, ich bin wirklich super skeptisch, was die Plattform angeht und ja, kann all diese Geschichten, die vor allem auch auf Blue Sky permanent diskutiert werden, sehr, sehr gut nachvollziehen.
02:06 Gavin Karlmeier
Also für die, die noch gar nicht im Bilde sind, W Socialist, eine in Europa gegründete Plattform. Und wir wollen direkt dazu schicken, also ich für mich zumindest, kann ich für dich sprechen, aber ich will direkt dazu schicken, wir sind immer erstmal. . . Innovationsoffen. Also wir freuen uns immer, wenn jemand in Europa mit einer Idee daherkommt, etwas ausprobiert, sagt, wir gründen jetzt hier etwas. Und so hat es eben das Team von W Social auch gemacht. Sie haben einen. Kurznachrichtendienst gestartet, der auf dem Ad -Protokoll basiert. Das ist dasselbe Protokoll, das eben Blue Sky oder Eurosky nutzen. Und haben aber für sich als USP entschieden, dass man dort seinen Personalausweis Scannen muss, um sich dort zu verifizieren. So, jetzt ist eine Besonderheit des Ad-Protokolls aber, dass nahezu alles dort öffentlich ist. Bedeutet also, wenn du dir einen Account bei Blue Sky oder bei Eurosky machst, dann kann ich sehen, wen hast du blockiert, wer hat dich blockiert. Auf welchen Listen stehst du? All diese Dinge sind eben, das Teil des Protokolls, öffentlich. Das funktioniert deswegen, weil jeder Account dort eine Art. So einen Schrank hat. Repositories heißt es offiziell. Also Dinge, die eben mit deinem Account verknüpft sind und dort können der Serverbetreiber, können da Dinge abspeichern und Somit dich irgendwie kategorisieren. Jetzt gibt es bei W Social eben die Frage, naja, was machen die denn, wenn man dort den Personalausweis scannt? Und ich will kurz eine kleine Zeitreise machen, denn wir hatten. vor einigen Monaten hier bei uns Anna Zeiter, das ist die CEO von W Social Interview. Und ich habe sie damals genau das gefragt. Und sie sagte zu mir, es war am 15. Mai, die Folge hieß Technihilismus im Sandkast mit Markus Beckedal. Und dort sagte Anna Zeiter wortwörtlich genau das hier.
03:41 Speaker 3
Als sie das Gefühl haben, ah, wir brauchen die ganzen Personalausweisdaten und die speichern wir dann und es ist irgendwie Nicht klar für welche Zwecke. Wir wollen wissen, die Leute, die zu uns kommen, sind das Mensch und sind die über 18. Das Muskel ist wie eine Einlasskontrolle im Klo. Bis und Mensch, bist über 18. Wir speichern die Daten danach nicht. Wir wollen keine Government-ID Database aufbauen. Je weniger Daten ein Unternehmen hat, je weniger Daten können noch verloren gehen.
04:08 Gavin Karlmeier
So, das ist erstmal so der Stand gewesen. Jetzt muss man vielleicht inhaltlich dazu sagen, es gibt zwei Entitäten, ist glaube ich korrekt, nämlich W Social und W-Identity. W-Identity führt diese Personalausweiseüberprüfung durch. W Social betreibt das soziale Netzwerk. Was jetzt genau die wirtschaftlichen Beweggründe dahinter sind, das wissen wir nicht, aber es gibt eben diese inhaltliche Trennung. So, und jetzt wird es nämlich interessant. Auf dem W Social Server gibt es einen Account und dieser Account trägt den Namen, ich glaube, sowas nach dem Motto Moderation Service oder so. Ich sag dir gleich ganz genau, wie er heißt. Und dieser Account hat ein Repository und in diesem Repository ist eine Liste von 9500 Namen, Accounts, die öffentlich einsehbar sind. Bei denen eine Verknüpfung mit drin steckt, in denen der Klarname von 1000 Personen drinsteckt und eine Spalte mit dem Namen Approximate Date, Birth Date, also ein geschätztes Geburtsdatum. Und das ist erstmal bis hierhin erstmal schon mal interessant, dass man so Listen von Menschen herunterladen kann. Das möchte man eigentlich, glaube ich, eher nicht. Aber in dieser Liste stecken eben Geburtsjahre, die sind richtig. Und klarnamen. Und das ist erstmal eine Sache, über die ich so gestolpert bin, wo mir Menschen auch Hinweise gegeben haben, haben gesagt, hier, guck dir das doch mal an, das habe ich gemacht und dachte mir Das fühlt sich irgendwie falsch an. So, und jetzt hast du schon mal die Möglichkeit, dein Gefühl einzusortieren. Wir gehen gleich noch ein bisschen tiefer rein, weil ich habe auch mit W Social darüber gesprochen.
05:43 Martin Fehrensen
Ja, also mein Gefühl ist erstmal eigentlich eine Bestätigung von all den Vorteilen, die man gegenüber Instanzen hat, die solche Daten sammeln. Ich kenne kaum ein Social Media Netzwerk, wo es nicht schon irgendwann einmal darum ging, dass irgendwelche Daten abzugreifen waren. Egal, ob man da jetzt einfach nicht genau genug aufgepasst hat, ob man sie nicht genau genug gesichert hat oder ob man es irgendwie in Kauf genommen hat. Es gibt unterschiedliche Belange dahinter. Aber das ist eigentlich grundsätzlich erstmal auch schlichtweg die Idee, warum ich super skeptisch bin, dass es Zentralinstanzen braucht, die solche Daten wirklich sammeln und irgendwo zur Verfügung stellen. Und Mensch über 18 Klar, wir haben gesagt, das ist ein Angebot, das will ich wahrnehmen und da fühle ich mich gut, da fühle ich mich gut aufgehoben, da fühle ich mich sicher, da bin ich bei dir, dann sollen Leute das meinetwegen nutzen. Um, sind die neuntausendfünfhundert auf der Liste, sind das alle Mitglieder bei W Social oder gibt's noch mehr?
06:43 Gavin Karlmeier
Äh, also es gibt so um die fünfzigtausend ist die kolportierte Zahl, aber tatsächlich ist es relativ interessant, weil in dieser Liste, wie gesagt, nur ungefähr eintausend eben vermerkt. sind mit Klarnamen oder mit Legal Name, heißt es dort und einem Geburtsdatum. Und diese 1000 sind anscheinend Und das lässt sich nicht so ganz genau überprüfen, aber es gibt ein Datum dabei, anscheinend all diejenigen, die sich seit dem 19. September dort registriert haben und verifiziert haben. Und die im Folge, die. Aber
07:12 Martin Fehrensen
man kommt doch nur rein, wenn man verifiziert ist.
07:14 Gavin Karlmeier
Ja, du kannst auch offenbar so Gasta-Accounts erstellen, mit denen du aber eben nur schauen kannst. Lurker-Accounts, heißen lieber ihn nicht, aber das kannst du schon tun. Interessant ist, da stehen eben auch die, da steht die DID dabei. Das ist deine Nummer, deine Account-Nummer sozusagen. Und die kannst du wiederum dann auflösen, um zum Account-Namen zu kommen. Und in dieser Liste der 9500 Namen. Es steht meine DID dabei. Ich habe mich aber bereits in der Kalenderwoche 24, das war im April-Mai, bei W Social Register. Ich kann dir nicht ganz genau sagen, welches Kriterium es ist, warum diese 9500 Namen auf dieser Liste stehen und die anderen 40. 000 nicht. Ich kann dir zum Beispiel sagen, ich stehe drauf, Ursula von der Leyen nicht. Ich stehe dort nicht mit Legal Name und Birth Date drin, weil ich habe mich vorher verifiziert. Es scheint irgendein Kriterium, eine Weiche zu geben, die festlegt, wer auf dieser Liste gelandet ist, vermutlich automatisiert und warum nicht. Jetzt hat W Social aber am 12. Juni eine Privacy Notice veröffentlicht, wo sie nochmal gesagt haben, in deinem Creation Flow, äh Account Creation Flow. . Bekommen Sie Selfie, Geburtsname, Passnummer, Legal Name und Full-Verified Identity Profile, wird diese Daten aber eben alle nicht speichern. Ich habe W Social damit konfrontiert und habe gesagt, könnt ihr was zu dieser Liste sagen? Wie geht ihr denn damit um? Ist das möglicherweise ein Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung, DSGVO, GDPR? Ist es möglicherweise ein Versehen? Könnte es sein, dass ihr am 19. September irgendetwas umgestellt habt, dass diese Liste jetzt existiert? Wollt ihr das überhaupt? And W Social selber sagt, das ist public by design. Also sie sagen, es ist genau so vorgesehen, wenn sie wollten ein öffentliches Netzwerk haben und weil es eben auf einem offenen Protokoll basiert, sind diese Daten auch offen. Und haben in dem Zusammenhang in ihrem Statement auch gesagt, dass sie die Veröffentlichung einer neuen App planen, in denen diese Daten möglicherweise auch einsehbar sind, also der Geburtsname und das Geburtsjahr. Ich habe auch mit Menschen von dieser Liste gesprochen. Die gesagt haben, ja, sie haben sich in der Tat seitdem verifiziert bei W Social. Das Geburtsdatum stimmt nicht, das in dieser Liste steht. Das bestätigt W Social so auch. Sie sagen, dieser Geburtstag ist geschätzt. Also ein zufälliger Wert vermutlich, um ungefähr einschätzen zu können, wann Menschen eben vielleicht in irgendeine andere Altersgruppe kommen oder so. Vor allem aber wahrscheinlich, weil die Tabelle erwartet, dass da ein komplettes Datum steht und nicht einfach nur ein Geburtsjahr. Sie wollen das aber auch nutzen, um nachzuweisen, dass eben keiner unter 18 ist. und wollen die Möglichkeit bieten, dass Menschen ihren Namen öffentlich anbieten. Und du wirst im Rahmen des Verifikationsprozesses, und da will ich kurz transparent sein, Ich habe mich dort registriert, aber noch nicht mit dem Creation Flow, den es derzeit gibt, sondern hatte einen relativ frühen Beta-Account. Das heißt, ich konnte den Verifikationsprozess, wie er heute aussieht, nicht selber durchführen.
10:10 Martin Fehrensen
Ja.
10:11 Gavin Karlmeier
Aber ja, warte kurz, dann kannst du. Double Social selber sagt, du bekommst die Möglichkeit zu entscheiden, soll dein Name, dein Klarname, dein Legal Name nachher öffentlich sein oder nicht, und diese tausend Menschen Hätten dies wohl so bestätigt. Mhm.
10:26 Martin Fehrensen
Ich wollte gerade sagen, also es ist ja schon mal ein wesentlicher Unterschied, ob ich sage, okay, ich möchte mich für einen Soziales Netzwerk registrieren und möchte dort mitmachen und meinetwegen ist dann Teil des Deals, dass ich dort meinen Klarnamen, Personalausweis, Selfie und so weiter alles angebe, aber dann ja irgendwie denke, naja. Das mache ich halt, um da reinzukommen in den Club und nicht, dass der Club danach eine Liste draußen an die Tür hängt, wo sozusagen all das zu sehen ist. Also das ist ja irgendwie der fundamentale Unterschied. Wie gesagt, das wäre nicht mein Ding, und ich befürworte auch wirklich nicht so in der Internetzukunft, aber wenn das Leute so machen wollen, weil sich da sicherer fühlen, besser aufgehoben fühlen und so weiter, dann sei denen das natürlich gegönnt. Nur glaube ich eben nicht, dass die davon ausgegangen sind, dass diese Listen dann wirklich danach irgendwo öffentlich einsehbar sind. Ich glaube, da gibt es womöglich ein Kommunikationsdefizit, etwas da irgendwie bewusst in Kauf genommen wurde. Ja, das wundert mich. Klingt auch nicht ganz lauter in meinen Ohren.
11:24 Gavin Karlmeier
Also Sie selber sagen, das steht alles genauso in unseren Terms of Use. Also your content is public steht da drin. Hier sind Sie aus Ihren eigenen Nutzungsbedingungen. Sie schreiben, when you sign up for W Social, W Social receives limited data from W Identity through the W Identity App with your approval. This may include your W identity, account identifier or UUID, passport country and year of birth Also sie sagen sozusagen, in unseren Nutzungsbedingungen ist das alles geklärt und wir sehen das eigentlich eher als Public-by-Design-Vorteil, das ist Absicht. Ich stimme dir aber zu. Dass es erstmal ein seltsames Gefühl auslöst, wenn man jetzt auf der anderen Seite herausfindet: Okay, da ist halt eine Liste mit Geburtsjahr, mit Nationalität und mit vollen Namen von denen, die das mehr oder weniger absichtlich ausgewählt haben, dass sie klarer Name auf. Also
12:17 Martin Fehrensen
wenn du das beim Sign-up-Prozess so auf deine Website schreibst, ich glaube nicht, dass du dann die tausend zusammengekriegt hättest. Also klar steht das, na, weil du ja rechtlich sicherlich gut aufgestellt und beraten ist ja gar keine Frage. Aber Wenn du das, also naja, ich stelle mir eine Website vor, hier bitte werden sie Teil unseres neuen Angebots und daneben dann ein Riesenhinweis und danach ist übrigens all das, all die Dinge, die du gerade aufgezählt hast, dann öffentlich einsehbar und für alle sozusagen Ja, herunterladbar womöglich sogar. Ich glaube nicht, dass dann dieser Signer-Prozess ähnlich erfolgreich vonstatten gehen würde.
12:51 Gavin Karlmeier
Ich glaube, ich würde dir dazu stimmen. Ich finde eine Sache stark bemerkenswert. Und zwar haben wir bewusst Sozusagen die klassischen journalistischen Prozesse eingehalten. Also, wir haben W Social 24 Stunden Zeit gegeben, um auf diese Dinge zu reagieren, haben das vorab nicht veröffentlicht, haben gesagt, hier ist eine Liste von Menschen. Wollt ihr das überprüfen? Wollt ihr das offline nehmen? Wollt ihr Stellung dazu beziehen? Das haben sie ja auch gemacht. Sie haben sehr umfangreich geantwortet. Aber sie haben eben nicht gesagt, na wir kümmern uns darum, dass diese Liste eben nicht mehr so online ist, sondern sie haben gesagt, das ist Absicht. Und das finde ich interessant, weil ich bin, wie gesagt, kein Rechtsexperte, kein Botaniker. Wir sind hier nur journalistisch unterwegs und schauen auch. Auf diese Dinge. Aber nach DSGVO gibt es so Artikel 5, das ist Datenminimierung, also die Frage: Muss man diese Listen alle an einem Ort aufbewahren und sollten die alle untereinander stehen? Oder gibt es eine Datenschutz by Design, also Privacy by Design, das ist Artikel 25. Ist es also so, dass. Die öffentliche Ablage von Daten ist das genau der Weg, wissen Leute ganz genau, dass sie auf so einer Liste passieren und Es gibt eben das Recht auf Löschung. Artikel 17. Und auch da stellt sich die Frage: wenn du in diesem Netzwerk unterwegs bist, in dem Inhalte gespiegelt werden, indem wir alle theoretisch die Möglichkeit haben, diese Liste herunterzuladen und so weiter. Können Menschen tatsächlich noch entscheiden, dass sie von dieser Liste verschwinden? Und das finde ich so insgesamt ein bisschen seltsam. W Social selber sagt: Das ist kein Data Breach, es ist kein Leak. Sondern eben public by design, das ist die Formulierung. Und Menschen entscheiden sich eben selber dazu, dass ihre Namen dort öffentlich einsehbar sind.
14:36 Martin Fehrensen
Also, es ist irgendwie, naja wir reden ja mal so viel darüber, über dezentrale Strukturen und so weiter. Also, das ist jetzt ein bisschen die nächste Ebene. Ich hoffe, du verzeihst mir diesen Ausflug gerade direkt, aber Da ist wahnsinnig viel darüber geredet worden, warum brauchen wir dezentrale Netzwerke, Angebote, was können, keine Ahnung, Blue Sky , beziehungsweise was kann das Art die Protokoll hier leisten. Also, wenn ich das jetzt so höre, dann scheint das ja irgendwie so eine Art, keine Ahnung, wie so eine strukturelles Grundproblem oder so ein strukturelles Spannungsfeld irgendwie zu sein zwischen dem, was die EU vorschreibt, mit DSGVO-Anforderungen etc. Und aber sozusagen der Philosophie, die so ein Art-Protokoll mit sich bringt. Also dieses Public by Design und dann aber eigentlich, was will die EU-Gesetzgebung eigentlich und was Datenminimierung, das ist gerade die Stichworte genannt. Ähm, und das werden ja noch interessante Aushandlungsprozesse, also zu sehen, wie weit darf das gehen, wie verschlossen muss so ein so ein System dann am Ende doch wieder sein. Und wenn ich mir alleine vorstelle, das ist keine Ahnung, so alleine die Nationalität kann ja, wenn die offenzug kann ja für manche schon ein Sicherheitsrisiko sein. Also ne, für Journalisten und ähm ähm ähm Mitarbeiter von NGOs und dergleichen. Also das schon Ja, also ich war sehr überrascht, als du mir das gestern geschickt hast und ich das gelesen habe, dass das wirklich so, dass das wirklich so ist.
15:57 Gavin Karlmeier
Ich stimme dir zu. Die Frage ist halt tatsächlich, wie sehr die Dezentralität, die Tatsache, dass es eine alternative Plattform ist, dann auch möglicherweise als Feigenblatt dient. Also wie sehr es möglicherweise am Ende nur genutzt wird, um ein Verkaufsargument zu haben für eine Plattform, die eigentlich in ihrer Kernidee genauso, wie soll ich sagen, zentralisiert arbeitet wie diejenigen, von denen man sich eigentlich mal entfernen wollte. Weil eine echte Dezentralität bedeutet nicht dass es an einem Punkt eine Liste gibt, auf denen Legal Names auftauchen oder Nationalitäten. Völlig unabhängig davon, ob Menschen da eingewilligt haben oder nicht, weil es ist immer noch ein Unterschied, Ob ich mir mit ein bisschen technischem Verständnis eine Liste herunterladen kann, auf denen nachweislich Geburtsjahre stehen. Das löst in mir Unbehagen aus. Ich finde immer, Listen, auf denen Menschen stehen, sind immer problematisch. Jetzt muss man dazu sagen, klar, offene Protokolle bringen das mit sich. Ich könnte auch mit ein bisschen technischem Verständnis. . eine Liste von Accounts herunterladen, die bei Oresky registriert sind oder die auf Master auf Fediverse Instanzen unterwegs sind. Das würde technisch funktionieren. Aber in dem Moment, wo ich weiß, die sind alle Personalausweis verifiziert, kommt da eine Facette hinzu, die ein Problem auslöst.
17:13 Martin Fehrensen
Kommt es ein anderes Gewicht, ne?
17:14 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau. Und hinzu kommt noch obendrauf, dass ich. Diese Argumentation, dass er Herr Public by Design und Absicht und wir, ihr wolltet's doch offen, ihr wolltet doch ein dezentrales Protokoll. Dass ich den, den, wie, wie hat, wer war das nochmal, Westerwelle oder so gesagt hat, dass ich diesen Schneid nicht abkaufe. Dass ich sage, ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich die Idee von dezentralen Netzwerken ist. Solche Verifikationsprozesse derart öffentlich zu machen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das die Idee war.
17:48 Martin Fehrensen
Ja, es widerspricht auf jeden Fall dem Kern im Prinzip standardmäßig immer nur sozusagen das Nötigste irgendwie zu verarbeiten, zu speichern. Und ja, also es ist ein, ein letztlich, es ist so bizar, ne? Weil also unabhängig davon, ob man, naja. Wiederholig an der Stelle, aber unabhängig davon, ob man das an sich gut findet, ist ja erstmal die Grundidee gewesen, okay, wir bieten eine alternative Geschichte an, die besser funktionieren soll. Und jetzt haben sie sich da aber in der Form so verheddert, dass man eigentlich zu dem Schluss kommen muss, nee, also so, aber genau bitte nicht. Ja. Das ist echt, es macht es nicht angenehmer.
18:23 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wahr. Also ich kann ja in dem Maschinenraum einmal hier die Tür aufmachen und sagen, ich habe von dieser Liste erfahren Und hab dann durchgeguckt, kenne ich Namen auf der Liste, bin über jemanden gestolpert, den ich kenne, habe ihm bei LinkedIn geschrieben, weil ich keinen direkten Kontakt hatte und dachte, können wir mal kurz telefonieren. Und diese Person war überrascht. dass ich ihr sie mit ihrem Geburtsjahr konfrontieren konnte. Und das spricht so ein bisschen dafür, dass auch, wenn das möglicherweise eben in diesem Prozess angeklickt wird, als ja, ich möchte meinen Namen öffentlich haben, dass es vielleicht nicht allen Leuten ganz bewusst ist, was sie damit tatsächlich anklicken.
19:00 Martin Fehrensen
Ja, absolut nicht. Und es wäre auch wirklich nicht meine Idee von, um in diesem Bild zu bleiben, in den Club gehen, wenn ich sozusagen rein darf und danach gehe ich raus und merke. Ah, okay. Das ist ja schön. Da hängt ja die Liste mit meinem Geburtsjahr und meinem vollen Namen und so weiter. Also, das ist schon echt, das ist eigentlich schon übel. Also, ja, mein Bauchgefühl. Gefällt mir überhaupt nicht.
19:25 Gavin Karlmeier
Ich finde, vielleicht kann man das aber dann andersrum auch drehen. Vielleicht passen wir jetzt die Einlasskontrollen am Club an, dieses Prinzip an. Also du kommst zum Club und der Tür steht da und schreibt erstmal deinen Namen auf und dein Geburtsjahr und deine Nationalität.
19:37 Martin Fehrensen
Tja. Da
19:38 Gavin Karlmeier
hast du richtig Bock zu tanzen danach.
19:40 Martin Fehrensen
Nationalität vor allem.
19:41 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
19:42 Martin Fehrensen
Das bringt aber ganz andere Dimensionen mit sich.
19:44 Gavin Karlmeier
So ist das. Absolut. Naja, soviel dazu, soviel zu W Social. Wenn ihr Gedanken oder weitere Hinweise habt, meldet euch gerne. Ihr wisst, wie ihr uns erreicht. Es gibt aber auch eine interessante oder vielleicht anders gewichtete Meldung aus dem Ad-Protokoll, bevor wir das zur Seite schieben. Und zwar berichtet Tony Schneider, CEO von Blue Sky, dass die ICAN 1000 neue Top-Level-Domains einführen wird. Und eine von denen wird Punkt B-Sky. Das heißt, wir wissen jetzt schon, dass Blue Sky das meiste Geld neben den T-Shirts, die sie damals hergestellt haben, mit dem Domain-Handel verdient. Also im Moment sind sie Wirtschaftlich betrachtet vor allem ein Domainseller. Und sie werden jetzt eben bald die Möglichkeit haben, dass du nicht mehr gavinkeilmeierer. bsky. social hast, sondern gavinkeilmeier. bsky kannst doch das in den Browser eingeben und landest dann dort. Vermutlich werden sie das sich vergolden lassen. Also ich schätze, das wird ein paar Mark kosten, wenn du das haben möchtest. Aber ich finde das interessant, weil das so ein bisschen auch deren. . . tatsächlichen Ambitionen zeigt, weil eine eigene Top-Level-Domain zu bekommen, das ist wirtschaftlich nicht ganz trivial, ehrlicherweise.
20:53 Martin Fehrensen
Ja, also ich finde Punkt Meer auch, gibt es Leuchten auch, ne? Die neue Katzen-Domain und so weiter. Ä also ich ich werde mir ich werde kein Geld dafür ausgeben, um einen Punkt Blue Sky Domain zu nutzen, zumal ich mittlerweile bei Eurosky bin und ich für zwölf Euro im Monat wieder zurückziehen würde.
21:19 Gavin Karlmeier
Ja, ich hätte gerne eine eigene Top-Level-Domain, sag ich dir ganz ehrlich. Das wäre doch toll. Wenn nicht Punkt Haken dran. Und dann musst du einfach nur die Episodenummer, die ja heute 638, Punkt Haken dran und dann landest du in der Folge, das wäre irgendwie fancy.
21:33 Martin Fehrensen
Das wäre total fancy. Ich bin schon seit Monaten an smwb. de dran, aber Social Media Watchblog immer viel zu lang ist, um das einen Browser einzugeben. Aber ich glaube, irgendein Gabelstaplerhersteller oder so aus Wuppertal sitzt auf dieser Domain und ich komme einfach nicht dran. Ich muss dringend mit ihnen ins Geschäft kommen. Aber naja. Vielleicht klappt das ja noch in diesem Leben. Aber viel schöner finde ich ja, wir nehmen zusammen gerade diese Anekdote mit ist es die Slowakei oder Slowenien? Oh, ich bin leider immer ganz schlecht in Geografie. si. Diese Geschichte, die jetzt gerade durch die Decke geht, das ist Slowenien, dass alle Domains gerade, die auf. si enden, für sehr viel gilt. über den Tisch gehen, weil Donald Trump gesagt hat, es heißt nicht mehr AI, sondern SI und so weiter. Naja, genau, aber ja. Domains.
22:28 Gavin Karlmeier
Ja, das ist ein Business. Also ich kenne Leute, die haben damit mal sehr viel Geld verdient, dass sie Domains kauften und verkauften
22:35 Martin Fehrensen
Sind Sie noch Journalisten oder waren Sie jemals welche?
22:39 Gavin Karlmeier
Das kann ja jeder für sich selber entscheiden. Aber ich finde das tatsächlich eine ganz interessante Welt. Wir haben auch mal hier das schon ewig her, in den Anfangstagen von Haken dran. Haben wir über ein soziales Netzwerk berichtet, in dem du sozusagen dich darüber rankst oder das neben deinem Profil steht, welche Domains du alle besitzt. Und dann konntest du quasi dich vergleichen mit anderen. Also es war so eine Art.
23:03 Martin Fehrensen
Ja, das erinnere ich nicht.
23:05 Gavin Karlmeier
Aber
23:06 Martin Fehrensen
ich bin immer erschrocken, wenn ich mal. Ich will aber bei meinen Hostal reingehe und schaue, was ich alles reserviert habe, wo ich irgendwie noch 19. Ich wurde auch einmal schon von Facebook abgemahnt ist für vieles Guten, aber ich bekam Post weil ich hatte mir mal die Domain irgendwie facebook-newsletter. de oder sowas sichern lassen. Damit, wenn ich irgendwie gedacht habe, naja, wenn das Leute googeln oder draufklicken oder wie auch immer, dann Kommen die bestimmt zu mir. Also das waren mein , da als ich noch nicht ganz so verstanden habe, wie das SEO-Game an sich eigentlich funktioniert, dann bekam ich aber Post von Facebook. Das möge ich doch bitte unterlassen.
23:42 Gavin Karlmeier
Ist das verboten? Oder wollen Sie dir einfach nur Geld anbieten? Oder Angst machen vor allem wahrscheinlich?
23:47 Martin Fehrensen
Nee, ich glaube, Sie wollten einfach nur sagen: also alles, was den Namen Facebook trägt, darf, ist Trademark gesichert und darf dementsprechend nicht von Dritten einfach ohne weiteres genutzt werden. Also ich hab ich hab mich auf jeden Fall, ich hab sofort gesagt, ja klar, das machen wir so, ist aber gar kein Problem. Lass mich einfach weiter mein Newsletter schreiben, das macht sehr viel Freude und damit verdiene ich meinen Lebensunterhalt, wir lassen das mit der URL. Ich nehme eine andere.
24:14 Gavin Karlmeier
Das heißt, ich dürfte mir nicht www. besser als facebook. de registrieren.
24:19 Martin Fehrensen
Let's try. Wir versuchen es bis zur nächsten Folge. Und dann gucken wir, welche Kanzlei sich meldet.
24:25 Gavin Karlmeier
Nächste Folge aus dem Gefängnis, dann live. Aber
24:28 Martin Fehrensen
Tatürtür, das wäre schön.
24:33 Gavin Karlmeier
Der Knast des Social Media Journals. Tatsächlich weiß ich aber noch, wo du gerade Facebook nennst und wir jetzt bei dieser B-Sky-Domain-Geschichte sind, dass es eine Zeit gab, die war nicht besonders lang, aber bei der du dir E-Mails an dein Handle at facebook. com schicken lassen konntest.
24:51 Martin Fehrensen
Mhm. Mhm.
24:53 Gavin Karlmeier
Aber das ist jetzt aber wirklich alte Männer erzählen von früher, ne?
24:57 Martin Fehrensen
Das liegt auf dem Graveyard von Meta.
25:04 Gavin Karlmeier
Die ganzen guten Ideen. Lass uns kurz bei Facebook oder Meta bleiben, allerdings zu den Ideen, die man jetzt vielleicht nicht so als besonders gut melden kann, denn die Reihe der Menschen, die beobachten, dass sie Probleme mit ihrer Transparenz oder Darstellungsmöglichkeit auf Meta bekommen. Verlängert sich hier leider um eine weitere Anekdote. Und zwar gibt es die queere Bar Die ist in Austin, Texas. Und das ist, wie gesagt, eine queere Bar, in der finden Drag-Veranstaltungen statt. Und die werden jetzt von Meta immer wieder wurden gewarnt, dass wenn sie weiterhin Fotos von Drag Queens veröffentlichen, die als unangemessen gelten, deren Account in ihrer Reichweite eingeschränkt würde. Und dass das tatsächlich jetzt auch passiert ist. Also dass sie eine eingeschränkte Reichweite bei Facebook und auch Instagram bekommen, sowohl mit dem Account, der die Fotos dieser Bar veröffentlicht hat. Als auch deren Schwesterbar Rain on Forth, die eben vom selben Account betrieben werden, wenn man so möchte, vom selben Admin. Und dass die jetzt deswegen nicht mehr veröffentlichen können und teilweise sogar einer dieser Accounts wurde mittlerweile schon deaktiviert. und sie kriegen aber keine Antwort von Meta , warum das der Fall ist. Sie haben Berufung eingereicht, die Berufung wurde abgelehnt und der Instagram-Account sogar vollständig gelöscht. Das ist deswegen interessant, weil Meta ja eigentlich das Unternehmen wurde in den letzten Jahren. Jahren, dass sich so als Free Speech-Unternehmen selbst verstanden hat, die, äh, abgesehen von der Tatsache, dass sie Oder anders, sie haben ja ihre Community-Guidelines angepasst und haben ja eigentlich alles rausgenommen, was irgendwie zu einer Einschränkung geführt hätte. Mit der einzigen Ausnahme, dass sie weiterhin erlaubt haben, dass Homosexualität als mentale Krankheit bezeichnet werden dürfe. Das steht so explizit in den Guidelines. Und jetzt ist es sogar so, dass wenn du eben einfach nur Menschen in Drag zeigst, das schon als unangemessen eingestuft wird. Und ich das ich finde, das löst in mir ganz großes Unbehagen aus.
27:06 Martin Fehrensen
Also genau, ich habe mich auch direkt, wann war das, letztes Jahr im Januar war doch dieser Riesenhektar, oder? Als wir die Informationsregeln geändert haben. Ähm, mit Mark Zuckerberg mehr Maskulinität kennt er bei Joel Rogan. Oh mein Gott, ganz finstere Auftritte. Ähm, genau, und jetzt kommt das mit wahrscheinlich einigermaßen einer kleinen Zeitverschiebung dann alles zum Tragen, was sie sich was sie sich dort ausgedacht haben. Deswegen, du sagst, Texas ist das, ist diese Bar? Ja, genau. Sicherlich ist das auch nur einer der Fälle, die jetzt irgendwie tatsächlich an die Öffentlichkeit gekommen sind. Ich denke, viele andere werden gar nicht diesen Weg irgendwie in dieser Form suchen, sondern die direkt auseinandersetzen. und dann da auch auf Granit beißen. Wahrscheinlich brauchen sie ein neues Meta-One-Abo, weil dann hat man ja privilegierte Beschwerdemöglichkeiten und Zugänge.
27:57 Gavin Karlmeier
Kannst du erstmal pauschal bezahlen?
27:59 Martin Fehrensen
Ernster genommen? Genau, erstmal bezahlen, bevor du überhaupt angehört wirst. Naja, das ist also das, das spiegelt ja so ein bisschen diese, oder das ist eigentlich wirklich ein richtig schönes und anfallstrichendes Beispiel dafür, was sie sich da letztes Jahr im Januar irgendwie ausgedacht haben und was jetzt Unter Trump und einem mit diesem Rangewanzer an die US-Administration und an den neuen Zeitgeist dort in den USA, bla bla bla, jetzt wirklich ganz, ganz augenscheinlich wird. Ja. Schlimm.
28:29 Gavin Karlmeier
Und um es ein bisschen dystopischer noch zu machen, hat Meta selber angekündigt: das passt eine andere Geschichte, die ich aber gerne zusammen in einen Topf schmeißen würde. Sie haben angekündigt, dass sie neue AI-Tools einführen, um Werbeanzeigen aufzuspüren, die zum Material zu Sexellen. Kindesmissbrauch führen. Das ist deswegen sehr interessant, weil wir wissen, Meta hat große Probleme mit ihren Werbeanzeigen. Sie monitoren sie nicht richtig. Sie werden sehr schnell freigegeben. Wir wissen, dass es die Zahl gibt: 10% des weltweiten Jahresumsatzes, der durch betrügerische Werbungen eingenommen würde.
29:01 Martin Fehrensen
Scam.
29:02 Gavin Karlmeier
Exakt. Und Meta sagt selber: mehr als 97 Prozent der Inhalte gegen die Meta vorgeschlagen. Wurden von eigenen Systemen erkannt, was vor allem das CSAM, äh, CSAM -Material zeigt. Also, eben genau dieses Material, das Sexuellen Kindesmissbrauch zeigt und dass sie allein im ersten Halbjahr gegen 33,2 Millionen Inhalte vorgegangen sind. Das ist deswegen, finde ich, eine sehr interessante Geschichte, weil wir. auch immer wieder beobachten, wie der Schutz von jungen Menschen, von Kindern verwendet wird, um solche Tools zu installieren, die dann aber möglicherweise an anderen Stellen für andere Dinge genutzt werden können. Und dieses Tool, das sie eben einführen, Basiert eben auf einem LLM, das Signposting erkennen soll. Also Werbeanzeigen, die mit Codes andere Inhalte verkaufen wollen, als sie eigentlich darstellen. Also Ich sehe jetzt zum Beispiel tatsächlich immer mal wieder Werbungen, die mir Brokkoli verkaufen wollen. Und wir beide wissen, damit wollen sie mir nicht wirklich Brokkoli verkaufen, sondern möglicherweise Substanzen, die mittlerweile in Deutschland zwar legal sind, aber die nicht legal verkauft werden dürfen. Und dieses Signposting soll damit erkannt werden. Ich frage mich, ob sie damit möglicherweise auch gegen betrügerische Anzeigen vorgehen wollen. Klammer auf. Wäre mal ganz gut, Klammer zu. Oder ob sie diese installierten AI-Tools dann auch nutzen wollen, um damit gegen Inhalte vorzugehen, die vielleicht, wie du sagst, nicht mehr in den neuen Zeitgeist passen. Wir erinnern uns an die Geschichte von vor fünf Minuten.
30:32 Martin Fehrensen
Ja, auch genau, es ist gleichzeitig aber auch ein Beispiel dafür, wie, also ich will Meter da gar nicht in Schutz nehmen, aber wenn die Zahl jetzt gerade 32 Millionen war, 32 Millionen oder Ads oder ja Es ist einfach, die Skalierung ist einfach so brutal. Es ist einfach so unglaublich, wie viel Zeug dort gepostet wird, wie viel Zeug dort als Anzeige hochgeladen wird und so weiter. Und ich habe eine Anekdote aus einem Bekanntenkreis, Freunde von mir, die die versucht haben, sich mit Pilzen selbstständig zu machen, aber na, auch eben entsprechend nicht Psylus, sondern eben wirklich wunderbare Genuss Gourmet-Pilze und deren Geschäftsidee basiert eben auch darauf, okay, wir machen das hier in Niedersachsen, alles okay, klar, klein, klein, aber wir haben ja Facebook und wir können darüber vertreiben. So, und das haben die halt auch dann die ersten, keine Ahnung, drei, vier, fünf, sechs Monate hat das, glaube ich, wunderbar funktioniert. Und dann hat Facebook irgendwann gesagt: Moment mal, ihr verkauft ja Pilze. Also, nee, nee, das machen wir so nicht. Und dann haben sie denen von jetzt auf gleich quasi den Saft abgefahren. Abgedreht und damit war deren Geschäftsmodell dann an der Stelle auch beendet. Das ist jetzt die ganz verkürzte Variante, aber diese Facebook Ad -Geschichte ist tatsächlich so passiert. Und Genau, ich wollte nur sagen, bei dieser Skalierung ist es ja anscheinend unglaublich schwer, wirklich genauer hinzuschauen. Und deswegen natürlich setzen sie alles daran, irgendwie das mit KI irgendwie in den Griff zu kriegen. Und dass da aber dann oft das Angenehme mit dem Nützlichen würde, wie sagt man, verbunden wird, nämlich nützlich im Sinne von, da wollen wir unsere Policy dann durchbringen und lassen dann andere nicht mehr zu Wort kommen. Das kann ich mir gut vorstellen, weil man sich ja auch immer sehr leicht dann hinter solchen automatisierten Systemen verstecken kann, weil man dann irgendwie sagt, naja. Ach so, ja, das ist ein Fehler und das gucken wir uns nochmal an und dann wird das eine zurückgenommen, aber genau, in einem größeren Maßstab kommt es dann trotzdem weiter zur Anwendung. Das ist, glaube ich, etwas, was uns bei Facebook schon immer begegnet ist und was jetzt natürlich mit zunehmender Verschärfung von Policies. Dann immer weitere Fragen aufwirft, absolut.
32:39 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Wir hatten die Geschichte hatten wir erst bei der Promo für den Mask-Film. Wir hatten die Geschichte bei dem Theaterstück, die Virginia Woolf-Geschichte in Barcelona. Wir hatten das mit dem Konkurrenten von Bolsonaros Sohn in Brasilien, dessen Werbung nicht mehr freigegeben wurde. Also Es häuft sich, und was Sie hier ja auch festgestellt haben, es häuft sich nach einem relativ klar erkennbaren Muster. Das passiert irgendwie, also irgendwie werden Inhalte von News nicht eingedämmt, aber eben solche Inhalte schon.
33:12 Martin Fehrensen
Ja.
33:14 Gavin Karlmeier
Naja, kommen wir von News zu Muse. Das ist der Agent, der, wir haben ja letzte Folge über den Flausch im Internet gesprochen, den ich übrigens in Deutschland jetzt angeboten bekomme. Also, ich kann bei Instagram, wenn ich auf Teilen drücke, taucht bei mir schon das kleine Muse-Symbol auf. Das ist hier deren. Wenn ich draufklicke, steht auch: Möchtest du die App herunterladen? Offensichtlich eine vibe-gecodete Page, weil es gibt zwei Buttons zum Herunterladen, was ich interessant finde. Bemerkenswert daran ist aber, die App ist dem App Store noch nicht verfügbar. Das heißt, ich kann sie gar nicht installieren, aber ich werde zweimal gebeten, das zu tun hintereinander.
33:48 Martin Fehrensen
Ich glaube, es gibt auch noch keinen Termin, oder? Für den EU-Eintrennen zu können, soweit ich das weiß.
33:52 Gavin Karlmeier
Auch das nicht? Wahrscheinlich aus gutem Grund. Aber es gibt jetzt bei Muse ja die bemerkenswerte Besonderheit, dass du Muse bitten kannst, das komplette Dateisystem, das um für dich erstellt wurde, also alle deine Daten und Ordner und so, doch bitte zusammenzufassen und herunterzuladen. Das haben jetzt Menschen getan. Wyatt berichtet darüber. und haben sich mal angeschaut, was wird da eigentlich so, was werden da für Memories generiert. Wir wissen, viele dieser Chatbots und Agenten erstellen halt, haben Gedächtnisse über uns. Also wenn du dich jetzt irgendwie, wenn du regelmäßig mit ChatGPT oder Claude arbeitest, dann wird Claude irgendwann ungefähr wissen, was machst du beruflich, was erwartest du, was sind deine Dinge so, wer bist du? Die kannst du auch einsehen. Und es gibt beim Muse offenbar einen klaren Trend, was alles über dich gespeichert wird und was nicht. Und zwar geht es hier vor allem um deine Beziehungen. Also, wer sind deine Familienmitglieder, wer ist dein Partner, deine Partnerin, FreundInnen, KollegInnen, MitarbeiterInnen, Person, denen du folgst? Also, wie ist sozusagen dein soziales Netzwerk? in deinem Leben aufgebaut, um zu schauen, was könnte man daraus lernen über dich, was könnte man möglicherweise mit diesen Menschen anfangen. Also es ist offenbar sehr klar auf das persönliche Umfeld und andere Menschen in deinem Leben ausgerichtet, was ein anderer Schwerpunkt ist als eben Memories bei anderen Agenten.
35:14 Martin Fehrensen
Ja, ich habe das auch gelesen. Ich bin da zwiegespalten, weil ich glaube bei Genau, ich nutze klod für berufliche Zwecke, aber auch durchaus, um mal zum Beispiel eine Fahrradreise zu planen und so weiter. Und dann hatte ich neulich auch mal in meine Memories reingeschaut. Und da hatte Claude dann auch in meinen Memories reingeschrieben, hier der Michael, das ist der Bruder von Martin und der fährt auch Fahrrad und der fährt nicht ganz so schnell wie Martin, dafür ist er aber sehr viel schlanker. Und dann werden die sozusagen schon gleich auf das gleiche Tempo bei der Tour auf den Tag gesehen irgendwie zusammenfinden. Also, ich glaube, na klar, ähm, Muse von Meta und ähm, irgendwie soziales Netzwerk und immer darauf, äh, wird immer darauf stark abgehoben, irgendwie möglichst ein genaues Bild darüber zu bekommen, mit wem sind die bekannt. Also ne, wir erinnern uns auch an diese Dark Profiles, diesen Dark Profiles oder diese oder Shadow Profiles oder sowas, ne? Genau, wo wir dann von Freunden und Bekannten Profile angelegt wurden, die womöglich auch noch gar nicht auf Facebook oder so weiter sind. Also es gibt da diese Person, die hat gar keinen Account, den ich jetzt zuordne. kann, aber womöglich gibt es später dann die Möglichkeit, den Account zuzuordnen, wenn was eigentlich interessiert, wäre es.
36:29 Gavin Karlmeier
Handynummer und so, ja.
36:30 Martin Fehrensen
Ja, genau, also sowas. Dass das bei Meta jetzt noch stärker zum Tragen kommt, kann ich mir gut vorstellen. Ich sehe ja aber, dass das bei, selbst bei so einem Tour wie Claude, was jetzt gar nicht mal so. . Krass, irgendwie, wie zum Beispiel auch ChatGPT irgendwie auf so auf so Consumer aus ist. Also ne, Claud ist ja schon immer noch, finde ich, immer noch stärker berufsbezogen eigentlich. Ähm, und ChatGPT wird, na nicht umsonst, aber in einer Schule von meiner Tochter reden alle von Chetty die ganze Zeit, nein, alle reden sowieso die ganze Zeit von Chetty, aber ich krieg's also Ich nutze ChatGBT nicht, aber meine Kids sagen es halt jeden Tag und was sagt Chaty dazu, bla blub. Das heißt, die alle, die so consumer-faced sind und wirklich eher darauf aus sind, bei dir in der Hosentasche jeden Tag der ganz alltäglichen Aufgaben zu übernehmen, die sind krass daran interessiert. Profile zu erstellen und da führt natürlich auch dein Beziehungsnetzwerk, spielt er eine tragende Rolle. Und deswegen fand ich das gar nicht so wild jetzt, die Nachricht. Gleichermaßen Also und auch dieses Rund, dass ich das runterladen kann, auch das war ja irgendwie für viele erstmal so, oh Gott, wie geht das denn? Aber am Ende des Tages, Muse basiert auf sozusagen einem Virtuellen Computer, so, ne? Du kannst da auf diesen Computer, Linux hat ja gerade seine Hochzeite, alle Freunde, die damals gesagt haben: Alter, hol dir Linux. Die werden heute bestätigt, weil alle Agenten auf Linux laufen und er sagt: Siehst du, jetzt ist endlich Linux? am start. So du hast zwar dich selber Linux bei dir auf deinem Mac, aber deinen Agenten nutzt Linux, siehst du, habe ich doch immer gesagt. Egal. So das heißt Natürlich kannst du auf diese virtuelle Maschine zugreifen und natürlich kannst du da sozusagen auch dann deine Dateien runterladen. Ich möchte das gar nicht verniedlichen und das muss jedem klar sein, dass wenn wir da Daten am Preis geben. dass diese Daten aggregiert aufbereitet werden und dass da wieder auch Social Graphen und so weiter entwickelt werden. Nur fand ich das jetzt metaspezifisch gar nicht so Eine krasse News. Aber vielleicht weißt du noch mehr und ich gebe gleich alles zurück.
38:26 Gavin Karlmeier
Also Das ist ihr Ding, diese Social Graphics zu erstellen. Und dass das aber bei Muse nicht passiert oder dass es bei Muse passiert. Ist erwartbar, stimme ich dir zu. Trotzdem auf eine Art überraschend, weil das eben, weil sie es so sehr in Flauschschub packen und so sehr verniedlichen und so sehr fair. vermenschlichen, dass du dem ja eigentlich, der Plan ist ja, dass du ihm nichts Böses unterstellst. Ich kann übrigens eine kleine Anekdote aus meinem AI-Speicher, KI-Speicher, erzählen. SI. SI, danke. Das ist aus meinem Sie-Speicher. Ich habe vor einiger Zeit so rumprobiert mit, es gab so ein virales Ding, dass du mit Chetty sprichst. Und dann sagst du einfach nur, hey, ich habe eine Geschichte geschrieben, willst du sie dir anhören? Ja. Dann wartest du eine Sekunde und sagst du, wie fandest du sie? Und dann wird allein durch Halluzination eine Geschichte erstellt. Und dann habe ich irgendwann gesagt, sag mal, heißt die Maus nicht Mimi. Und das wurde in meinen Speicher übertragen der inzwischen auch bei Claude steht, weil ich das irgendwann übertragen habe. Und es steht, also über mich sind vier Dinge gespeichert. Und eine Memory ist, in any story context. Name the Little Mouse Character Mimi. Das ist offenbar das Wichtigste.
39:39 Martin Fehrensen
Sonst dreht er durch. Sonst könnte ich der ja das Abo. Oh ne, ja, das ist so, es ist wirklich wild.
39:48 Gavin Karlmeier
Ja, wirklich. So, soviel zum Meta. Ich möchte mit dir leider über Ex sprechen wissen, weil es einen Trend gibt, den wir hier schon länger beobachtet haben. Wir sprachen über Jensen Wang, wir sprachen über John Turnus, den neuen Apple-CEO. Und jetzt kommt auch noch Casey Newton, einer der, ich würde sagen, Top-Voices der Social Media Berichterstattung, ein Blogger aus den USA. Kommt zurück zur Ex.
40:12 Martin Fehrensen
Im englischsprachigen Raum.
40:14 Gavin Karlmeier
Ja, genau, im englischsprachigen Raum. Er ist sozusagen der Martin Fehrenssen von drüben. Die Geschichte ist dir vor drei Jahren Ex verlassen, so wie viele von uns. Und hat dann aber festgestellt, warte mal, da ist ja irgendwie immer noch was los, ich komme mal lieber wieder zurück. Kurzversion. Und das ist so ein Trend, der sich gerade so durchzieht. Und ich frage mich, wie lange wird den Widerstand noch aufrechthalten können?
40:43 Martin Fehrensen
Naja. Ja, ist brutal. Ich habe mich tatsächlich sehr geärgert, als ich das gelesen habe. Gestern war es, glaube ich, in seinem Newsletter zu lesen. Und ich finde auch die Begründung irgendwie shady, weil warum muss er selber posten, sich selber dort sozusagen artikulieren. Er könnte auch einfach mitlesen, weil erstmal seine eigene Begründung war ja Da würden die also ne beim Thema KI wird sich jetzt in dem nächsten Jahr, in den nächsten zwei Jahren werden ganz viele Regeln getroffen werden, die dann maßgeblich die weitere KI-Entwicklung prägen. Und bei dieser Entwicklung möchte er gerne dabei sein. Und weil nun mal diese ganze KI-Entwicklung in allererster Linie auf X debattiert wird, weil das eben weiterhin, wie du gerade beschrieben hast, vor allem für viele Entwicklerinnen und Entwickler aus dem Silicon Valley und auch für viele Policymaker und so weiter, der der Spot ist, wo man sich eben trifft. Möchte er da mit dabei sein und dort zugegen sein und mitlauschen? Ehrlich gesagt, egal ob man das dann über ein Drittangebot, was immer mal wieder eingestampft wird, nitter und so weiter, tut, oder ob man dann sich selber mit einem Fake-Profil dort als rich mit einem Recherche-Account eben tummelt und sich dann da mitliest und horcht und Finde ich legitim. Das mache ich selber auch. Ich poste dort nichts, habe aber einen Recherche-Account, weil das ist mein Beruf und so ist es auch Caseys Beruf, sozusagen da das alles im Blick zu behalten. Ich finde es aber einen Unterschied, ob du dann sozusagen selber wieder Teil dieses Games sein möchtest, indem du dich dann selber einbringst und selber womöglich auch, keine Ahnung, dafür darum wirbst, irgendwie gesehen zu werden, dass deine Arbeit wieder gesehen wird, dass du wieder Leute auf deinen Cases fallstellen. jetzt auf seinen neuen Podcast bei NPR Maschengott. Hab gestern noch gesehen, auf X hat er schon seinen neuen Header mit Maschinengott. Wunderbar, ist alles schon Shiny Crisp aus. Auf Blue Sky ist noch sein alter Hard Fork Header. Ja, ja. Blue Sky war gestern scheißt der Hund drauf. Genau, also das finde ich schwierig, weil es, und da sind wir wieder bei der alten Debatte sozusagen, dann gerade solche wirklich exponierten Persönlichkeiten wie Casey Newton mit, ich glaube, über 300. 000 Followern dann auf X. der übrigens auch auf Blue Sky hat, also da hat er eigentlich gar nicht so viel weniger Reichweite, eben dazu beitragen, dass so eine Plattform und dass in der Verlängerung dann eben Personen wie Elon Musk legitimiert werden in ihrem Tun. Ja, und jetzt eine Frage, wie lange können wir da noch dagegen halten? Ehrlich gesagt, ich plane nichts dergleichen. Ich sehe das mit meiner, das mit so einer Haltung Reichweite und ähm dass man damit Reichweite einbüßt, dass man da auch ein Stück weit Sichtbarkeit und auch vielleicht sogar auch finanzielle Einbußen hat, weil bei mir war es auf jeden Fall so, dass ich über Twitter damals mir mein Netzwerk aufgebaut habe, von dem ich heute mit meinem Newsletter weiterhin profitiere und da einfach wahnsinnig viel Sichtbarkeit herstellen konnte für meine Arbeit, für die Themen, für die ich brenne. Und dass diese Sichtbarkeit an keiner Stelle, also ne, nicht bei LinkedIn, nicht bei Blue Sky, nicht bei Mastodon, nicht bei Instagram, nicht bei YouTube wiederhergestellt werden konnte. Das heißt, das ist de facto so. Nur glaube ich, sind die Vorzeichen mittlerweile auch komplett anders. Ich weiß auch gar nicht, ob Casey sozusagen mit der daran anknüpfen kann, was vor vier Jahren X oder Twitter war, was er sozusagen da an Reichweiten herstellen konnte, sondern er ist jetzt in einem komplett anderen Fahrwasser da unterwegs. Und mir gefällt das überhaupt nicht, dass er das macht. Ich weiß nicht, ob das Teil von NimD jetzt mit NPR war oder so, dass sie gesagt haben, naja, springen wir über deinen Schatten, wir müssen da irgendwie präsent sein. Aber genau, ich
44:29 Gavin Karlmeier
bei der Vorgeschichte von Ex und NPR.
44:31 Martin Fehrensen
Ich bin richtig ein bisschen sauer auf ihn, Entschuldigung, Gavin, aber ich bin richtig ein bisschen sauer auf jeden Fall.
44:35 Gavin Karlmeier
Lass es raus, ich verstehe das. Bei der Vorgeschichte zwischen Ex und NPR würde ich das übrigens ausschließen. Althakis erinnern sich. Aber ich fühle das. Auf der anderen Seite ist dieses Dilemma, wird natürlich, verlagert sich jetzt ein bisschen. Weil früher war das ein Statement, Ex zu verlassen. Ich glaube, diese Wirkung hat es ein bisschen verloren, weil auch Ex zumindest. im deutschsprachigen Raum, zumindest für viele Bereiche, die Einschränkung erkläre ich gleich, eigentlich keine relevante Plattform mehr ist. früher auch vielleicht in vielen Bereichen nie war. Aber eben in dem, was wir tun, glaube ich, spielt es in Deutschland gar nicht mehr so eine große Rolle. wie noch vor fünf Jahren, sechs Jahren, sieben Jahren. Also wenn du heute massiv aktiv auf Ex veröffentlichen würdest, wäre der Impact auf deine wirtschaftlichen Aktivitäten kleiner, als er noch vor einigen Jahren war, würde ich unterstellen. Gleichzeitig ist das in den USA offensichtlich ein bisschen anders. In den USA ist die relevante Techbubble dort immer noch unterwegs. Das heißt möglicherweise ist es gar nicht so einfach, sich noch dagegen zu entscheiden und das zum politischen Statement zu machen, wenn der Effekt dadurch so mittelgroß ist, weil das ist dann das Argument, das man auch bei. heute auch bei TikTok ziehen kann, naja, entweder du bist halt dabei oder andere nehmen halt deinen Platz ein. Und dann gibt es vielleicht für Menschen, die selbstständig tätig sind und gerade in so einem umkämpften Markt unterwegs sind, vielleicht einen inneren Druck dort stattzufinden. Ich stimme dir übrigens zu, ich habe auch überhaupt gar keine Ambitionen und werde das auch, werde sich auch auf absehbare Zeit überhaupt nicht ändern. Also ich habe absolut keine Lust, da zu publizieren. Habe aber, als diese Meldung kam, mal so aus Interesse bei so deutschsprachigen CreatorInnen. Einfach mal so geguckt, was ist denn, wenn die Dinge veröffentlichen, weil wie sieht denn die Kommentarspalte aus? Und das hat genau fünf Minuten gedauert, da war mir klar, das ist absolut indiskutabel. Man braucht da nicht hingehen. Du kriegst. Eigentlich nur Zorn von offensichtlich Menschen, die entweder uninformiert sind oder uninformiert tun, um hier Unruhe zu stiften. Und das ist ja keine Umgebung, in der man sich bewegen möchte. Hm.
46:39 Martin Fehrensen
Ja, genau, Deutschland hat es irgendwie noch diese, also wirklich maximal unangenehme Komponente von diesen ganzen Ja , also ich meine, jeder, der irgendwie auf X in den letzten Wochen mal unterwegs war, weiß, wie sozusagen das Niveau der Debatte da an vielen Stellen ist. In den USA sehe ich tatsächlich auch berufsbedingt oft Threads die sehr, sehr also Okay zu lesen sind. Also das ist erstmal ein Thema. Also ne, es gibt wirklich Inhalt. Und ich es ist nicht nur ein ewig langer Schauer, der einem über den Rücken gleitet. Und Gleichermaßen ist aber da natürlich auch diese ganze Elon Musk-Fanbase mit all den Kryptozahlzaren und so weiter extrem dominant und ich kann nicht so richtig einschätzen wie es dann wo jemand wie Casey ist, wenn man dann wieder das reguläre Posten anfängt, ob man wirklich dann gut strukturierte, ordentliche, zielführende Debatten dort erlebt. Oder ob es wirklich eigentlich auch nur ein einziges Ja, aber du bist gegen Elon Musk, also hol dich der Teufel, Thread Word. Ja, ich geh ich kann es also genau, das kann ich, dass ich für für ihn da an der Stelle auch überhaupt gar nicht abschätzen und in in Deutschland bin ich gucke ich mir tatsächlich zu wenig solcher Dinge an, wie du sie gerade beschrieben hast. Ich glaube, so ganz normale Creator gucke ich mir gar nicht an, sondern ich versuche dort vor allem die politischen Dimensionen zu erfassen. Also die ganzen Akteure aus der Aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum schaue ich mir an. Auch natürlich wahnsinnig viele und auch viele sehr erfolgreiche und auch viele Leute, die wirklich eine Reichweite mittlerweile aufgebaut haben, wo ich denke gesagt habe, wie kann das im Leben sein? Also Na, auch Journalistenkollegen, die am extrem rechten Rand stehen, gar nicht mal die allerprominentesten Figuren, die jetzt auch abends in den Talkshows sitzen. Sondern wirklich Leute, die keine Ahnung, vielleicht irgendwie eine Moderation haben, irgendwo seit 1, was weiß ich, die haben irgendwie 300. 000, 400, 500. 000 Follower, ist völlig irre. Also ich hatte zu meiner Hochzeit damals bei Twitter irgendwie glaube ich 11. 000 oder sowas. Klar, das sind dann auch irgendwie nischere Themen, irgendwie Tech und so weiter, noch nicht die große Weltpolitik erklärt, aber brutal. Und ich glaube nicht, dass Dass wir sozusagen, solange Elon Musk diese Firma führt und eben auch diese politischen Interessen hat, die er nun mal vertritt. dass wir dort noch wieder einen Fuß auf die Erde kriegen mit sozusagen nuancierter Berichterstattung aus dem Linksliberalen Spektrum, so im Weitesten. Also das kann ich mir nicht vorstellen.
49:16 Gavin Karlmeier
Und solange Elon Musk die Plattform ja auch so führt, wie er sie führt, ist sie ja de facto ein autokratisches Regime. Indem auch einem Casey Newton jederzeit der Reichweitenhahn abgedreht werden könnte. Und das wäre kein Novum, sondern das sind einfach Vorgänge, die immer schon wieder passiert sind und über die wir häufig auch berichtet haben. Deswegen, ich stimme dir zu, man kann wütend sein, man kann aber auch die Person. Perspektive vertreten, dass er vielleicht ein bisschen Druck spürt. Dazu interessant finde ich übrigens.
49:43 Martin Fehrensen
Aber ich glaube, ich glaube, Casey ist, glaube ich, Millionär. Also da müssen wir, also ich weiß nicht, was für einen Druck der verspürt. Also, das ist jetzt mal so. Vielleicht hat er nur das in Aktien irgendwo noch sozusagen, aber dem geht es richtig gut. So, ich glaube, der verspürt keinen wirtschaftlichen Druck. Der ist nicht in einer irgendeinen prekären Situation. Dass er sich überlegt, wie kriege ich denn bloß noch diesen Newsletter jetzt zum Laufen? Bei NPA stand jetzt neulich, bekommt er für seinen neuen Podcast mit seinem Kollegen Kevin, einen soliden siebenstelligen Betrag dafür, dass jetzt dieser Podcaster läuft. Also der hat, was hat der für einen Druck? So, das ist einfach, ja, wenn er noch mehr verdienen möchte, wenn er die Welt noch größer sein muss für ihn. Bitte sehr, dann mach da wieder mit und legitiere mir so jemanden wie Elon Musk. Aber am Ende des Tages muss sich, glaube ich, auch mal vor Augen führen, welche Leute wirklich Druck haben. Also damit meine ich jetzt gar nicht, ne, ich möchte Wir unterhalten uns ja nur noch oft genug privat und das möchte dich da jetzt gar nicht mit irgendwie wie soll ich sagen mich da über dein Wording sozusagen aufregen, sondern nur nochmal erklären, wo Casey steht. Und der hat keinen Druck. Also der, klar, möchte der noch erfolgreicher sein. noch berühmter und noch mehr Geld haben. Okay , also das ist sowieso geriere ich jetzt, aber ich glaube Druck hat der, also finanziellen Druck hat der garantiert nicht.
51:02 Gavin Karlmeier
Ja, aber auf der anderen Seite, klar verstehe, jetzt gehen wir so in so Küchentischpsychologie, ne? Ich will nur einen Satz noch sagen. Ich glaube, dass der Druck ja immer von deinem Standpunkt ausgeht. Und du bist, ich glaube, wenn Geld irgendwann keine Rolle mehr spielt, dann geht es um Sichtbarkeit. Du siehst ja an Elon Musk. So wie Elon Musk sich auf dieser Plattform gibt Müsste er ja nicht tun, weil wo kommt der Geltungsdrang her? Er ist der reichste Mensch der Welt. Er hat mittelgut bis gut laufende Unternehmen, zumindest was die Wirtschaftlichkeit anbelangt. Er hat eine massive Sichtbarkeit, die er auch ohne Besitz der Plattform X hätte. Er hat politischen Einfluss. Aber genau, aber ihm reicht es nicht.
51:37 Martin Fehrensen
Ja, naja, vielleicht habe ich genug meditiert mittlerweile, dass ich sage.
51:42 Gavin Karlmeier
Gut. Vielleicht sind das die sechs Monate, die du älter bist als ich. Oder wie viel du älterst? Weiß gar nicht, ob du älter bist als ich, aber vielleicht ist das die Ruhe, die sich irgendwann einstellt in einem.
51:53 Martin Fehrensen
Ich bin Jahrgang 98. Laut W Social.
51:59 Gavin Karlmeier
Was steht denn in der Grockipedia über dich, ist da die Frage. Weil die Gracipedia bitte. Die war ja relativ lange, lag die Brach. Jetzt berichtet The Verge, dass tatsächlich da wieder Bewegung stattfindet. Also zum Beispiel, welche Seiten neu aktualisiert wurden, sind die Seite zu Honolulu. Die Seite zu Barack Obama und die Seite von Elon Musk, nachdem mehrere Monate dort gar nichts passiert ist, SpaceX AI, solange sie noch so heißen, haben sich bislang noch nicht dazu geäußert. Und es wurde seit Februar auch nichts mehr kommuniziert. Also Musk selber hat seit Februar nichts mehr veröffentlicht zum Thema Grogipedia, was interessant ist, weil Elon Musk extrem fleißig ist, seine Dinge zu bewerben. Also offenbar haben wir die, die diese Plattform, dieses ich weiß gar nicht, Schmuddelinstrument tot erklärt, bevor es tatsächlich angefangen hat zu stinken. Obwohl, es hat immer gestunken.
52:54 Martin Fehrensen
Ich glaube, ich habe damals genau einmal diese Website besucht, als das in den Medien war und danach auch schon fast gefüllt vergessen und dann gab es irgendwie so einen Artikel bei Wired oder so, wo die gesagt haben, es passiert gar nichts und genau drei Tage später kam dieses, wir überarbeiten jetzt das Design und dann also Ich weiß nicht. Für mich ist Grookipedia a politisches Instrument , um die Wikipedia for to work to erklären. Und mehr steckt initial nicht dahinter. And mittlerweile is aber Grog ja selber als Als KI-Instrument deutlich stärker im Fokus, als ich es für möglich gehalten hatte. Ich hatte gedacht, auch das wird sozusagen so ein. Keine Ahnung, die anderen KIs sind alle zu woke und wir machen deswegen Grog, aber es ist erstmal nur so ein politisches Statement. Aber Grog hat sich ja wirklich ähm Also ne, was heißt, ja, also es gehört einfach mit zu den größten Modellen, die die Welt momentan nutzt. Und jetzt mittlerweile auch noch mit einer mit der Idee an verschiedenen Stellen sogar andere Modelle, wenn sie dann vielleicht zu der Fragestellung besser passen. Also ne, dann irgendwie. . von OpenAI oder Anthropic oder so weiter, von denen Antworten mit reinzunehmen. Also das ist schon spannend, was bei Grog an sich passiert, bei dem KI-Modell, aber Groupipedia, ich hab das, ich weiß nicht, ich bin nie.
54:17 Gavin Karlmeier
Was Grokipedia ja vor allem getan hat, weil du es politisch Instrument genannt hast, da würde ich zustimmen, dass es Momente gab, in denen Chat-GPT aus der Grokipedia zitiert hat und dementsprechend es die Möglichkeit gab, offenbar mit Hilfe der Groquipedia, Trainingsdaten anderer Chatbot-Modelle oder Sprachmodelle. So ein bisschen zu verseuchen, zu verpesten, Gegengewichte zu setzen, die unter dem Deckmantel, das wir sind nicht vogue, irgendwie eine Legitimation erzielten. Ja, aber der Vollständigkeit habe wollte ich das zumindest mal melden. Ich hab noch zwei Dinge, dann sind wir aber auch durch für heute. Das eine ist, dass die Bundesregierung einen Gesetzentwurf beschlossen hat gegen digitale Gewalt. Und das ist erstmal eine Meldung, die, glaube ich. Überfällig ist. Also es wird neue, wie heißt es, Straftatbestände geben. Und zwar die Verletzung der Intimsphäre durch Bildinhalte, konkret, das wird ein Verbot von sexualisierten Deepfakes sein. Was möglicherweise auch bei Grob dann nochmal zum Thema wird. Die Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch täuschen Inhalte. Also, wenn ich jetzt einen Deepfake von dir erziele, in dem du keine Ahnung, 36 Möhren gleichzeitig ist und du bist aber eigentlich jemand, der aktivist ist, um Möhren zu verbieten, dann wäre das, ich weiß nicht, wo dieses Beispiel herkommt, dann wäre das etwas, das deine Persönlichkeitsrechte. Verletze und damit möglicherweise zur Straftat wird für mich, die ich begangen habe. Dann eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch vorgetäuschte Identität. Das ist eine Geschichte, die möglicherweise auch im Zusammenhang mit der Collin-Fernandes-Geschichte steht, bei der wir einen relativ ähnlich gelagerten Fall erlebt haben. Und die unbefugte Überwachung mittels Informations- oder Kommunikationstechnik um Cyberstalking mittels GPS-Trackern. Also alles Dinge, die, glaube ich, für ein Miteinander in einer modernen, digitalisierten und kIsierten Welt vermutlich notwendig sind.
56:17 Martin Fehrensen
Ja, also ich muss gestehen, ich habe diesen Gesetz, habe das noch nicht in Detail gelesen, aber alles, was du beschreibst und was ich jetzt selber dazu gelesen habe, klingt erstmal sinnvoll und längst. Überfällig. Und vieles, was in der Vergangenheit Frauen und ähm andere Bevölkerungsgruppen, die da massiv drunter zu leiden hatten, ähm erdulden mussten, lässt sich dadurch nicht ähm ja geschehen machen oder wie sagt man das das das
56:49 Gavin Karlmeier
Ungeschehen.
56:50 Martin Fehrensen
Ungeschehen machen Traumata, die da erlitten wurden, lassen sich dadurch nicht ungeschehen machen. Aber zumindest ist es eine Entwicklung in die richtige Richtung, um da vielen an vielen Stellen endlich mal das wirklich als das anzuerkennen, was es ist, nämlich Gewalt, die unter Strafe gestellt werden muss.
57:10 Gavin Karlmeier
Genau, das muss jetzt erstmal noch durch den Bundestag. Aber ich glaube auch, solche Dinge brauchen wir einfach. Und ich finde, das klingt jetzt vielleicht total abgebrüht und so. Ich bin eigentlich fast überrascht, dass es dann doch so schnell ging, dass wir da ein Gesetz bekommen, das nicht nochmal fünf Jahre dauert, um noch mehr Traumata auszulösen und noch mehr Verletzungen auszulösen und noch mehr Menschen.
57:30 Martin Fehrensen
Ich glaube vieles, also schnell, schnell im schnell mit Blick auf die Debatte, die um Colin Fernandes hochgehocht ist, aber es war ja auch schon vieles parallel in der Mache. Also das war sozusagen ja etwas, was Glaube ich, ne, dann da nochmal insgesamt den öffentlichen Blick hingelenkt hat und man hat dann irgendwie auch, Onkel Werner hat dann vielleicht endlich mal verstanden, dass das wirklich ein Thema ist und dass das gar nicht funny ist, was er da macht. Und irgendwie weiß was ich, sondern aber es war ja schon, genau, war ja schon wirklich auch vieles insgesamt in der Mache und dieses Thema haben die, glaube ich, haben die, glaube ich, auf der Agenda. Na, also weil wir haben jetzt, keine Ahnung, in den letzten zehn Jahren uns viel zu oft verwundert die Augen gerieben, wie viel später die Gesetzgeber dann mit Dingen mal um die Ecke kommen und die Plattformen längst schon weitergezogen sind. Teilweise gab es Gesetze geführt zu Dingen, die irgendwie im digitalen Alltag der Menschen gar keine Rolle mehr gespielt haben. Aber hier sind wir, glaube ich, an einem Punkt. wo das doch recht deckungsgleich ist und es gerade durch KI natürlich noch zunehmend eine Rolle spielen könnte und von daher Voll gut. Man kann ja sich auch mal freuen und mal loben und sagen, dass sie das im Blick haben. Ist sehr erbaulich.
58:43 Gavin Karlmeier
100 Prozent. Und dann habe ich noch eine letzte Meldung, die wir in der letzten Folge angesprochen und dann am Ende nicht erzählt haben, weil Stefan und ich uns irgendwo bei Richard David Brecht. verloren haben. Und zwar geht es um das Clipping. Das ist ein Phänomen, das eigentlich relativ groß und verbreitet im Netz ist. Also CreatorInnen Oft bezahlen sie dafür gar nichts oder bezahlen kleine Kleckerbeträge dafür, dass die komplette Community aus ihren achtstündigen Twitch-Streams oder aus ihren neunstündigen Podcasts Ganz viele kleine Clips erstellt und die über alle Plattformen hinweg veröffentlicht. Das führt zu einer gewissen Content-Schwemme und gegen diese Content-Schwämme geht YouTube jetzt vor. Denn YouTube möchte offensichtlich das Clipping einschränken, indem sie sagen, dass das Empfehlungssystem so umgebaut werden soll, um das Shorts-Erlebnis für alle zu verbessern. I wish it shortness for all to forbid me air fashion gedanky, but that's another thing for another time. In which they said that creator in the eye commentary , or storytelling bringing, but even not there. mit fremdem Content als Clips versuchen sollen, Reichweite aufzubauen. Und das ist ein Move, den kennen wir von Instagram schon. Auch dort arbeitet man daran, OG-Content irgendwie zu pushen und Fremdcontent aus deiner aus deiner Timeline zu verbannen, indem deine Reichweite damit eingeschränkt wird, wenn du den Content anderer Leute reproduzierst. Und das macht YouTube jetzt hier auch. Also sie sagen, geringfügige technische Anpassungen oder vorlagenbasierte Änderungen würden am Ende zu einer Einschränkung der Sichtbarkeit führen.
01:00:20 Martin Fehrensen
Ja, ich muss gestehen, ich bin zu wenig auf Shorts unterwegs oder in Shorts. Und Kann diese Schwämme nicht so ganz nachempfinden, aber finde es auf jeden Fall ja bemerkenswert, dass die Unternehmen, und genau du hast ja gesagt, das ist jetzt nicht bei YouTube nur so, sondern bei den anderen auch Dass das wirklich anscheinend ein so gigantisches Problem ist, dass sie hergehen und sagen, das verhagelt den Leuten die User Experience und führt dazu, dass sie weniger Zeit auf unserer Plattform verbringen. Also muss das weg, weil was einen anderen Grund gibt es ja nicht. Es kann ja nur diesen Grund geben, dass sie irgendwie festgestellt haben, dass die Retention dann schlecht ist und dergleichen. Genau, von daher spannend. Ich habe bei Kollegen Broderick da mit Garbage Day, am da lese ich auch mal viel, was ich gar nicht so direkt verstehe, aber da gab 's ja dann auch irgendwie Wahnsinnig viel Ja, also wahnsinnig viele Leute, die auch mit diesem Clipping irgendwie selber so berühmt geworden sind. Also ähm, ne, die als als ähm Genau, ich muss gestehen, dieses Phänomen ist in all meiner Aufarbeitung dessen, was gerade mit Blick auf KI bei uns passiert. etwas an mir vorbeigegangen. Ich finde aber diesen Mechanismus spannend, weil es ist meistens eine relativ hohe Schwelle, bis die Unternehmen eingreifen und sagen, nee, wir verändern jetzt aber die Plattformlogik hier bei uns. Und da muss schon wirklich viel passiert sein mit Blick auf die Clips. Aber ich hoffe, dass wir auch nachher 2000 Clips aus diesem Interview machen und dann überall unterwegs sind und mit meinen mit meinen hottesten Takes vorwärts und rückwärts super viele Leute auf meinem YouTube-Kanal und auf meinen Insta spülen und wir dann Mega-Fame-Welt. Und auf meinen Ex natürlich, wenn ich wieder zurückgehe und Casey sage, was ich das für einen scheiß Move finde.
01:02:08 Gavin Karlmeier
Liebe Hackis, fühlt euch frei Clips aus dieser Episode. rauszuspielen bis zum Umfallen. Tatsächlich, es gibt noch möglicherweise einen anderen Grund. Denn Business Insider schätzt, dass man für eine Million Short-Aufrufe ungefähr 1000 bis 4000 US Dollar bekommt. Geld, that YouTube dafür auszahlen muss. And gleichzeitig is es aber auch Geld, that's an original creator in the entge. When you as original creator, also the gefühl hast, mir entgate just geld, weil alle anderen mit meinem Content gerade mehr verdienen Oder mir sozusagen was abgreifen, könnte das möglicherweise zu einer Frust führen, der am Ende die Plattform zu spüren bekommt. Das heißt, ich glaube, das hilft auch ein bisschen dem Klima zwischen Plattform und Creator. Und aber auch der Plattform weniger Geld auszahlen zu müssen. Weil wenn es eben so viele Leute gibt, die mit Clipping so viel Geld verdienen, dann ist es vielleicht auch eine wirtschaftliche Entscheidung zu sein, oh, vielleicht lassen wir das mal.
01:02:59 Martin Fehrensen
Ja, spannend. Und dann haben wir auf jeden Fall, machen wir echt das falsche Geschäft. Also, jetzt ist anscheinend vorbei, aber
01:03:10 Gavin Karlmeier
diese Episode.
01:03:11 Martin Fehrensen
Klingt erstmal ganz lukrativ.
01:03:13 Gavin Karlmeier
So. Martin, vielen Dank, dass du da warst. Das war sehr, sehr schön mit dir und ich hoffe, du kommst nochmal wieder.
01:03:19 Martin Fehrensen
Ja, unbedingt. Und ich möchte auch, dass du es nicht Audienz nennst, sondern dass wir unbedingt das öfters machen. Ja, vielen lieben Dank für die Einladung, Gavin.
01:03:29 Gavin Karlmeier
Wenn ihr das hier hört, dann ist ja vermutlich Freitag. Das heißt, heute und morgen könnt ihr mich auf der Republika in Düsseldorf erleben. Eintritt ist frei. Und morgen am Samstag nehmen wir dort nämlich live eine Episode mit Dennis Horn und Nicole Diekmann auf, die ihr dann aber hier auch am Montag hören könnt. Und die nächste reguläre Episode kommt dann nächste Woche Mittwoch mit Caroline Schwarz. Ich wünsche euch ein ganz tolles Wochenende. Passt auf euch auf, macht's gut und bis dahin. Danke dir.
01:03:52 Martin Fehrensen
Ciao, ciao.