Folge 639 · 12. Oktober 2026 · 57 Min.
Ein besseres Internet ist möglich! Aber wie? (live von der re:publica)
mit Dennis Horn und Nicole Diekmann
“Ein besseres Internet ist möglich!”, diesen Satz wiederholt Markus Beckedahl ständig. Wir lieben ihn, aber wir müssen ihn auch sezieren, denn die Frage ist ja auch: Wie?
Wir haben in “Haken dran auf der re:publica”-Manier Thesen mitgebracht und nehmen sie gegenseitig auseinander. Alles im Sinne des besseren Internets. Hoffentlich.
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Düsseldorf!
- „Ein besseres Internet ist möglich“ – aber wie?
- These: Mehr Grillparty, Vereinsheim und Kneipe statt Internet
- These: Inhalte und Kontakte von Plattform zu Plattform mitnehmen
- These: Internet-Schöffen statt Plattformräte
- These: Digitales Ehrenamt anerkennen
- These: Erst lesen, dann kommentieren
- These: Wir brauchen den Karlmeier-Algorithmus
- These: Forschung braucht Zugriff auf alles – auch auf DMs
- Nachhak: DSA-Strafe gegen X, Reddit schränkt RSS und API ein
- These: Jede:r entscheidet selbst, wie der Feed sortiert wird
- These: Convenience ist wichtiger als Infrastruktur
- Das Spiel Boygroup ist durchgespielt: Braucht es neue Ideen?
- Chatbots als neue Convenience?
- These: Wer Öffentlichkeit herstellt, muss sie moderieren
- Thesen: Geltendes Recht durchsetzen, Kill-Switch für jede Funktion
- These: Mehr Steine in den Weg legen
- Live am 8. Dezember in Köln & Verabschiedung
Transkript
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00:04 Gavin Karlmeier
Hallo Nicole!
00:11 Speaker 2
Ich denke, für heute einigen wir uns auf Nike.
00:15 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Hallo Dennis, grüß dich Gavin.
00:19 Gavin Karlmeier
Hallo Düsseldorf Wir befinden uns hier auf der Bühne der Republika in Düsseldorf und haben die Ehre, gemeinsam jetzt eine Stunde miteinander zu sprechen. Zu dritt das Publikum, das hier im Raum ist, ungefähr 12. 000 Menschen, dürfen sich heute Abend auch beteiligen. Und wir haben uns für heute ein besonderes Thema überlegt, aber ich werde euch natürlich jetzt noch vorstellen. Und Dennis wollte irgendwas sagen.
00:40 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ich wollte sagen, du hast Bühne gesagt und jeder, der das hört, sieht nicht dieses wundervolle Zelt. Das ist eine der schönsten Locations, in denen wir bisher waren.
00:45 Gavin Karlmeier
Das stimmt. Bis jetzt.
00:48 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Stimmt, aber dazu gleich mehr.
00:50 Gavin Karlmeier
Dazu später mehr. Wir sind heute hier zusammen mit Nicole Diekmann, die ich bin erstaunt, dass du dich noch herablässt zu Haken , nachdem du ja jetzt eigentlich Stammgästin bei Anne Will bist. Journalistin, Korrespondentin vom ZDF und eigentlich federführende Stimme des deutschsprachigen Internets, würde ich sagen.
01:11 Speaker 2
Also ja, natürlich, was sonst? Das willst du unterstreichen in aller Bescheidenheit. Vielen Dank, Gavin. Wer hat diese Woche nochmal gesagt, er käme nur oder vergangene Woche erkäme. Oder viele Gäste came wegen des Intros zu dir in dem Podcast.
01:22 Gavin Karlmeier
Das war Stefan.
01:22 Speaker 2
Dem schließe ich mich an.
01:23 Gavin Karlmeier
Gut, danke. Und Dennis Horn, der muss ich glaube ich wirklich nicht vorstellen.
01:27 Speaker 2
Ach, aber mich.
01:30 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Dennis Horn
01:31 Gavin Karlmeier
, ehemaliger stellvertretender Programmchef 1 Live, hat lange davor den Podcast Hakenren mit Gavin Karlmeyer gemacht und ist jetzt privatier.
01:41 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Haben wir uns für heute so ausgedacht.
01:44 Gavin Karlmeier
Wir werden heute gemeinsam, weil wir das als Tradition anerkannt haben, im Rahmen der Republika mit Thesen beschießen. Und haben die Thesen heute unter einen Satz gestellt, den wir uns von Markus Beckedal ausgeliehen haben. Ich habe ihn gefragt, er hat gesagt, mach doch. Und das ist die größte Form der Anerkennung, die man von Markus Beckedal bekommen kann. Denn Markus Beckedal sagt immer, ein besseres Internet ist möglich. Und das ist ein Satz, den wollten wir uns gerne so ein bisschen mal heute vornehmen und überlegen, na wie denn eigentlich? Und haben uns alle Thesen überlegt und ihr dürft gerne hier im Saal zelt diese Thesen anfechten, wenn ihr das möchtet. Und ich möchte mit der ersten These einsteigen. Die erste These lautet: Wir sollten mehr auf Grillpartys ins Vereinsheim und in der Kneipe als im Internet abhängen. Ist eine These von dem Kollegen Dennis Horn.
02:30 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja, soll ich Sie erläutern noch?
02:32 Gavin Karlmeier
Bitte.
02:32 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Also es gibt ja Studien dazu, wie der digitale Raum Hemmschwellen senkt. Und meine Wahrnehmung oder Die, die ja häufig auch immer wieder beschrieben wird, Steffen Mauer auf der Republika, gestern Nils Kumka, so diese so polarisiert ist das ja alles nicht. Also gar nicht um zu beruhigen, weil es gibt Probleme, aber dieser Polarisierungsgrad der Gesellschaft ist nicht so messbar, wie man sich das vorstellt. Und wenn wir jetzt auf Grillpartys gehen, im Vereinsabhänger oder in der Kneipe. Es ist meine Wahrnehmung, sind andere Gespräche möglich und wir machen es zu selten, weil wenn wir das in uns so aufsaugen würden. Würden wir dann, wenn wir wieder ins Internet gehen, mitunter anders mit Menschen umgehen? Und ich glaube, das täte uns gut. Das häufiger zu machen.
03:25 Gavin Karlmeier
Nicole?
03:28 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Von links so gesehen.
03:30 Speaker 2
Aber voller Respekt natürlich den Fall. Das ist in der Theorie, funktioniert das und klingt das super. In der Praxis habe ich zwei Einwände. Erst Erstens, es ist eine Kapitulation, also zu sagen, ja, im Internet ist es halt schlimm, dann versuchen wir uns außerhalb des Internets aufzuhalten, dann wird es vielleicht besser. Und das zweite ist. Da spielen die Algorithmen ja nicht mit. Du hast im Vereinsheim andere Algorithmen als im Social Web. Also du kannst da natürlich friedfertig und differenziert auftreten im Social Web, wenn du dann vom Von der Tennisvereinsparty dich einloggst aus, aber oder danach. Aber dann kommst du ja de facto nicht mehr vor.
04:12 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ich geb dir bei beidem recht und würde sagen, deswegen ist es ja nur eine These von mehreren. Und die funktionieren nur im Konzert aller Thesen. Ne, das ist ja tatsächlich so. Also Du kommst dann auch mitunter wieder in den digitalen Raum und triffst dort auf die alten Mechaniken und das kann dann sehr schnell wieder zurückflippen. Also ich glaube, das geht nicht, ohne auch andere Dinge zu betrachten. Der Einwand ist gekauft, das stimmt.
04:39 Speaker 2
Und ich will noch was sagen, es mag sein, dass. In der Breite betrachtet, die Polarisierung nicht so krass ist, wie sie sich für Individuen anfühlt, beziehungsweise, und das ist mein Punkt Für bestimmte Gruppen. Und ich glaube, dass deswegen niemandem gedient ist zu sagen, in der Breite ist es ja gar nicht so schlimm.
05:02 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Also gestern war Nils Kumka hier auf der Republika und er hat das auch gesagt. Also das ist erstmal nur eine Betrachtung dieser Mechaniken, aber es gibt die Gruppen, die darunter leiden. Und denen ist alleine mit dem Punkt nicht geholfen. Und trotzdem glaube ich, dass für den Einzelnen es zu etwas führen kann wenn er sich andere Umgebungen gibt und offener dadurch auf Menschen grundsätzlich zugeht. Ich glaube, das kann abfärben in gewissen Teilen.
05:36 Gavin Karlmeier
Ich verstehe die These. Ich habe nur ein bisschen die Sorge, dass wir da eigentlich gerade gesellschaftlich eher auf einem anderen Pfad unterwegs sind. Also dritte Orte schließen überall. Egal ob es das Vereinsheim oder die Kneipe ist, sie werden immer weniger.
05:50 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Weil wir ja zu wenig da abhängen. Ich stärke damit auch die Vereine und die Kneipen.
05:57 Gavin Karlmeier
Okay, Dennis. Nein, ich habe so ein bisschen die Sorge, dass man da eigentlich an einem ganz anderen Punkt ansetzen muss und dieser Kampf im Moment sehr schwierig ist. Gleichzeitig aber dadurch der Effekt aufs Internet verhältnismäßig klein. Okay Nächste These.
06:15 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ihr steigt mir ein bisschen düster ein, möchte ich sagen. Ein besseres Internet ist möglich. Nee.
06:20 Gavin Karlmeier
Naja, deine These war, ein besseres Internet ist möglich, wenn wir nicht mehr mitspielen. Hey, wenn wir in die Kneipe gehen, ist das Internet viel besser. Die nächste These kommt, glaube ich, von dir, Nicole. Soll ich sie vorlesen oder möchtest du? Gut. Wir sollten alle unsere Inhalte und Kontakte von Plattform zu Plattform mitnehmen können.
06:37 Speaker 2
Ja , weil wir dann diese Diskussion nicht hätten, die ich ja auch führe und sehe und lebe. dass bestimmte Orte, nennen wir sie X, eigentlich von uns gar nicht mehr benutzt werden sollten, weil da Leute rumhängen, mit denen wir eigentlich nichts zu tun haben wollen. Gleichzeitig, das sage ich als AfD-Berichterstatterin, sind da die Leute, über die ich berichten muss, sprich, Hätte ich alle meine Kontakte mitnehmen können und meine Post zum Beispiel zu Blue Sky, das ich ja bekanntermaßen auch kritisch sehe, aber sei es drum, dann wäre Blue Sky vielleicht nicht so leer, wie es im Vergleich zu X ist.
07:19 Gavin Karlmeier
Da habe ich eine kleine Gegentese, bevor wir die großen.
07:22 Speaker 2
Aber die will ich gar nicht hören.
07:23 Gavin Karlmeier
Ja, ist okay. Dennis, was meinst du? Nein, ich glaube, dass das Problem der Dieser Emptiness von Blue Sky eher daher rührt, dass wir durch den Wegfall von X gemerkt haben, dass wir diese Form des Internets, des Social Webs vielleicht gar nicht mehr so brauchen. Also dass wir uns daran gewöhnt haben, aber als Twitter dann weg war, haben wir uns gefragt, naja, was vermissen wir denn jetzt eigentlich? Und dann haben wir uns kurz Blue Sky angeguckt, viele, und gemerkt, naja, also das nicht.
07:49 Speaker 2
Aber das suggeriert eine Gleichzeitigkeit, also dass wir rüber oder auch nur einen zeitlichen Zusammenfall, also dass wir rübergegangen sind von X zu Blue Sky. Und dann da gemerkt haben, in dem Moment, dass wir es nicht mehr brauchen. Ich würde denken, es gibt, wir haben gemerkt, dass es nicht mehr funktioniert, weil es nicht so gezündet hat, weil wir uns das
08:12 Gavin Karlmeier
Ja, vielleicht fällt da beides zusammen, aber ich glaube, es gibt eine Trennung von Anlass und Ursache. Also ich glaube, wir sind zu Blue Sky gegangen, weil Ex nicht mehr tragbar war. Wir hätten aber wahrscheinlich mit der Zeit auch irgendwann die Begeisterung an Twitter verloren, weil das Internet sich so verändert hat, wie es sich verändert hat.
08:29 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ich frage mich gerade, was dieses Kontakte mitnehmen bedeutet, weil wenn ich mir dann die Liste darunter ziehe und dann gehe ich auf eine Plattform, wo ja niemand ist. Dann habe ich dann, also die müssen ja matchen. Also ein Kontakt wird ja da nur wirksam, wenn er auf der alten Plattform auch war. Das heißt, dieser Log-in -Effekt ist damit ja nicht gelöst. Also diese Herausforderung, Menschen dann irgendwie mitnehmen zu können, ich glaube, die Lösung wäre nur, wenn gegeben, auch mit dem, was. . Was für dich so dahinter liegt, wenn die Plattformen die Interoperabilität umsetzen würden, die wir von Ihnen haben möchten, dann müsste es aber bitte auch so schreiben.
09:09 Speaker 2
Setzt Telekolik Internet.
09:14 Gavin Karlmeier
Also ich würde aber sagen, im Kern hast du natürlich recht. Also wenn wir die Möglichkeit hätten, alle unsere Twitter-Kontakte automatisch auf Facebook anzufreunden, why not? Die Leute im Podcast sehen euren Blick natürlich. Und ihr wollt auch nicht drauf eingehen. Ist okay. Können wir weitermachen?
09:34 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Bitte.
09:35 Gavin Karlmeier
Okay. Wir brauchen Internetscheffen, habe ich aufgeschrieben. Und ich muss ein bisschen ausholen. Wir haben im Podcast schon sehr, sehr, sehr häufig über die Idee von Plattformräten gesprochen. Also einer. außerhalb der Unternehmen befindlichen Instanz, die über Entscheidungen mitspricht und miturteilt, die diese Plattform am Ende entscheiden und sie damit automatisch zur Legislative und Judikative und Exekutive gleichermaßen machen. Boah, den Satz habe ich mit dem Komma nach Hause gebracht. Ich bin selber erstaunt. Und ich habe die Idee der Plattformräte im Kopf immer so ein bisschen weitergesponnen und dachte. Also wir kennen das Beispiel des Oversight Boards. Das ist eine Unternehmung, die zwar unabhängig, aber von Meta dennoch finanziert ist. Noch. Die noch. Genau. Die aber de facto Entscheidungen treffen kann, die Meta zwingen kann, ihre Entscheidungen zu revidieren. Viele Leute sagen, und ich gehöre dazu, das ist erstmal im Kern eine gute Idee. Aber auch da ist es so, da setzt du halt ExpertInnen rein, aber mir fehlt da manchmal so ein bisschen der Blick der Leute, die die Plattform auch wirklich nutzen. Und mein Wunsch wäre, wir brechen die Idee des Plattformrates auf und machen aus der Idee des Plattformrates so ein Chefengericht. Okay
10:52 Speaker 2
, wer etabliert dieses Schöffengericht? Wer wählt die Schöffe aus? Wie viel Macht, Einfluss, Entscheidungsmacht? Haben diese Schöffen? Wie soll das konkret aussehen?
11:08 Gavin Karlmeier
Also, mein Paper ist noch nicht ganz fertig.
11:11 Speaker 2
Also, ich wurde hier eben gerügt, weil ich das Wort Interoperabilität nicht untergebracht habe in meiner
11:22 Gavin Karlmeier
Nein, das kann ich dir so im Einzelnen natürlich noch nicht dezidiert beantworten, aber ich habe das Gefühl, dass es vielen Leuten besser täte zu wissen, da ist jetzt eine Gewalt, die auch von Partizipation lebt, die eben nicht nur ExpertInnen sind. Ich blicke in tote Augen.
11:41 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Weißt du, woran mich das erinnert, an Community Notes, ehrlich gesagt. Und mal abseits von X, wo wir ja wissen, dass so die Policy drumherum eigentlich das Problem ist? Ja. Wissen wir aus der Forschung ja, dass die Idee dahinter mitunter eine sehr gute ist. Daran erinnert mich das.
11:59 Gavin Karlmeier
Nur größer.
12:00 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Genau, nur größer und irgendwie basierter und eingebunden in das System, das wir sowieso haben. Und da komme ich ja gleich nochmal mit meinem nächsten These auch drauf zurück. Das finde ich eigentlich eine gute Idee, weil wir aus der Forschung wissen, dass diese Form der Bewertung von Inhalten, der Kategorisierung, die da ja hintersteckt, des Aushandelns tatsächlich eine gute Idee ist.
12:30 Gavin Karlmeier
Habt ihr mal geschöpft? Sagt man so?
12:32 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Nein.
12:32 Gavin Karlmeier
Hat irgendjemand hier im Raum mal geschöpft? Ich glaube, es gibt gar keine Schöffen in Deutschland.
12:40 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Doch,
12:41 Gavin Karlmeier
weil sich niemand gemeldet haben.
12:42 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ich habe über Jan Böhmermann gelesen, dass er zum Beispiel Schöffel ist.
12:45 Speaker 2
Der Einzige. Aber nochmal, das ist ja nicht unwesentlich. Also Community Notes, das können wir ja alle. Das ist ja nicht institutionalisiert, sondern jeder, der sich berufen fühlt und jede Kann eine Community Note schreiben bzw. unterstützen. Du willst ja was Institutionalisiertes.
13:03 Gavin Karlmeier
Aber ich sage nicht, dass es immer dieselben Menschen sein müssen. Also nicht im selben Zeitraum und vielleicht auch nicht mal von Fall zu Fall.
13:11 Speaker 2
Aber du musst ja eine Ebene höher gehen mit der Frage, wer wählt die aus? Wer setzt die ein? Wer wählt die aus? Nach welchen Kriterien? Wer legt die Kriterien aus?
13:20 Gavin Karlmeier
Ja, das müssen wir bestimmen.
13:21 Speaker 2
Wir. Du und ich.
13:23 Gavin Karlmeier
Exakt.
13:25 Speaker 2
Also es ist ja wirklich keine unwesentliche Frage. Also deswegen habe ich eben gesagt, als du vom Oversight Board sprachst, noch Wird das finanziert von Meta? Auch da ist ja die Frage, wie lange läuft diese Finanzierung noch, wenn sie ändert, aus welchen Gründen ändert Sie und der Grund wird sicherlich nicht sein, dass Meta dann das Geld ausgegangen ist. Wir beide haben das nämlich auch schon mal im Podcast besprochen, dass sowas wie eine UNO So, als äquivalent dafür vernünftig wäre. Deswegen ist es ja total wesentlich, also wenn Elon Musk jetzt solche Schöffen einsetzen würde für X. Können wir uns ja ungefähr vorstellen, wie erfolgreich das Modell wäre.
14:03 Gavin Karlmeier
Stimme ich dir zu. Gleichzeitig kann das natürlich nicht auch ein rein basisdemokratisches Prinzip sein, weil das daran kranken. würde, wer daran teilnimmt.
14:10 Speaker 2
Das ist demokratisch, sind die Community Nodes, das ist das Gegenmodell.
14:13 Gavin Karlmeier
Ja, wobei die ja diese theoretisch zumindest Sicherheitsebene eingezogen haben, dass die Stimmen aufgeteilt werden auf unterschiedliche Lager und dann entschieden wird, gibt es Menschen, die eigentlich konträrer Meinung sind hier, aber die zum selben Urteil gekommen sind. Ich weiß nicht, ob das das Prinzip sein kann. Ich bin kein Soziologe.
14:30 Speaker 2
Also ich will die These auch gar nicht, ich finde die gut.
14:33 Gavin Karlmeier
Danke.
14:34 Speaker 2
Gerne. Aber damit die funktioniert, muss es halt wirklich wahnsinnig akribisch tatsächlich festgelegt werden.
14:41 Gavin Karlmeier
Ja, das fände ich gut. Und vielleicht müssen wir die digitalen Vereinten Nationen gründen. Kurz Dino. Wow.
14:53 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Das passt doch.
14:55 Gavin Karlmeier
Wir sollten digitales Ehrenamt an Ecken.
14:57 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ich sagte, da haben wir auch ein System, das wir irgendwie übertragen sollten. Weil irgendwie Sportvereine, die mit Ehrenamtler arbeiten, irgendwie tausende Euro Ehrenamtpauschale abgreifen und wer im Internet. . so die besten Ecken des Internets pflegt, bekommt stattdessen Hassnachrichten oder so. Ich habe mal rausgesucht, es gibt Eine Studie vier Jahre alt, nach der der Wert der unbezahlten Arbeit von Reddit-ModeratorInnen auf mindestens 3,4 Millionen Dollar pro Jahr geschätzt wird. Northwestern University.
15:34 Gavin Karlmeier
Von Reddit Moderator.
15:45 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Von unbezahlter Arbeit, die Leute dann irgendwie darauf machen, aber da sind ja Orte dabei, wie die Wikipedia OpenStreetMap, also Dinge, wo auch Administratorendienste hinterstecken, wo eine Aufgabe, Dinge zu verzeichnen drin liegt. Wir kennen alle diese Orte.
16:05 Gavin Karlmeier
Und das fängt ja schon mit Open Source Software an. Also auch das Programmieren von solchen Bibliotheken, die am Ende die Grundlage für riesengroße Teile der Wertschöpfungskette de facto sind. werden als Ehrenamt nicht anerkannt. Und da muss was verändert werden.
16:20 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ich frage mich manchmal, ob wir, also das ist ja in verschiedenen Bereichen so, wir reden im Podcast auch häufig darüber, dass wir auch das Handwerkszeug aus juristischer Sicht mit Dingen im Internet umzugehen, häufig schon haben, ist aber eher bei der Ausstattung zum Beispiel der Strafverfolgungsbehörden hapert. Und es nichts bringt, da jetzt noch irgendwie neuen Paragrafen, weiß ich nicht, zur Hasskriminalität, setzt die alten erstmal um. Und auch hier, wir haben ein System, mit dem wir umgehen könnten. Und auf einen Schlag, wenn wir das so erweitern würden, Strukturen im Internet, die es tatsächlich besser machen würden, stärken könnten.
16:59 Gavin Karlmeier
Mich erinnert das so ein bisschen an die Idee, vielleicht führt es doch davon weg, aber so als Anerkennung der Leute, die das Internet zu dem machen, was es ist. Hatten wir im Podcast mal die These, die Dirk von Gehlen mitgebracht hat, wo ich gesagt habe, ich bin sofort dabei, einen digitalen oder einen Internetnachbarschaftsverein zu gründen. Also, dass man sozusagen sich irgendwie. Du schüttelt schon wieder in den Kopf, Nicole. Warum? Okay, weil du nebenande eh so schlimm findest.
17:24 Speaker 2
Aber was ihr beide macht, ist, ihr nehmt die Plattformen aus der Pflicht.
17:29 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Nee, doch. Sie würden zum Beispiel dafür erschlossen werden, in so einem Modell diese Pauschale mitzufinanzieren? Ich würde die gar nicht aus der Pflicht nehmen. Ich finde aber tatsächlich so Internetvereine und sozusagen alleine auf diese Ebene der Leute, die sich da irgendwie zusammenfinden, zu zielen, das wäre mir tatsächlich zu klein. Also du müsstest natürlich mit diesem System irgendwie dafür sorgen, dass das Geld auch irgendwo herkommt.
17:52 Speaker 2
Aber das Geld ist da. Also wir reden von den reichsten Unternehmen.
17:56 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Das meine ich ja. Ja, aber
17:57 Speaker 2
da muss da niemand das Ehrenamt ausfüllen. Dann kann diese Unternehmen das Geld da reinstecken. wofür du Ehrenamtliche einsetzen möchtest. Warum? Warum sollen sich Leute ehrenamtlich darum kümmern, dass der Ton in den sozialen sozialen Netzwerken passt. Darum können sich die sozialen Netzwerke selber kümmern und Leute dafür anständig bezahlen.
18:18 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Aber es geht ja auch um Orte im Internet über die Plattformen hinaus. Wir reden ja nicht nur über Leute, die irgendwie Kommentarspalten moderieren. sondern wir reden auch über Orte wie eben die Wikipedia, wir reden über Foren, wir reden über kleine Betreiber, über Dinge, die irgendwo zwischen Journalismus und Community Management in einer bestimmten Region oder an einem bestimmten Ort landen, das ist ja größer als nur die Plattformen. Und deswegen glaube ich, ist das auch eine systemischere Frage. Gesamt Systemische Frage als nur Sich würde die Plattform definitiv in die Pflicht nehmen, aber Findet, was hier finanziert werden muss, geht ja weit über die Plattformen hinaus.
19:03 Speaker 2
Ja, dann würde ich, ich weiß, damit mache ich mich nicht beliebt, weil das gegen den Grundgedanken des Webs geht, aber dann würde ich tatsächlich.
19:11 Gavin Karlmeier
Gute Anwolration hier. Ich bin gespannt.
19:13 Speaker 2
Ja, mein Gott, ich schaffe die Fallhöhe selber.
19:16 Gavin Karlmeier
Ist ja das New.
19:24 Speaker 2
Wenn ich die Kapazitäten selber nicht stellen kann, mich darum zu kümmern, dass es vernünftig zugeht, in was auch immer ich da gründe oder betreibe, dann kann ich es nicht gründen. Dann kann ich es nicht online stellen. Ich finde, dass das, was im Netz passiert, mittlerweile gesellschaftlich so relevant ist und so einen negativen Impact hat, dass das eine Grundvoraussetzung sein muss.
19:49 Gavin Karlmeier
Ich merke, du hast bei Anne Wille gelernt. Wegen des Szenenapplauses.
19:54 Speaker 2
Was hast du denn mit Anne Ville? Als wäre ich im Vatikan gewöhnt.
19:58 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Be Anne Ville haben da die Leute nicht immer ihre Klaköre mitgebracht? Ja, klar.
20:02 Speaker 2
Ja, überleg's mal, warum ihr beiden nicht von mir eingeladen worden seid.
20:06 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Weil wir keine Klaköre haben.
20:08 Gavin Karlmeier
Wir haben ja nur uns. Nein, hier, aber ich glaube, es sind fast drei Diskussionen eigentlich. Die eine Frage ist: Erkennen wir Dinge wie Open Source Bibliotheken als Ehrenamt an? Da sind die Plattformen raus, auch wenn sie davon profitieren. Aber die Idee von Open Source ist eben nicht, dass eine Plattform dafür bezahlen muss. Weil das ist eben die Idee von Open Source. Aber als Gesellschaft zu sagen, dass es uns so viel wert, dass wir denen dafür zumindest Steuererleichterungen anbieten, würde ich sagen, ist als Gesellschaft eigentlich das Mindestmaß. Die zweite Ebene ist. Gibt es Plattformen, die auf unbezahlte Arbeitskräfte aufbauen, das ist ein Problem, das wir angehen müssen, das die Plattformen selber lösen müssen. Auch wenn wir dann andere Diskussionen hätten mit. . ClickworkerInnen, die in bewusst eingesetzt werden aus Staaten, in denen man dafür nicht elf Dollar die Stunde zahlt, sondern dreißig Cent oder so Und die dritte Ebene ist so die Frage der Anreize. Also wird es dann plötzlich ModeratorInnen geben, die das nur machen, um dafür das Geld zu kriegen? Vielleicht ja. Aber vielleicht muss man das hinnehmen und vielleicht ist das so, ich habe gerade darüber nachgedacht, dass es so. . Medien gibt, die dann so 500 Euro für jedes Bild bezahlen, dass man ihn schickt und dass sie dann abdrucken, weißt du? Also dass es eher so ein vielleicht auf Plattformene, als um dieses Anreizdilemma zu lösen, eher auf so eine Verlosungsebene ziehen könnte. Ich wollte es jetzt nicht derailen, aber. .
21:29 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Und ich finde, um aber dann wieder zurück zu Nicoles Punkt zu kommen, on-railen, mach. Also das ist ja Spider Man, so mit großer Reichweite kommt große Verantwortung. Und ich also Da geht es ja auch um Netz. Aber wir reden, da geht es auch um Netz. Wir reden aber ja nicht nur über Plattformen und Orte im Internet, die Reichweite und Öffentlichkeit herstellen. Also so ein Open-Source-Projekt ist ja schon was anderes und da kann man den Einwand von dir halt nicht so drauf anwenden. Es geht auch darüber hinaus. Ich kann mir schon vorstellen, dass es ein Teil dessen sein kann. Du willst Reichweite herstellen und du nutzt hier irgendwie die viralen Mechaniken und so weiter, dann gelten für dich diese Regeln.
22:12 Gavin Karlmeier
Und jetzt mache ich mir noch ein Fass auf. Ist es eine Diskussion, die im Zeitalter von TikTok macht Content Moderation größtenteils über AI? Wir haben bei GitHub. unfassbar viele Commits, die nur über Vibecoding entstanden sind, ist eine Diskussion, die nicht möglicherweise in fünf bis zehn Jahren gar keine große Rolle mehr spielen könnte.
22:32 Speaker 2
Kannst du das mal noch näher ausführen? Warum nicht?
22:35 Gavin Karlmeier
Naja, wenn wir auf der einen Seite eine unglaubliche Schwemme haben, weil jeder mit Hilfe von irgendwelchen. . Chatbots ohne Ende Content produzieren kann, also auch Open Source simulieren kann am Ende. Und du aber gleichzeitig die Content-Moderation gar nicht mehr auf die Schultern der NutzerInnen verlagern musst. Also ich schätze, dass auch bei Reddit Ehrlicherweise glaube ich eh längst, dass Reddit für Reddit, die ModeratorInnen, ein großer Dorn im Auge ist, weil sie schon feststellen, dass die Community aus dem Netzwerk etwas anderes machen möchte als das CEO. Dass wir eigentlich eine Diskussion führen, die sich vielleicht gerade. . Vielleicht sind wir zehn Jahre zu spät für die Idee.
23:12 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ich stelle mich aus der Affäre und sage, es geht hier ja nicht nur um Content-Moderation bei dieser Idee.
23:19 Gavin Karlmeier
Elegant, Dennis.
23:21 Speaker 2
Und außerdem bauen Dennis Thesen ja auch aufeinander auf.
23:24 Gavin Karlmeier
Ja, das heißt, Dennis Thesen können wir erst am Ende diskutieren. Wer einen verlinkten Text kommentiert, muss ihn erst komplett gelesen haben und dafür vorm Kommentieren drei Fragen beantworten müssen. Eine These von Nicole.
23:40 Speaker 2
Ja, und ich möchte anschließen , höchstens eine Meinung zu einem Thema, von dem man beim Frühstück noch keine Ahnung hatte pro Tag.
23:48 Gavin Karlmeier
Gut, ich stimme komplett zu und würde auch noch ergänzen, dass bei jedem YouTube-Kommentar daneben steht, wie viel Prozent des Videos gesehen wurde, bevor dieser Kommentar geschrieben wurde.
23:57 Speaker 2
So, da sind wir uns einig. Und tatsächlich. Ich glaube wirklich, dass du sowas regeln kannst. Dass du drei, in dem Moment, in dem ich etwas verlinke. Schicke ich der Plattform drei Testfragen dazu, die dann anschließend gestellt werden müssen an jeden, der dazu kommentieren will? Dann wäre diese Welt ein besserer Ort, bin ich hundertprozentig sicher.
24:18 Gavin Karlmeier
100 pro. Absolut.
24:19 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Wenn du sie falsch beantwortest, steht dann so: Nein, Nicole, so nicht. Nicht schon wieder, Nicole. Das ist meine These von später. Wir sollten NutzerInnen wieder mehr Steine in den Weg legen. Ja, weil also ich habe gedacht an diesen Moment bei Twitter, wo du, wenn du einen Link da reingepostet hast.
24:45 Speaker 2
Als links auch noch willkommen waren auf Twitter.
24:47 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Und dann angezeigt bekommen hast: Moment, hast du diesen Artikel wirklich gelesen, bevor du ihn teilen möchtest?
24:53 Gavin Karlmeier
Das war, wenn du retweetet hast, bevor du auf den Link geklickt hast.
24:56 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Und das hat dazu geführt, dass 10% mehr Leute diesen Artikel vorher noch gelesen haben.
25:03 Speaker 2
Nur 10%?
25:04 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja, nicht viel. Aber immerhin, wir wollen ja Schritt für Schritt das Internet besser machen. Und finde ich gut. Also, ich bin dabei.
25:12 Gavin Karlmeier
Ich finde gut, dass hier am Ende so das Düsseldorfer Papier entsteht, bei dem dann am Ende feststeht, was wir für Forderungen stellen, um das Internet zu verbessern. Schirm Herrn Markus Beckedall. Und dann
25:25 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Düsseldorfer Appell.
25:28 Gavin Karlmeier
Und wir aber gleichzeitig hier mit Synthesen reingehen, die dann das Internet ein bisschen weniger zu einem offenen Ort machen.
25:34 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Naja.
25:35 Gavin Karlmeier
Man kann nicht alles sagen.
25:37 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Irgendwo ist immer.
25:39 Speaker 2
Allem tot muss man sterben.
25:42 Gavin Karlmeier
Wir brauchen den Karl-Mayer-Algorithmus. Ich glaube, das ist eine These von mir. Also ich habe das im Podcast schon mal geschildert und für die, die gestern hier waren, ich habe es gestern auch schon mal ausgeführt. Wir haben das Internet eigentlich mittlerweile so in zwei Kategorien, vor allem das Social Web. dass du sagst, entweder gibt es eben diese For You-Page getriebenen Netzwerke, wie TikTok, wie YouTube Shorts, wie die Instagram Reels, bei denen es vollkommen egal ist, wem ich folge, sondern alles immer noch auf meinem Interesse basiert, Und wir haben die Netzwerke wie die dezentralen Alternativen oder was weiß ich, Xing möglicherweise. Also Netzwerke, die halt noch chronologische Timelines mitziehen.
26:15 Speaker 2
Und die krass abgehen, so wie Xing vor allen Dingen.
26:17 Gavin Karlmeier
Heftig geht Xing ab. Ich habe gestern im Raum eine Frage gestellt, wie viele Leute sind noch bei Xing aktiv? Was schätzen, wie viele haben sich gemeldet?
26:23 Speaker 2
Wie viele waren denn da?
26:24 Gavin Karlmeier
40. 000, 50. 000.
26:26 Speaker 2
40. 000? Dann haben sich drei gemeldet.
26:31 Gavin Karlmeier
Einer hat sich gemeldet.
26:33 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Und du musst dazu sagen, dass mehr Leute bei BeReal als bei Xing waren im Raum. Nämlich drei. Fand ich gut.
26:40 Gavin Karlmeier
Und noch mehr bei nebenan. de.
26:43 Speaker 2
Anne Will und nebenan de Ehe, das sind die roten Fäden heute bei dir.
26:46 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau. Und eigentlich. Nach meiner Vorstellung hatten wir eine goldene Ära des Internets hatten, des Social Webs, der sozialen Medien, in denen du algorithmische Sortierungen der Inhalte gesehen hast, die Menschen gepostet haben, mit denen du vernetzt bist, denen du folgst. Und das hat uns allen, glaube ich, besser getan, weil wir einerseits entscheiden konnten, wessen Inhalte wollen wir sehen, gleichzeitig uns aber nicht dem ausliefern, dass wir halt Glück haben müssen, ob da jetzt spannende Inhalte oben stehen oder nicht. Und ich will liebe Grüße an Moose Social ausrichten, die den nämlich mittlerweile installiert haben, diesen Algorithmus.
27:23 Speaker 2
Aber ist das nicht interessant, weil da ja immer das Gegenargument, dass der Echokammer war? Ja
27:29 Gavin Karlmeier
gut, aber das hast du durch interessengetriebene Netzwerke ja ganz genauso.
27:33 Speaker 2
Also ich widerspreche dir damit nicht, sondern sage, das Argument hat so nicht gezündet, sondern es trifft auf die Das jetzige Design auch zu und hat es nicht besser gemacht, im Gegenteil. Kann man mir folgen?
27:48 Gavin Karlmeier
Ja, aber auf diversen Netzwerken.
27:50 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Kommt drauf an, auf welcher Plattform habe ich auch gedacht.
27:56 Gavin Karlmeier
Was ist mit dir, Dennis?
27:58 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Also ich habe Sympathien für diese Forderung und für diese These. Ich glaube auch, also ich würde auch grundsätzlich so algorithmisch sortierte. Ich brauche das unbedingt chronologisch und nur chronologisch. Das sagen doch nur Journalisten, oder? Oder so Leute, die irgendwie das auch alles erfassen können mit dem ADOS. Ja, aber das ist dann auch der kleine Ausschnitt von Leuten, die mit genau solchen Umgebungen und der Informationsflut darin zurechtkommen.
28:28 Speaker 2
Aber in dem Moment von Breaking News sagen das alle. Aber
28:33 Gavin Karlmeier
auch in Breaking News Situationen haben diese algorithmisch sortierten Timelines funktioniert. Selbst auf Facebook. Also selbst auf Facebook hast du ja den Brand von Notre Dame oben gesehen.
28:42 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Deswegen, also was ich sagen wollte, ich finde immer erstmal. Algorithmisch sortierte Umgebungen in sich sinnvoll. Und zwar nicht so, wie sie jetzt sind, sondern wie ich sie mir auch beeinflussen kann. Und deswegen habe ich da erstmal Sympathien für. Gleichzeitig habe ich so ein Gefühl von verklärter Romantik, weil ich mich jetzt nicht an diese Situation vor zehn Jahren oder so erinnere, als wir in genau Den Karl-Mayerschen Algorithmusumgebungen gelebt haben.
29:12 Gavin Karlmeier
Ich finde übrigens, um das kurz einzuschieben, behalte den Gedanken.
29:15 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja.
29:15 Gavin Karlmeier
Der hat halt keinen Namen. Diese Form der algorithmischen Sortierung der Inhalte, die Menschen gepostet haben, denen man folgt, hat keinen Namen. Und deswegen würde ich das gerne als Karl-Mayer-Agormisch machen.
29:24 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Absolut, ich glaube auch, du hast gute Aussichten, dass das so kommt, weil es kommt ja nicht. Aber die Situation war ja nicht so, als hätten wir uns. Da nicht auch ständig darüber beschwert, wie aufmerksamkeitsgetrieben und furchtbar und so weiter das alles ist, oder?
29:44 Gavin Karlmeier
Ja, aber wir haben uns auch bei George W. Bush über diesen Präsidenten beschwert und heute wünschen sich ihnen manche zurück.
29:50 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja, ja, gut. Also, du willst sagen, es ist der George W. Bush unter den Algorithmen.
29:55 Speaker 2
Also, es ist wahrscheinlich beides oder von beiden etwas. Natürlich ist es eine Faktor.
30:01 Gavin Karlmeier
Beiden ist aber nochmal jemand anders. Es tut mir leid.
30:08 Speaker 2
Ich liege gerade kurz am Strand innerlich. Jetzt geht's wieder. Natürlich findet eine Verklärung statt. Also ich habe ein Buch geschrieben, wie schlimm Social Media ist, bevor Elon Musk überhaupt am Horizont aufgetaucht ist. Und da kommt dann das andere zum Tragen. Wir wussten ja nicht, wie schlimm es noch werden wird.
30:30 Gavin Karlmeier
Wir sollten ForscherInnen endlich Zugriff auf alles geben. Auch Direktnachrichten.
30:36 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Auch, ja, vielleicht. Also, nein.
30:39 Speaker 2
Wer sind denn wir? Du und Elon Musk?
30:42 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja, vielleicht. Ich würde mich mit ihm unterhalten und würde sagen, weil er ist ja immer der Meinung der letzten Person, die mit ihm in einem Raum war. Dann würde er es machen. Also es ist so, dass wir die ganze, ihr habt gerade selbst über Echokammern gesprochen und so und wir diskutieren immer darüber, ohne dass ForscherInnen wirklich mal da auch genauso reinschauen konnten. Und mir fehlt bei vielen Dingen, über die wir diskutieren, vielen Forderungen, die wir stellen, natürlich dann irgendwie auch bei unseren Forderungen, die Grundlage, das überhaupt so sagen zu können. weil die Plattformen das verwehren. Also wir wissen, wir haben jetzt die letzten Ausgaben in Hakendran häufiger darüber gesprochen, dass Facebook Oder Meta die Ergebnisse der hauseigenen ForscherInnen unter den Tisch kehrt, weil sie ein Problem wären für die Zahlen. Seit 2024 ist irgendwie Crowdtangle der Saft abgedreht, was für Forscher auf Meta-Ebene irgendwie die Möglichkeit war, sich da noch ein bisschen was Metaebene, ich verstehe noch ein bisschen was rauszuziehen. X verklagt Forschergruppen oder Organisationen, die das finanzieren, wenn die da irgendwie Daten versuchen, sich rauszuziehen, hat die Kosten für die API-Zugänge zum Teil auf zehntausende Dollar im Monat irgendwie erhöhen. 42. 000 Dollar, weil 42. 000, haha. So, und das ist alles ein Problem.
32:09 Speaker 2
Und wenn ich ergänzen darf Ich habe ihren Namen vergessen. Sie war vorletzte Woche im Podcast, hat lange bei Meta gearbeitet und hat berichtet, dass es bestimmte Fragestellungen, als sie noch für Meta gearbeitet hat, im Bereich Jugendschutz ausgerechnet, dass es bestimmte Fragestellungen schon gar nicht mehr gab, die Meta zugelassen hatten für ihre Forschung. Genau. Das ist ja nicht ein Hammer. Entschuldigung, jetzt wollte ich noch einmal dazwischen stehen.
32:32 Dennis Horn & Nicole Diekmann
So, und eigentlich hätten wir nach meinem Verständnis mit dem DSA sogar den Hebel
32:38 Gavin Karlmeier
Artikel gemacht. Und der schreibt genau das vor.
32:41 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Und ich sehe aber nicht, dass sich da irgendwie Groß was tut, so dass es wirklich auch eine Auswirkung hat.
32:48 Gavin Karlmeier
Ich kann an der Stelle ein kleines Nachhaken machen. Absolut. Weil ich immer sage, dass die einzige DSA -Strafe, die gegen ein nicht-chinesisches Unternehmen bislang verhängt wurde, gegen Ex verhängt wurde wegen der blauen Haken und das ist tatsächlich nicht nur wegen der blauen Haken, sondern auch wegen des Zugriffs für ForscherInnen. Wir haben die gesetzliche Grundlage dafür, wir kriegen es aber bislang nicht auf die Strecke. Gleichzeitig ist der Weg vermutlich relativ schwierig. Du musst einen Antrag stellen, damit du diesen Zugriff bekommst. Du kannst nicht einfach alles herunterladen, weil alle Angst vor Scraping haben. Dann sagten Elon Musk und vermutlich auch andere hinter verschlossenen Türen und vielleicht auch öffentlich. Die wollen ja nur ihre KI trainieren. Reddit hat angekündigt, eine Meldung, die ich seit drei Podcast-Episoden nicht drin hatte, weil ich sie vor mir hergeschoben habe. Jetzt kriege ich es rein. Dass Reddit die RSS-Feeds und den API-Zugriff einschränken oder sogar komplett einstellen wird, weil sie eben Sorge vor Scraping haben. Das heißt, es wird immer schwieriger, in diese Walled Gardens irgendwie reinzukommen. Und das macht es eben für alle Menschen, die darüber sprechen möchten, extrem schwierig, sich einen neutralen Einblick zu verschaffen, der über den Einblick hinausgeht, den sie in Ihrer Nutzungserfahrung eh bekommen.
33:55 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Mir fehlt ehrlich gesagt das Verständnis dafür, dass das nach. fünf Jahren immer noch Stand der Argumentation ist oder Stand der Debatte. Das kann also Dass Forscher da rein sollten, haben wir ja schon for einer ganzen Weile besprochen. Und die Sorge for scraping und Datenschutz, das war ja da auch schon Thema. Also es ist nicht so, als wäre da jetzt nicht genug Zeit gewesen, dann auch irgendwie seitens der Politik einen Rahmen zu schaffen. Mit dem daneben kein Scraping passieren kann und Forscher trotzdem den Zugriff haben.
34:26 Gavin Karlmeier
Ja, halten wir fest, der Zugriff für die Wissenschaft ins Internet wird immer Forscher.
34:30 Speaker 2
Dafür müsste die Politik ja überhaupt genug Ahnung davon haben, welchen Rahmen sie dafür schaffen müssten und was sie eigentlich bezweckt, oder?
34:37 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Unterschreibe ich.
34:38 Gavin Karlmeier
Ja. Ich würde kurz zu Anneke bevoren übrigens noch nachschieben, dass da vielleicht eine kleine Ausnahme gilt, weil sie eine Forscherin ist, die von einem dieser Unternehmen bezahlt wird und damit das Unternehmen natürlich auch ihren Arbeitsbereich festlegen darf. Sie hat aber daraus ja ihre Konsequenz gezogen und das Unternehmen verlassen, weil sie eben nicht mehr so forschen konnte, wie sie es für nötig erachten.
34:57 Speaker 2
Naja, weil sie in dieses Paradoxon gelaufen ist, von die bezahlen mich und ich soll ihnen aber quasi erklären Offiziell, welche Problematiken ihr ihre Plattform in sich.
35:09 Gavin Karlmeier
Genau, und eben das Dilemma, dass sie alles, was sie erforscht hat, am Ende dem Unternehmen, das Unternehmen in die Situation verlagert hat Zu wissen, was sie da anrichten. Das ist nicht gut. Wir sollten alle selbst entscheiden können, wonach unser Feed sortiert wird. Sagt Nicole Dickmann.
35:27 Speaker 2
Ja, also da sind wir, das hatten wir vor zehn Minuten. Ich hätte gerne eine chronologische Timeline. Alle, die es anders wollen, können es gerne anders haben, aber ich hätte gerne doch Einfluss darauf. Wie mein Feed funktioniert und nach welchen Kriterien.
35:44 Gavin Karlmeier
Ja.
35:44 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja.
35:47 Gavin Karlmeier
Convenience ist wichtiger als Infrastruktur, das ist eine These von mir. Und damit mache ich mir vielleicht nicht nur Freunde, aber ich muss vielleicht dazu sagen, was ich mit wichtiger meine. Damit meine ich nicht wichtig im Sinne von. Ey, dezentrale Netzwerke seien unwichtig oder würden vielleicht das Problem nicht lösen. Aber ich will ganz gezielt über eine Diskussion sprechen, die überall immer wieder geführt wird, wenn man über ähnliche Themen spricht. Nämlich darüber, hey, wie schaffen wir denn in Europa meine Alternative? Und diese Alternative wird, also man vermengt dabei so Dinge. Man vermengt dabei, dass Leute sagen, hey, wir haben doch hier das Fiddiverse oder wir haben das Add-Protokoll und wir haben ja schon eine Alternative. Vergiss dabei aber, dass es eben. . Naja, es gibt TikTok halt und Leute nutzen TikTok. Und damit meinen wir aber eigentlich, wenn wir über Alternativen über Alternativen in diesen Diskussionen sprechen, Wann schaffen wir denn mal ein breitennetzwerk, eine breiten Plattform anzubieten, die tatsächlich solchen großen Angeboten wie TikTok oder Instagram den Rang ablaufen könnte? Und mein Wunsch ist da in dieser These, dass man vielleicht Leuten dann auch ermöglicht, dann vielleicht doch auch eine vielleicht relativ nicht ganz so gesunde Alternative aus Europa zu bauen, weil man sagt, naja, es ist vielleicht auch sinnvoll, etwas Convenientes zu haben, das eben dann nicht aus China oder den USA kommt. Könnt ihr mir noch folgen?
37:05 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja, kann ich. Das ist ja der Türöffner. Also du kannst dir noch was so Gutes ausdenken, wenn das Ding nicht cool bedienbar ist. verlassen Leute diesen Weg der User Journey sehr früh.
37:21 Gavin Karlmeier
Und es geht, glaube ich, nicht nur um Bedienbarkeit oder Usability, sondern es geht am Ende auch darum, welche Idee hast du denn eigentlich? Ist deine Idee, wir haben auch nur Kurzvideos. Dann ist deine Idee vielleicht nicht so innovativ genug, dass Leute deswegen ihre bestehenden Plattformen einfach liegen lassen.
37:37 Speaker 2
Das Ding ist. . Erstens, wir haben Plattformen, die nicht so cool zu bedienen sind. Und da ist, finde ich. Im Nachhinein aus einem Problem eine Tugend gemacht worden und da wird jetzt sehr ideologisch argumentiert. Also, wer es nicht versteht, hat es halt nicht verstanden. Das ist das eine. Das andere ist
37:59 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja.
38:00 Speaker 2
Ja, wir sind uns, ich weiß, dass wir uns da einig sind. Und dann machen wir da halt nicht mit. So, das zweite ist, ich fürchte, der Zug ist komplett abgefahren. Nicht mal, ich melde mich noch bei jeder neuen Plattform an. Wir haben mittlerweile so ein Überangebot.
38:17 Gavin Karlmeier
Aber weil es immer more of the same ist. Also du bekommst halt. Wann hast du denn das letzte Mal, also wir hatten über diese Plattform geschrieben, mir fällt der Name nicht ein, vielleicht wisst ihr es noch, von diesem sozialen Netz, diesem Messenger-Dienst, bei dem du Vögel losschicken kannst, die dann. . Wie bitte? Roost Social, danke.
38:37 Speaker 2
Siehst du, dir fallen nicht mal mehr alle Namen ein.
38:39 Gavin Karlmeier
Nein, natürlich nicht. Aber das war immerhin , die Idee ist halt Quatsch, weil du schickst einen Nachrichten, die braucht halt neun Stunden, solange wie der Vogel, den du schickst, halt brauchen würde. Aber es war halt eine Idee.
38:52 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Wo man sich nur ein Jo hin und her geschickt hat den ganzen Tag.
38:55 Speaker 2
Wo hat man sich denn nochmal Bier geschickt?
38:57 Gavin Karlmeier
Beer with me.
38:58 Speaker 2
So, jawo sonst.
38:59 Gavin Karlmeier
Aber du hast ja kein Bier geschickt, sondern du hast da drauf gedrückt und dann haben die Freunde, die du da drin vernetzt hast, deinen Standort geschickt bekommen, um zu sehen, wo du gerade Bier trinkst.
39:07 Speaker 2
Ja, hat sich ja auch durchgesetzt. Also eine Wahnsinnserfolge.
39:11 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Biertrinken hat sich durchgesetzt.
39:12 Speaker 2
Wie sagst du das?
39:15 Gavin Karlmeier
Und dann ist seine These trotzdem, wir müssen wieder in Knarken gehen, Dennis. Aber naja.
39:20 Speaker 2
Also im Grunde sagen wir hier heute, das Internet wird ein besserer Ort, wenn wir das Internet verlassen.
39:25 Gavin Karlmeier
Nein, wenn wir gute Ideen wieder haben. Und für Ideen müssen wir eine Umwelt schaffen, in denen man Ideen haben kann. Und ich glaube, zu sagen, wir machen das, was andere machen, nur du brauchst einen Personalausweis dafür, ist keine Idee.
39:36 Speaker 2
Das wissen wir ja spätestens seit gestern. Aber ich fürchte, Entschuldigung, ich bin nicht auf der Höhe. Die Quantität, das Überangebot hat.
39:47 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Nee, ich widersprech dir.
39:48 Speaker 2
Die Begehrlichkeit zu spät.
39:51 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Nee, ich widerspreche Nicole.
39:52 Speaker 2
Ich bin auch noch gar nicht fertig.
39:54 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja, trotzdem. Wollte ich schon mal anmelden, gleich.
39:58 Gavin Karlmeier
Antrag auf Widerspruch.
39:59 Speaker 2
Quantität killt die Begehrlich oder das Begehren nach Qualität. Ich glaube, es ist vorbei. Es ist zu spät.
40:09 Gavin Karlmeier
Ich würde mit einem Ja-A beantworten. Weil also es gibt super viel Musik. Extrem viel. Es kommt jeden Tag mehr Musik dazu. Und Musik, die genauso klingt wie andere Musik, ist nicht interessant. Weil du immer das Gefühl hast, also jetzt mal mit aus, nehmen wir die Boygroups der 90er. Du hattest Ich weiß nicht, ob ich die Reihenfolge richtig hinkriege, aber du hattest Take That. Dann hattest du die Backstreet Boys, dann hattest du Inzink. So lange war das noch extrem spannend. Dann kam aber Westlife Boson, Coyote in the Act, East 17 und so weiter und so weiter und so weiter. Und die und so weiter, die fallen mir alle schon gar nicht mehr ein, weil es sich irgendwann abgenutzt hat, das Gefühl für Boygroups. Aber das hat ja nicht dazu geführt, dass ich Musik den Rücken kehre, sondern es hat dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte, das Spiel Boygroup ist durchgespielt.
40:54 Speaker 2
Aber jetzt stützt du ja meine These.
40:56 Gavin Karlmeier
Nein, ich will, nee, eben nicht, weil ich glaube, vielleicht ist das Ding, diese Art von Netzwerk oder von App oder von Angebot oder von Plattformen ist durchgespielt. Aber eine andere, eine neue Idee, die anders funktioniert, die irgendwie mit einem anderen Kniff daherkommt, die könnte uns nochmal begeistern. Ich glaube, als TikTok um die Ecke kam, hatte vorher keiner gedacht, ach, wir brauchen jetzt noch ein Netzwerk, in dem wir Videos gucken können.
41:19 Speaker 2
Weil es davon schon so viele gab?
41:21 Gavin Karlmeier
Ja.
41:22 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Also jede der neun Plattformen, die größer geworden ist, hat immer irgendein Problem der Leute gelöst, das vorher noch nicht gelöst war. Mit Internet, äh Internet, mit Instagram konnte man konnte man mit
41:37 Speaker 2
Internet App
41:37 Gavin Karlmeier
folgt mir auf Internet.
41:42 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Dennis Horn et Internet. So, ähm mit
41:47 Gavin Karlmeier
Ich finde das wäre ein guter Name für ein neues Netzwerk, das entsteht Von uns jetzt her.
41:51 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Instagram konnte man in der mobilen Welt irgendwie das Thema Fotos plötzlich beherrschen.
41:57 Gavin Karlmeier
Ja.
41:58 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Mit Twitter konnte man diese kleinen Netzwerke mit kurzen Nachrichten, das war vorher und das ging schnell, da hat Echtzeit, hat sich dann irgendwie drüber gelegt. Mit TikTok hattest du plötzlich diesen Stream anbieten. Also das hat immer irgendwas gelöst mit Snapchat plötzlich die Vergänglichkeit, weil Leute vorher das Internet vergisst nicht, satt waren oder so. So und jetzt Bis vor einer Weile hätte man gesagt, der Markt ist irgendwie gesättigt, dann wäre jetzt dein Argument. Was ich aber jetzt sehe ist Dass sich alle Leute bei Claude und ChatGPT und irgendwas anmelden. Plötzlich hast, das ist kein soziales Netzwerk, aber du hast wieder irgendwas Neues. Und dir geht es ja um einen allgemeinen Ansatz, Gavin, und nicht nur Um the next social network. Genau. Und deswegen sehe ich das schon erfüllt. Also die KI-Dienste, die die Sprachbots Chatbots, so. Sprachmodell , ich weiß auch nicht.
42:59 Gavin Karlmeier
Seitdem alle Chatbots benutzen, verlagern wir das Denken. Die
43:04 Dennis Horn & Nicole Diekmann
lösen etwas für Menschen und deswegen melden sie sich dort wieder in Scharen an. Und wenn die jetzt hingehen als Hersteller und machen irgendwas noch. . Noch größeres draus, was ChatGPT ja mit den Apps innerhalb dieser Plattformen irgendwie oder App-Ähnlichkeit innerhalb dieser Plattformen versucht, wenn da noch irgendwelche Social Media Funktionalitäten reinwandern, die noch mehr Für Vernetzung, sorgen und so weiter, dann kann das wachsen, weil die Dienste an anderer Stelle vorher ein Problem für die Leute gelöst werden, auf Kost haben, auf Kosten von Datenschutz, kein Personalausweis, keine Ahnung, weil das nicht der Punkt ist. Der Punkt ist Convenience.
43:44 Speaker 2
Ich komme bei dem Sprung von Social Web zu Chatbots -KI-Modellen überhaupt nicht mit.
43:50 Gavin Karlmeier
KI.
43:51 Speaker 2
K Entschuldigung KI. Hertus oder S I.
43:56 Gavin Karlmeier
S
43:56 Dennis Horn & Nicole Diekmann
I
43:58 Gavin Karlmeier
Oder wie sich die ganze Zeit gewünscht wird, dass wir Super-Duper Intelligenz endlich übernehmen.
44:03 Speaker 2
Wer wünscht sich das denn, Gavin? Nennen wir zwei. Die Hakis. Die alle?
44:06 Gavin Karlmeier
Ja, alle Hackis. Wir können kurze Abstimmung im Saal machen. Wer ist dafür, dass wir es übernehmen? Guck alle.
44:14 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Jetzt kamen gerade eine Zahl 15 Leute sehen.
44:19 Speaker 2
Hier hat gerade jemand ein Schild hochgehalten. Das sehen nur wir hier vorne mit einer 15 drauf. Das bedeutet, dass wir noch 15 Minuten Zeit haben.
44:26 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Nicole macht bei Haken dran die Audiodeskription.
44:28 Speaker 2
In diesen 15 Minuten versuche ich noch mal kurz eins zu erklären. Das Social Web ist ja was anderes als KI. So, wir müssen hier ja wohl bei den Basics anfangen, ganz offensichtlich. Aber dafür habt ihr mich. Dafür habt ihr mich.
44:43 Gavin Karlmeier
Nein, du hast natürlich recht, Nicole, aber
44:45 Speaker 2
ich höre euch schon zum zweiten Mal.
44:47 Gavin Karlmeier
Ja, und das stimmt immer noch. Der Punkt, den Dennis macht, ist, der Anwender.
44:54 Speaker 2
Spricht Gavin schon für dich, weil du.
44:56 Gavin Karlmeier
Nein, Dennis hat mich verteidigt, da muss ich ihn jetzt auch aus der Kacke holen. Den Punkt, den Dennis macht, ist ja, dass es darum geht, die Leute gehen nicht zu anderen Netzwerken, weil das das Schwächen ist. Hier kannst du dich mit dem Ausweis anmelden, sonst ist alles wie immer. Oder es gibt besonderen Datenschutz oder es gibt whatever. Sondern der Punkt ist, diese Apps bieten dir an, Versprechen zu lösen. Deswegen nutzen Menschen Chatbots. weil es dieses Angebot jetzt gibt, das für sie etwas ist. Und das kann natürlich auch in der sozialen Welt funktionieren.
45:28 Speaker 2
Nee, also die Analogie ist mir zu weit entfernt von Von einer konkreten Anwendung. Wir haben alle, wir machen alle, nutzen alle Social Media, erstens, um uns zu informieren, klar, aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, auch um uns zu präsentieren. Ja. Und weil es lustig ist, also so war es ja mal. War ja mal wirklich sehr lustig und kann ja auch sehr lustig sein. Nicht für alle. So.
45:51 Gavin Karlmeier
Zwei Menschen haben gerade den Saal verlassen.
45:55 Speaker 2
Empört? Man kann es von hier aus nicht. Nein, es wird noch gefunken. Aber KI wird doch für also das erfüllt doch ein ganz anderes Bedürfnis als Social Web.
46:09 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Mir ging es darum, dass vorher auch die neuen Dienste jeweils ganz andere Bedürfnisse erfüllt haben. Und sie waren dann ja. Sie lassen sich alle in irgendeinen Rahmen von Social Web füllen, aber das, was wir heute bei TikTok sehen, was ja rein zurücklehnen, leanback und irgendwie Konsum ist. Kann ich ja auch komplett ohne Social Web. Vielleicht hätte das damals unsere Definition von Social Web noch nicht mal erfüllt.
46:31 Speaker 2
Ja, dann unterschätzt du vielleicht die Eitelkeit, die hinter der Nutzung des Social Web bei jedem Einzelnen sitzt.
46:39 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Das weiß ich nicht, ob das wirklich so ist, weil in meiner Beobachtung der Großteil der Nutzerinnen und Nutzer die Plattform relativ passiv nutzt. Mir geht es darum, jeder hat ein Gesamtbudget an Nutzungszeit, den ich in irgendeiner Form für Medien nutzen kann oder für Dienste online und so weiter. Und wenn was Neues kommt und ein Platz auf dem Markt beherrschen möchte. Dann muss dieses Neue irgendeine Lösung für Menschen bieten, was vorher nicht gelöst wurde. Und nur dann wirst du groß. Und das ist das, was für mich in diesem Begriff Convenience einfach drin steckt.
47:13 Gavin Karlmeier
Oder wie Stefan Schulz, der Reed Hastings von Netflix zitierte mit. Unser Konkurrent ist der Schlaf. Also die Zeit.
47:22 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Denk mal drüber nach.
47:24 Gavin Karlmeier
Really makes you think. Concerning. Gibt es bis hierhin Gedanken im Publikum? Das ist nicht so. Alle eingeschlafen.
47:34 Speaker 2
Ja, wegen eurer Thesen.
47:36 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Größter Konkurrent auch von uns ist der Schlaf.
47:41 Gavin Karlmeier
Ich mache jetzt einen ganz wilden, blinden Teaser. Das bekämpfen wir noch in diesem Jahr. Da meldet sich jemand im Publikum. Ja.
47:49 Speaker 4
Nur ein Gedanke, Dennis, du sagst, ein Problem, was gelöst wird, ist das nicht eher so, dass wir gar nicht wussten, dass wir ein Problem haben?
47:59 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja. Ja, das gehört natürlich auch dazu. Vielleicht wird mir das eingeredet, vielleicht ist es gutes Marketing, aber am Ende sehe ich halt trotzdem eine riesige Menge von Leuten, die das irgendwie nutzen. Da wären wir dann jetzt noch bei der Definitionsfrage, was heißt hier der Begriff Problem? Und
48:22 Gavin Karlmeier
wir wissen ja spätestens seit dem iPad, dass die meisten Probleme, die Technologie lösen will, erst durch sie entstehen.
48:29 Speaker 2
Vielleicht ist auch Bedürfnis ein ganz gutes Synthesis.
48:32 Gavin Karlmeier
Das ist ein gutes Wort. Ja, sehr gut.
48:34 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Dass wir noch so versöhnlich enden jetzt.
48:38 Speaker 2
Wir sind noch nicht am Ende.
48:41 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Und wenn es versöhnlich war, dann war es noch nicht das Ende.
48:47 Gavin Karlmeier
Die nächste These lautet: Wer Öffentlichkeit herstellt, sollte sie verdammt nochmal endlich auch konsequent moderieren.
48:53 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ja, das sage ich. Ich finde, dass wir nicht gut in der Durchsetzung sind. Also ich würde es jetzt mal so. allen Anlast, also den Plattformen, die sich selbst mit der Argumentation des Plattformprivilegs irgendwie die ganze Zeit aus der Verantwortung stehlen. Da sind wir bei der Diskussion, die wir eben beim digitalen Ehrenamt Ich habe so den Eindruck, dass in den frühen Jahren des Social Webs viele Kinder in den Brunnen gefallen sind, was unsere Online-Debattenkultur angeht. Und dass man das nicht ernst genommen hat, was dort geschieht. Und ich würde das auch sehr selbstkritisch in Richtung Der Medienhäuser, für die wir mitunter auch arbeiten formulieren, also alle, die Öffentlichkeit herstellen , Und Kommentarräume sind verantwortlich dafür, dass die Party, die sie in ihrem Haus veranstalten, nicht irgendwann in Brand gerät. Und das machen wir bis heute nicht.
49:51 Gavin Karlmeier
100 Prozent Und wir wissen auch, und das sind ganz kleine Beobachtungen aus Kommentarspalten, aus dem Community-Building, dass wenn du es schaffst, den Menschen eine Art Safe Space zu bieten, sie irgendwann auch anfangen, sich selbst zu regulieren, weil sie sagen, wir haben hier einen Ton gefunden, wir haben ja einen Umgang gefunden und den würden wir ganz gerne beibehalten. Und wenn jemand da reinkommt. .
50:13 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Discord-Werbung jetzt!
50:14 Gavin Karlmeier
Auf wwwhhagmann. org findet ihr über 2350 andere Menschen, die diesen Podcast regelmäßig hören und ihn vor allem bereichern. Durch kluge Gedanken, durch kleine Witze, durch Einfach eine gute Zeit haben, kommt vorbei auf www. haknant. org. Dass diese Orte dadurch zu sicheren Orten werden, weil man irgendwann dafür gesorgt hat, dass sie sich sicher anfühlen für die Menschen, die dort sind.
50:38 Speaker 2
Wobei natürlich Menschen, die einen Safe Space suchen, auch nicht dazu neigen, aus einem Safe Space dann wieder einen Unsafer Space zu machen.
50:47 Gavin Karlmeier
Genau, aber das muss man ihnen einmal anbieten.
50:49 Speaker 2
Ich kann mich daran erinnern, dass ich auf der letzten Republika gesagt habe, wir hätten viel konsequenter, viel früher blocken müssen auf X und fand mich dann zitiert in der jungen Freiheit wieder.
50:59 Gavin Karlmeier
Haken dran wirkt.
51:00 Speaker 2
Macht nichts. Würde ich auch nochmal so sagen. Ich würde noch ein bisschen weitergehen. Ich sehe es genauso wie du. Auch unsere Arbeitgeber haben da versagt am Anfang, weil sie es nicht ernst genug genommen haben. Und mittlerweile ist mein Eindruck, dass sich die Debattenkultur, wenn man die überhaupt noch so nennen kann, in den sozialen Netzwerken, auch unter Posts eben dieser Arbeitgeber. So verschärft haben und so verroht sind und so schäppig sind , dass man ein weiteres Argument gefunden hat, sich da nicht mehr einzulassen. So, ne? Also das ist
51:36 Dennis Horn & Nicole Diekmann
sich selbst verstärkende Effekte.
51:38 Speaker 2
Ganz genau, ja.
51:39 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Ich will also dieses dieses nicht ernst nehmen. Das war dieser alte Gedanke, den wir, die wir irgendwie in den frühen Tagen des Internets schon dabei waren, auch dann immer so. bemängelt haben, dass all das, was dort stattfindet, irgendwie nicht ernst zu nehmen ist. Also man tut das dann so als die Internet-Kultur ab. Aber es ist kein Unterschied, ob Menschen sich dort treffen, oder vielleicht ist es ein Unterschied, weil dann Hemmschwellen sinken und so, wo wir eben drüber gesprochen haben, oder ob das im echten Leben, im vermeintlich echten Leben ist. Also diese Unterscheidung war schon immer das Problem, weshalb man dann die Räume nicht ernst genommen und dann nicht reingegangen ist.
52:16 Speaker 2
Aber die Frage ist, ob du genauso enthemmt im Richtigen Leben wärst, wenn du in einer Masse von 500 Leuten stehst und die benehmen sich alle daneben. Dann machst du vielleicht auch. Ja, absolut.
52:28 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Wir im Gegensatz zum digitalen Raum noch nicht. Im digitalen Raum haben wir Massen von 500 Leuten, die sich so benehmen. Im echten Leben treffen wir sehr selten darauf. Und weil ich den Ton annehme dessen, was um mich herum herrscht. Also ich bin das Ergebnis der Gruppe, in der ich bin, sozusagen. Passiert das im Internet und man hätte es vermeiden können.
52:50 Gavin Karlmeier
Und das ist aber ja genau der Kern der These, den du sagst, Nicole. Also ich bin da. Das ist genau die Beobachtung. Wenn du im öffentlichen Raum Räume hättest, im echten analogen, da wo es riecht, wenn du in diesem Raum 500 Menschen hast, die sich all daneben benehmen und du machst in dieser Dynamik mit. dann belegt das ja genau die These, warum das im digitalen Raum viel, viel stärker durchgegriffen werden muss, weil wir im öffentlichen Raum eben dadurch, dass wir als Gesellschaft so funktionieren, wie wir funktionieren, uns darauf einigen, dass es so einen Code of Conduct gibt, den wir hier miteinander haben. Also hier steht ja keiner und wirft mit dem Stuhl, weil er jetzt Bock drauf hat, mit dem Stuhl zu werfen. Aber wenn alle mit Stühlen werfen würden, dann würde sich vielleicht jemand finden, der dann denkt, ach, jetzt werfe ich auch meinen Stuhl. Bitte werft keine Stühle.
53:31 Speaker 2
Und das wiederum würde diese Debatte um eine Klarnamenpflicht aushebeln.
53:37 Gavin Karlmeier
Ja, ja, vielleicht. Also weiß ich nicht, ob Friedrich Merz das früh genug mitbekommen würde, um diese Debatte nicht nochmal anstoßen zu bringen.
53:43 Speaker 2
Ja gut, das kann nicht der Maßstab sein.
53:45 Gavin Karlmeier
Er ist der Einzige, der noch davon redet. Aber es gibt ja mittlerweile auch Tabellen mit Klarnamen im Internet. Naja. Binsenalarm. Geltendes Recht muss auch im Web durchgesetzt werden, sagt Nicole.
53:59 Speaker 2
Dem muss ich, glaube ich, nichts hinzufügen, das hast du ja im Grunde auch eben schon so gesagt.
54:03 Gavin Karlmeier
Gut. These von mir: Man sollte jede einzelne Funktion abschalten können. Und zwar nicht zentral, sondern jeder für sich. Ich möchte die Möglichkeit haben, weil die Frage ist ja, wie kriegen wir ein Internet besser? Ich möchte die Möglichkeit haben, dass ich nie wieder von Instagram Instants mitbekommen muss. Oder von Stories oder von Reels. Ich möchte für alles, für mich einen Kill-Switch haben.
54:23 Speaker 2
Kriegst du noch Instance von irgendwem?
54:26 Gavin Karlmeier
Ja. Die kriegt man ja nicht von jemand, sondern die sind ja für alle da.
54:30 Speaker 2
Ich sehe die nirgendwo mehr. Ich habe gedacht, die gibt es schon gar nicht mehr.
54:33 Gavin Karlmeier
Ich doch, die gibt es noch. Die sind direkt bei den Notes. Habt ihr ja, nein?
54:43 Speaker 2
Fünf Minuten noch.
54:45 Gavin Karlmeier
Ah, oh, dann gibt es noch jemanden im Saal, der eben deinen Gedanken zu irgendeiner der genannten Sachen hat. Gibt es nicht. Bevor wir jetzt noch eine These, oh doch, die These machen wir noch, weil die bindet uns, glaube ich, ganz gut zusammen ab. Von Dennis Horn. Wir sollten den NutzerInnen Zwischendurch öfter ein paar Steine in den Weg lesen.
55:09 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Die ich hiermit nochmal unterschreiben möchte.
55:11 Gavin Karlmeier
Ich bin da so ein bisschen indifferent bei dieser These, weil sie gleichzeitig wie Notwehr wirkt. Also sie setzt nicht da an, wie kriegen wir das Internet besser, sondern wie kriegen wir ein schlechtes Internet so. Dass es sich weniger schlecht anfühlt.
55:22 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Das würde schon gegen deinen Convenience-Pagrafen. Ja, das stimmt.
55:25 Gavin Karlmeier
Deswegen, da sind wir nicht ganz auf einer Linie, aber das müssen ja nicht sein, weil dafür sind wir ja Haken dran. Ich habe noch eine kleine Ankündigung zum Schluss zu machen. Wir werden in diesem Jahr ein letztes Mal auf eine Bühne gehen. Und zwar werden wir am 8. Dezember in Köln eine Location bespielen, die erstmal wahnsinnig groß ist für uns, muss man dazu sagen. Und vor allem bei jeder Person aus Köln, der wir davon erzählt haben, beantwortet wurde mit was? Das ist das sogenannte Touristerama, das ist ein altes Kino und ab jetzt, wenn ihr das hört, also Montag 5 Uhr, kann man Tickets dafür bekommen. Werbung Ende. Aber ich glaube, das wird ganz schön.
56:01 Dennis Horn & Nicole Diekmann
8. Dezember.
56:02 Gavin Karlmeier
Ja. So, sonst haben wir nichts. Hast du noch was auf dem Herz, Nicole?
56:06 Speaker 2
Nö, ich bin restlos glücklich.
56:07 Gavin Karlmeier
Dennis?
56:08 Dennis Horn & Nicole Diekmann
Schön war das.
56:08 Gavin Karlmeier
Das war ganz schön. Vor allem wegen euch Düsseldorf. Vielen Dank, dass ihr hier wart, dass ihr zugehört habt. Dass wir einen Podcast gehört haben. Wir hören uns wieder am Mittwoch. Caroline Schwarz. Ich wünsche euch einen ganz tollen Wochenstart. Oh, in KW 42. Macht's gut und vielen Dank. Tschüss.