Die Community Notes nehmen immer mehr Platz ein – und damit treffen wir einerseits auf die Verwicklung unserer Befürchtung, aber auch auf offene Fragen; zum Beispiel: Wenn die Community ein breites Meinungsspektrum abbilden sollen, wieso kann dann jeder mitmachen? Und wenn jeder mitmachen kann, wieso macht nicht jeder mit?
Außerdem sprechen wir mal wieder über das Fediverse und seine Reise nach ganz oben. Schöne Woche!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Na, wie war das Wochenende?
00:10 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ruhig. Schon, oder? Tatsächlich, ja. Also es gibt nicht so. . Wir hätten uns vielleicht mit der Sonderepisode zurückhalten müssen. Auf der anderen Seite. Waren das Themen, die nicht warten konnten? Dafür wird es heute ein launiger, leichter Einstieg in die Woche.
00:25 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
So, genau so ist das. Und wir müssen auch heute zu Beginn, ich meine, das ist ein Twitter-Podcast, jetzt sprechen wir dauernd über Mastodon. und Verzeihung dafür, aber die Entwicklung treibt uns und alles, was wir über Mastodon besprechen Hat ja immer, sagen wir mal so, Querverbindungen zu Twitter und passiert mutmaßlich auch Deshalb, weil wir gerade diese ganze Nummer hier bei Twitter sehen, die dort passiert. Jetzt können wir so ein paar weitere Player auf unserer Liste abhaken, die zu Mastodon gehen. Einer davon ist besonders interessant, zu dem kommen wir gleich, aber erstmal hier im Abhakenmodus Flipboard ist jetzt auch dabei. Integriert Mastodon, das ist diese Diese App, die so mit dem iPad groß geworden ist, wo man ja im Grunde eine Art schickeren RSS-Reader hat. Also so, ne? Die ganze Feed-Idee nur in Schick. Genau. So würde ich Flipboard nennen. So, aber die andere Idee ist bei Mastodon aufgetaucht als Information, und da robben wir uns mal langsam rein. Wir fangen an mit einem Menschen, der heißt Matt Mullenwick. Der hat jetzt einen Blue Sky-Account und der ist von Tumblr, der Kerl, und hat jetzt bei Blue Sky In seinem Handle eine eigene Domain. Das ist dort noch nicht besonders häufig anzutreffen, weil Blue Sky im Moment immer noch in dieser Testphase ist und die meisten haben diese Domain, wie heißt sie? B-Sky. social. So und er hat in seinem Nutzernamen M A Dot T T, also Matt So wie er mit Vornamen auch heißt als ein Händel. Und das ist jetzt also deswegen eine interessantere Nummer, weil Er das, sagen wir mal, erlaubt bekommen hat. Das ist so einer der Kerle, die auch nicht groß auf die Blue Sky Invites im Haken dran-Podcast warten müssen. Denn Das ist so einer, der sie geschenkt bekommt. Da kommen wir gleich zu, wer hinter diesem Namen steckt. Jetzt mittlerweile bei Tumblr, aber er hat noch eine andere Historie. So und dann gab es so eine kleine Diskussion bei Mastodon. Wenn jetzt so ein Mensch wie Matt Malinwick dahin geht und eine eigene Domain in seinem Handle mit aufnimmt, wie wir bei Mastodon sagen würden, eine Instanz, dann könnte das dazu führen, dass auch noch weitere Leute wechseln, also er ist so ein A-Nutzer, weißt du, also so Mensch, zu dem man schaut, wo hält der sich auf, da gehe ich auch hin. Also ein Influencer, sozusagen. Und In Mastodon muss man ja, um eine eigene Domain irgendwie so im Handle zu haben, den eigenen Server am Laufen haben, also die Instanz. Und dann wurde bei Mastodon gemutmaßt so ein Matt Mullenwick, der hat jetzt mit Sicherheit nicht irgendwie eine eigene Instanz aufgestellt für Blue Sky, aber er hat das eben und dann hat sich. Brandon Kraft eingeschaltet, noch in diese ganze Debatte. Der wiederum arbeitet für Automatic. Das ist ein amerikanisches Unternehmen, das im August 2005 gegründet wurde. Ist bekannt vor allem für WordPress. com. Oha. Ja.
03:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Jetzt wird's wird salzig.
04:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Jetzt wird salzig, Automatic übrigens wird geschrieben Auto und dann M-A-D-T-I-C und das Matt in Automatic ist von Matt Mullenwick. Das ist eine Anspielung auf den Gründer dieses Unternehmens. So, und Brandon Craft schreibt dann: Matt ist natürlich in so einer Position, der bekommt automatisch irgendwie die ganzen Einladungen zu den neuen Plattformen und die Blue Sky-Jungs haben ihm das mit Sicherheit rübergeschickt. Also checkt er das gerade so ein bisschen aus, hat auch Einladungen verschickt an weitere Leute bei Automatic, insbesondere Entwicklerinnen und Entwickler, sich das mal anzugucken. Und dann schreibt Brandon Kraft, aber gleichzeitig arbeitet Automatic gemeinsam mit den Entwicklern des ActivityPub Plugins für WordPress daran. WordPress als First Party Fediverse Member weiter zu positionieren. So, das heißt nichts anderes, als dass wir auch WordPress auf diese Checkliste nehmen müssten. Für wer unterstützt Mastodon, das Fediverse. Und das ist ein. Krass großer, ne krass große Geschichte, weil WordPress im Internet fast die Hälfte aller Websites betreibt. Also das ist die Software, die dahinter steckt. Entweder weil man es irgendwie selbst hostet und WordPress dann installiert für seine eigene Website oder weil man irgendwie über WordPress. com Sich so eine Seite angelegt hat. Und damit wäre, im Grunde, wenn es so verknüpft wird, über dieses Plugin, jede WordPress-Website Eine potenzielle Mastodon-Instanz.
05:50 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, das ist crazy, ne?
05:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
So, ja, und dann ging diese Diskussion bei Mastodon noch so ein bisschen weiter und einer schrieb dann, und dem würde ich recht geben. Dass Automatic mitarbeitet an diesem Activity Pub-Plugin für WordPress, das ist möglicherweise ein größerer Deal als Meta, das plant da reinzugehen. Da würde ich mitgehen.
06:14 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, ich finde das spannend, weil da ganz viele Sachen zusammenfallen. Zum einen, wie du sagst, WordPress ist quasi das Betriebssystem des Internets. Also so viele Webseiten, die eben darüber laufen. Und das sind gar nicht nur private Blogs wie früher mal, sondern wirklich große Unternehmensseiten, die eben als technische Grundlage auf WordPress basieren. Das ist natürlich genauso ein riesengroßer Markteinstieg wieder, wie wir es prognostiziert haben und wie wir es aber ja auch bei anderen Unternehmen jetzt gerade sehen, wie es vorbereitet wird. Also das ist ein unglaublich großer Schritt. Ähm, und es gibt in Fediverse ja tatsächlich mehr Angebote als eine Mastodon, ne? Also es gibt da so eine Art Instagram-Klone und es gibt eine Art Podcast-Clone oder eine Podcast-Clone Plattform im Fettiverse und wenn WordPress da jetzt eben mitspielt und von jetzt auf gleich diesen Eintritt wählt dann ist das sofort in aller Munde und für alle Leute spielt das plötzlich eine Rolle, dass es eben dieses Fediverse gibt. Plus wenn jede wenn jeder WordPress Server auch eine Mastodon instanziert, dann ähm sind wir plötzlich the Be Your Own Host irgendwie. dann bist du gar nicht mehr angewiesen auf Instanzen, sondern dann machst du das einfach immer nur noch selber und das offenbar auch noch sehr handlich und komfortabel. Super spannend.
07:28 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Das ist super spannend, und ich erinnere mich an dieses Essay, das vor einer ganzen Weile mal der CEO, glaube ich, geschrieben hat von Signal. der immer wieder betont hat, die Menschen haben keine Lust, ihre eigenen Server zu betreiben. Aber vielleicht passiert hier etwas, das denen den Eindruck, sie würden das tun, wegnimmt und damit jetzt nicht nur Nutzerinnen und Nutzerseitig die Hürden senkt, irgendeiner Instanz beizutreten und sich darüber einen Mastodon-Account anzulegen, so wie das Bei Medium funktioniert, so wie das bei Instagram wahrscheinlich sein würde, sondern die Hürden auch senkt, eine eigene Instanz anzulegen. Also bei mir festigt sich der Eindruck, dass wir hier einen ganz besonderen Moment gerade haben. Was auch die Zukunft von Twitter angeht, dann in der Konsequenz.
08:31 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, auf jeden Fall. Also, weil das ja, ähm, jetzt Dimensionen annimmt, die gar nicht mehr nur nach wir suchen eine Alternative für Twitter klingt oder klingen, sondern eigentlich eher in die Dimensionen haben, hier beginnt gerade das nächste Zeitalter von Von sozialer Vernetzung und digitaler Vernetzung. Und ich finde es schön, dieses Signal-Zitat oder das Signal-Gründer-Zitat ihn nochmal anzubringen, weil mich das so erinnert an diesen, an diesen Bill Gates-Satz, niemand braucht mehr als 640 Kilobyte in seinem Computer. Das sind natürlich immer so Annahmen, die zwar zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung stimmen, aber als Prognose eigentlich nur darauf warten, ja widerlegt. zu werden. Und dass es jetzt so schnell ging, ist natürlich schön. Gefällt mir aber alles in allem auch sehr gut
09:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ich würde ihm ja weiter recht geben. Die Leute haben keinen Bock darauf, sondern du musst eine Möglichkeit schaffen, in der sie nicht die Wahrnehmung haben, sie würden das gerade tun. Also du musst sozusagen dieses ganze Technische. da rausnehmen, damit die Leute, also ne, technisch, kryptisch, maschinensprachlich. Damit die Leute überhaupt Bock darauf haben und eine Zugänglichkeit auch verspüren, so für sich. Das ist ja das, was wir hier im Podcast, also vor allem ich immer an Mastodon kritisiert haben. Und ich glaube, dass das jetzt alles Ansätze sind, ähm, die hier Bisschen anderen Weg schaffen. Wir haben Feedback bekommen zu unserer letzten Diskussion darüber. Die sagen: Also, eine Mastodon-Nutzerin Die sagt, es ist ja alles schön und gut. Radioactive Stardust, liebe Grüße, wenn so große Player jetzt einsteigen, aber bis die fertig werden und das Fahrt aufnehme, schreibt sie. Seien Apps wie Ivory schon perfekt, viele Probleme von Mastodon behoben und andere als Meta seien ja auch dran. Also, ja und nein, würde ich sagen. Also, da sind jetzt andere große Player, die dafür sorgen werden. dass Meta es nicht so einfach haben wird, wie man denkt, die jetzt auch früh genug hier einsteigen und den Charakter dieser Mastodon-Welt verändern werden. Und der Frediverse Welt ähm auf der anderen Seite Also ich weiß nicht, ob die Probleme schnell genug, in Anführungszeichen, so beseitigt sein werden, oder ob nicht einfach jetzt durch dieses, durch diese Schritte von WordPress, von Medium, von Meta, der Charakter sich nicht auch so sehr verändern wird, dass wir über diese Probleme irgendwann gar nicht mehr reden werden. Weil der Zugang und diese Welt so anders aussehen wird werden, dass das gar nicht mehr so dieses Thema sein wird.
11:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, ich würde da zustimmen. Ich glaube, dass wir halt gerade, also es wird gerade an so vielen Ecken, an unterschiedlichen Ecken geschraubt, daran das Fettiverse zu erschließen. dass du da ganz unterschiedliche Probleme erleben wirst. Also Meta mit Instagram, äh, mit dieser Instagram P92-Geschichte. ähm, hat natürlich erstmal ein ganz anderes Publikum als die Leute, die wir jetzt gerade über den klassischen Mastodon-Weg so erleben. Die werden eine andere Kommunikationsweise wählen müssen, um ihre neue Welt zu. zu verkaufen. Gleichzeitig hast du auf der anderen Seite eben diese anderen Unternehmen, die einen völlig anderen Approach, einen ganz anderen Ansatz wählen, um überhaupt zu das Feddy was zu erschließen. Also bei diesem WordPress-Ansatz, über den wir gerade gesprochen haben, das ist ja eine völlig andere Problematik, die da angegangen wird mit deiner eigenen Instanz, mit deinem eigenen WordPress-Server, als das, was Instagram Meta und dieses P92 am Ende ja verändern wollen. Absolut. Spannend. Also ja, da passiert halt gerade so viel gleichzeitig, dass ich habe das Gefühl, das wird uns hier noch eine Zeit lang ganz schön beschäftigen und wird auch, glaube ich, unseren Blick auf die sozialen Medien ein bisschen verändern.
12:49 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Müssen wir vielleicht irgendwann aus dem Twitter einen Mastodon-Podcast nehmen, doch nochmal. Fediverse Podcast. Dann kam noch ein paar Mal die Frage: Was ist denn P92 eigentlich? Warum heißt das so? P92 ist ein Ultraleichtflugzeug, eins der meistgebauten eines italienischen Flugzeugherstellers. Das wollte ich noch kurz anbringen, weil die Frage da kam: Ein modernes zweisitziges Ultraleichtflugzeug. Also ich habe nichts anderes gefunden.
13:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Es sind halt immer so Codenamen, ne? Also so wie du bei neuen Apple-Produkten immer so interne Codenamen hast, die einfach möglichst verschleiern sollen, worum es hier tatsächlich geht. Ist auch das mit P92 möglichst kryptisch einfach.
13:37 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ich wollte nur noch, also zweisitziges Ultraleichtflugzeug in abgestrebter Schulterdecker-Bauweise mit Stahlrohrrumpf und Aluminiumbeplankung. Falls ihr das mal irgendwas finden wollt.
13:47 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Was für ein Antrieb hat das denn?
13:52 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja. Aber es klingt ein bisschen wie Quartett gerade. Bestimmt einen. Weiß ich nicht. Ich weiß es nicht, ich habe doch keine Ahnung. So, dann kommen wir in diesem Twitter-Podcast auch nochmal zu Twitter abschließend. Also, wir haben nicht so viel heute dabei, weil es ist tatsächlich nicht mehr so viel passiert, aber jetzt gibt es noch mal ein bisschen Diskussion über die Community-Notes. Seit diesem Wochenende. Hier sammeln sich die Rückmeldungen von JournalistInnen, die sich darüber beschweren, dass die Community Notes eingesetzt werden, um ihre Berichterstattung zu diskreditieren. Und den ersten Aufschlag hat Judd Lacum gemacht. Das ist der Autor von Popular Information, ein Newsletter. der sich dem Verantwortungsjournalismus verschrieben hat. Also ein Medium Popular Information, das checkt, ob Menschen, Organisationen und so weiter, ihren jeweiligen Verantwortungen gerecht werden. So kann man das vielleicht sagen. Der sagt, dass anonyme Twitter-Nutzer Community-Notes nutzen würden, um Vollständige und exakte, genaue Informationen zu diskreditieren. Er hat getwittert, dass die Gewaltkriminalität In Washington, DC, auf einem historischen Tiefstand ist. Sie ist 2022 um 7% gesunken und wird aller Voraussicht nach 2023 oder bisher im Jahr 2023 ist sie auch nochmal um weitere 7% gesunken. So, das sind seine Zahlen, die er hier berichtet, und das wurde mit einer Community-Note versehen. Die suggeriert, dass dieser Tweet irreführend sei, weil diese minus 7% davon abhänge, ob Diebstahlsdelikte als Raub, Einbruch oder Diebstahl klassifiziert würden. Also, da wird so ein bisschen über Nadu Hasir aber nicht richtig differenziert argumentiert. Dabei gibt es dafür genaue Genaue Definitionen, an die er sich auch gehalten hat. Also ein komplett korrekter Tweet schreibt er, wird hier gefact-checkt und darauf steigt dann Zoe Schiffer ein. Die wir bereits kennen, eine der Autorinnen des Plattformer Newsletters, die jetzt schon sehr häufig über Twitter berichtet haben, zusammen mit Casey Newton. Die wir hier immer wieder zitiert haben. Und Zoe Schiffer schreibt: das ist uns auch passiert. Elon Musk-Fans haben versucht, uns zu diskreditieren auf Twitter. Indem sie unter Tweets geschrieben haben, der Autor dieses Artikels, Casey Newton, hat bereits eine ganze Reihe von Anti-Elon Musk-Stories geschrieben Und Zoe Schiffer habe mal als Intern, also Mitarbeiterin für Nancy Pelosi gearbeitet, als sie im College war. So, auch sehen wir jetzt, dass die Community-Notes in einigen Fällen schon als Mittel genutzt werden, um Berichterstattungen zu diskreditieren. Unter dem Tweet In dem Zoe Schiffer genau darauf hinweist, ist wieder eine Community Note, die sagt, damit überhaupt Community Notes unter einem Tweet erscheinen, Müssen sie als hilfreich bei genug oder von genug Leuten markiert werden, die unterschiedliche Sichtweisen haben? Und das würde dabei helfen, Bias und Manipulation zu verhindern. Also eine Community Note, die jetzt sagt, dein Vorwurf kann nicht stimmen. Und somit jede Kritik an den Community Nodes wiederum auch diskreditiert. Ich finde das hochinteressant. Wir haben über dieses Mittel ja gesprochen, über diese Plattformen und die Frage Wie muss die Policy da sein, damit das auch alles funktioniert, wie gedacht? Und jetzt rückt das ein bisschen mehr in den Mittelpunkt des Geschehens, nämlich die Frage, ob bei den Community Nodes tatsächlich alles so sauber funktioniert.
18:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Und das ist ja erst der Anfang. Also die Community-Nodes sind noch nicht weltweit ausgerollt. Wir haben hier noch keine richtigen Community-Nodes. Und dementsprechend, glaube ich, werden wir noch viele dieser Geschichten erleben. Und ich finde diese letzte Community Note, die du vorgelesen hast, da steckt eigentlich der Teufel im Detail, nämlich dieser Satz ähm, Menschen unterschiedlicher Ansichten. Das ist eine These, die wir bislang, die, die fußt auf nichts. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass man das festmachen kann, weil es zum Beispiel keine Naja, es wird deine Sichtweise wird nicht überprüft, wenn du anfängst mit Community Nodes. Es gibt keine Eignungstester, vielleicht das falsche Wort, aber wenn du versprichst, ein möglichst breites, buntes Bild an Menschen, zu liefern, die Community Notes schreiben, dann musst du irgendwo das auch garantieren. Und bisher passiert das nicht. Und dementsprechend liegt es natürlich nahe, dass vor allem Menschen, die im Moment der Plattform Twitter noch sehr stark zugewandt sind und vielleicht auch dem Kauf durch Elon Musk sehr zugewandt sind, Und vielleicht auch Elon Musk sehr zugewandt sind, dass die natürlich eine neue Funktion auf der Plattform, die dann auch noch genau in dieses häufig erzielte Narrativ passt, von wegen, dass die Redefreiheit auf Twitter lange eingeschränkt sei und es eigentlich einen klaren Bias in eine politische Richtung gäbe und so. Dass genau bei solchen Leuten so in Funktion natürlich als erstes auf fruchtbaren Boden fällt. Ich finde, das liegt so ein bisschen in der Natur der Sache. Und die Aufgabe von uns müsste eigentlich sein, da jetzt ein Gegengewicht zu setzen und zu sagen, jetzt fangen wir alle mit den Community Nodes an, um das etwas einzufangen
19:49 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
So müsste es sein und das geht allerdings nur unter der Prämisse, dass die Policy sauber ist. Und wenn die das nicht ist, dann ist natürlich auch Ist natürlich auch dieser Ansatz, dieser Marsch durch die Institutionen Ansatz Quatsch. Also ich erinnere mich, wie wir die Community Notes noch vor so ein paar Episoden hier als interessant markiert haben für uns gedanklich, weil uns das so der Teil von Twitter schien zuletzt noch Wo wir am wenigsten darüber diskutieren müssen und der zumindest ein gewisses Versprechen, positives Versprechen einfach in sich trägt. Und jetzt denke ich so: Naja, es wäre auch eine große Überraschung gewesen, wenn diese Funktion nicht auch in der allgemeinen Debatte irgendwann aufgehen würde.
20:43 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Na klar. Und das sind ja viele der Befürchtungen, die wir aber auch von vornherein mit den Community Notes hatten, die sich da jetzt gerade Zumindest in Teilen Bewahrheiten, fairerweise muss man aber auch dazu sagen, dass es eben auch gegenteilige Beispiele gibt, schon jetzt.
20:55 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Genau. Wir erinnern uns an die Tweets von Elon Musk selbst, die da notiert wurden und wo er Zumindest meine Wahrnehmung jetzt nicht irgendwie groß gegen diese Funktion aus seinem eigenen Haus dann gepoltert hat. Ja, richtig. Was wir eigentlich erwartet hätten. Also, da ist noch Musik drin. Aber über die sprechen wir ab morgen wieder.
21:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, ich möchte noch mit einer Kleinigkeit die. Ja, bitte. äh schließen. Elon Musk hat unter eine Werbung geschrieben, die ihm angezeigt wurde. Weil, also es gibt ein Versandhaus für für BHs, für Büstenhalter. Und diese Werbung wurde ihm offenbar angezeigt und er hat darunter geschrieben, Twitter just served me a bra ad Heavysai, also Twitter hat mir gerade eine Werbung für ein BH gezeigt, Klammer auf schweres Seufzen, Klammer zu. Und Das ist natürlich witzig, aber eigentlich ist es vor allem deswegen witzig, weil es wieder einmal zeigt, dass Elon Musk selber nicht versteht, wie eigentlich Werbung auf Twitter funktioniert und wie seine eigene Plattform funktioniert. Also ich finde the joke is on you, Elon Musk. Und damit können wir in die Woche starten.
22:04 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Damit können wir in die Woche starten. Wir wünschen euch eine schöne Seuche.
22:07 Speaker 4
Wir haben aufgezeichnet übrigens am Sonntag um kurz vor drei. Das heißt, falls in der Zwischenzeit noch was passiert ist. Dann besprechen wir das morgen. So machen wir das. Bis morgen.