Nicht mehr lange und Elon Musk hat Obama abgelöst. Vielleicht schafft es auch dann auch mal, seiner Designerin auf ihren Tweet zu antworten, den mittlerweile eine Million Menschen gesehen haben. Gleichzeitig müssen wir in dieser Folge eine Warnung aussprechen: Twitter ist nicht mehr sicher. Weder, wenn ihr auf die Blockfunktion, noch auf private Accounts setzt.
Und: Twitter Blue hat Twitter ordentlich Geld in die Kassen gespült. Und zwar sage und schreibe 11 Millionen Dollar. Fehlen nur noch 289 Millionen Dollar, um die monatlichen Kreditzinsen abzustottern. Prima!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Grüß dich Gavin Hallo Dennis, eine neue Woche. Eine neue Woche und herzlich willkommen im Gasthof zum blauen Vogel. Ich hab gerade, es ist Sonntagabend, 21. 50 Uhr. Zum Tatort getwittert, als Tatort. Es ist ja immer mein kleines Hobby. Wenn WDR-Tatort läuft, dann greife ich mir den offiziellen Account, aber er sieht gar nicht mehr so offiziell weg aus, weil der blaue Haken ist weg. Ehrlich, ist schon. Ist wirklich weg. Also eigentlich ist die Umstellung angekündigt zum 1. April, womit wir jetzt gleich auch direkt in unserem ersten Thema wären, aber er ist einfach weg. Und ich Also, das ist ja dann so, vielleicht ist es selektive Wahrnehmung, aber ich habe schon gedacht, heute haben die Tweets schon nicht mehr so gut funktioniert.
00:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, das ist verrückt. Aber hast du eine Nachricht bekommen? Wurdest du darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Hakenwech ist?
01:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Also, das ist ja ein ARD-Gemeinschaftsaccount, das heißt, der gehört nicht mir, das wird eine Kollegin bekommen haben vom Bayerischen Rundfunk. die das Erste machen als Fernsehsender. Die sind also für diesen Account zuständig. Ich weiß nicht, ob sie den bekommen hat. Keine Ahnung. Aber da müsste es, wenn dann angekommen sein. Aber jetzt so irgendwie beim Einloggen, Es gibt jetzt so ein paar Leute, die bekommen schon so eine Nachricht, wenn du dich einloggst, verlier dein blaues Häkchen nicht. Ja, und das ist nämlich, da wollte ich nämlich auch drauf hinein, das ist ganz schlimm.
01:32 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Auf der Staatsseite von Twitter, unter diesem Was gibt's Neues, ich habe das auch, diese Nachricht, mal wird die auch angezeigt. Da steht ganz groß, verlier dein blaues Häkchen nicht. Abonniere Twitter Blue oder verifizierte Organisationen, wenn du dein blaues Häkchen behalten möchtest. Abgesehen von dieser krumm-Formulierung mit den verifizierten Organisationen, was hier ein Eigenname ist. wird mir ja, wird wahnsinnig stark Druck aufgebaut, dass wenn ich jetzt nicht bereit bin, 8 Dollar im Monat zu zahlen, in Zukunft alle Leute glauben, ich sei nicht der echte Gavin Karlmeyer. Dabei erkennt man das an den schlechten Witzen.
02:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
So, also damit sind wir im Tatort genauso. Also, damit sind wir in unserem ersten Thema. Diese Woche am 1. April verschwinden die alten Twitter-Häkchen, Klammer auf, oder schon Vorher, Klammer zu. Und dann können in Zukunft Nutzerinnen und Nutzer das blaue Häkchen nur noch erhalten, wenn sie an Twitter Blue Abonnement abschließen. Und Techrunch hat so schön geschrieben, das wirft eine wichtige Frage auf für Twitter und seinen Eigentümer Elon Musk. Wird das endlich dazu führen? Dass die Premium-Kategorie des sozialen Netzwerks mehr genutzt wird. Die haben nämlich Zahlen ausgegraben seit dem Relaunch vor drei Monaten, der so als großer Vorstoß gedacht war, auch in Richtung. Wir schaffen das hier alles auch mit ein bisschen weniger Werbung. Hat Twitter Blue nur 11 Millionen US-Dollar eingebracht an mobilen Abonnements? Das sind Daten von Sensor Tower. Das ist ein App-Intelligence-Unternehmen, das also so ein bisschen versucht zu analysieren und Daten rauszuziehen aus diesem ganzen App-Geschäft. Und dazu ist zu sagen Das ist eine Schätzung und die umfasst, weil es eben App-Geschäft ist, keine webbasierten Twitter Blue-Abonnements. Aber selbst wenn, sagen wir, nochmal 11 Millionen Dollar obendrauf kommen, reicht noch nicht ganz. Das reicht noch nicht ganz. Es ist nicht besonders viel. Also Sensor Tower kann nicht aufschlüsseln. wer jährlich oder wer monatlich zahlt, also auch so ein bisschen so eine unsaubere Zahl und bezieht sich damit nur auf die zwanzig Länder, in denen Twitter Blue schon vor dieser Woche eingeführt wurde, vor letzter Woche eingeführt wurde. Da gab es ja noch den weltweiten Rollout dann. Ja, aber dreihundertfünfundachtzigtausend mobile Abonnements für iOS und Android. Und die USA sind der größte Markt mit 246. 000 AbonnentInnen und die geben damit rund 8 Millionen Dollar aus über ihre mobilen Geräte. Also das läuft nicht ganz so gut an.
04:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Also angesichts der Tatsache, dass es ja eine, dass es ja Zinszahlungen gibt, die monatlich 300 Millionen Dollar betragen, ja, da ist noch ein bisschen was aufzuholen, muss man. Muss man so rechnen, wenn ich das mal so im Kopf überschlage.
04:31 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Genau so ist das. So, und das ist Twitter Blue, aber ähm Vielleicht kann man den Rest noch ein bisschen durch Werbung dann doch wieder gut machen. Also Elon Musk scheint jetzt zu sehen, ohne Werbung funktioniert es nicht. Wer hätte das gedacht? Wird aufrocken am 18. April auf der Possible, das ist eine Marketing-Fachkonferenz in Miami Beach. Aufrocken. Ja, kann man mal sagen, oder? Ja. Ich hab meine dicke Hip-Hop-Hose angezogen. Ich habe gesagt, hier wird aufgerockt.
05:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Hast du, wenn du das sagst, machst du so eine Pommesgabel mit der Hand immer? Das ist so deine Geste dazu.
05:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Also, Linda Jaccarino von NBC Universal wird ihn dort interviewen. Und mit ihm sprechen. Und das ist für Elon Musk so die erste größere Veranstaltung in der Werbebranche, seit er Twitter übernommen hat. Kurzer Blick auf die Marken, die dort sein werden: ATT, Kolgate, Palmoliv, Walmart und ein paar Promis, LL Cool J Auch die schon durchkommerzialisierten Promis, also. Also, das könnte eben ein Zeichen sein, a, dass er einsieht, ohne Werbung läuft es hier nicht, B, dass er einsieht, ohne mich läuft es hier nicht in Sachen Werbung. Obwohl übrigens Chris Reedy, über den hatten wir letzte Woche gesprochen, Leiter des Anzeigenverkaufs, bei Twitter immer noch an Bord ist, trotz dieser kürzlichen Entlassungsrunde. Wo er angeblich auch ausgeflogen ist. Man hört jetzt, der sei immer noch bei Twitter. Tja, und Elon Musk, ähm Nachdem er gesagt hat, er wird hier die Werbetrabenden, die sich gegen Twitter wenden, mal beim Namen nennen und beschämen. legt eine Kehrtwende mal wieder hin.
06:27 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, ich finde, das fühlt sich so ein bisschen an, wie so der Heiland kommt auf die Erden nieder, dass er sich tatsächlich auf so einer normalen Konferenz, also bei Apple beispielsweise ist es ja so, dass die PR-Auftritte von Apple funktionieren. dass das nur bei Apple eigenen Veranstaltungen passiert. WWDC beispielsweise ist ein Apple, eine Apple-Konferenz und da ist man dann und lässt sich dann mal dazu nieder mit dem Mit dem Pöbel zu sprechen, sozusagen. Dass Elon Musk sich jetzt hier auf so einer gewöhnlichen Veranstaltung zeigt. Also klar, das ist immer noch eine wahnsinnig große Konferenz, wo er auftritt, aber. dass er sich hier auf so einer gewöhnlichen Veranstaltung zeigt, finde ich, zeigt schon den Ernst der Lage. Also es ist jetzt nicht so, dass irgendwie die Twitter Blue Werbedays ausgerufen werden, sondern da findet jetzt eine völlig normale Konferenz statt, bei der er dann auftritt. Das passt eigentlich nicht ganz zu diesem Godlike-Status, den er sich sonst so ganz gerne gibt in der eigenen Kommunikation und auch, glaube ich, in der eigenen Wahrnehmung. Und ich finde, das zeigt doch schon, wie fatal die Lage für Twitter tatsächlich ist.
07:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ganz so scheint es zu sein. Und wir können noch auf eine andere Ebene der finanziellen Lage gerade blicken, Elon Musk und seine MitarbeiterInnen. Also er hat den Twitter-Mitarbeitern eine E-Mail geschickt. Zum Stand von Twitter 2. 0 hat eingeräumt, dass das ein radikaler Wandel war, der in den vergangenen Monaten hinter Twitter lag. Und in denen sich würde ich ja sagen, das Unternehmen nach wie vor befindet. Nochmal geschrieben, dass das alles nötig war, weil Twitter etwa vier Monate davon entfernt gewesen sei, kein Geld mehr zu haben. Da habe ich mich gefreut, weil wir haben richtig gerechnet, als wir hier mal durchgerechnet haben. Wobei das war ja einfach nur eine Billion durch vier. Und dann
08:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Milliarde, genau.
08:21 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Dann passte das. Milliarde? Ach ja, Milliarde, entschuldige. Du hast recht. So. Business Services International sind Und jetzt sagt Elon Musk: Twitter ist auf dem Weg, profitabel zu werden. Zum dritten Mal in 17 Jahren Twitter ein Break-Even auf Quartalsebene. Er meint damit die Quartale vier bis sechs in diesem Jahr, April bis Juni. Und davon sollen die MitarbeiterInnen auch was haben. Wir haben schon mal gesprochen hier in letzter Zeit über diese geplanten zusätzlichen Vergütungspakete. Die bestehen aus Anteilen am Unternehmen. Auch darüber hatten wir gesprochen. Das werden tatsächlich Aktien sein. die die MitarbeiterInnen erst einmal halten müssen. Und dann plant Twitter in etwa einem Jahr ein Liquiditätsevent, Anzubieten, bei dem sich dann alle so einen Teil ihrer Aktien auch auszahlen lassen können. Das soll so ähnlich laufen, wie es das schon bei SpaceX gibt. Da können aktuelle und ehemalige MitarbeiterInnen regelmäßig ihre Aktien verkaufen. Anteile so zu Geld machen. Und du erinnerst dich, wie wir letzte Woche darüber gesprochen haben, dass Elon Musk wegen dieser Vergütungspakete auch nochmal die Bewertung von Twitter Neu fassen muss. Also, wie viel ist eigentlich das Unternehmen gerade wert? Da haben wir jetzt auch eine Zahl: 20 Milliarden US-Dollar. Also noch nicht mal die Hälfte des Preises, den er für Twitter ausgegeben hat.
09:50 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Das ist ganz geil eigentlich, weil das so ein bisschen auch in die Prognosen passt, die anfangs so gewählt wurden, wo gesagt wurde, also diese 44 Milliarden, die er gezahlt hat. Das sei eigentlich schon eine überbewertete Einschätzung sozusagen. Und ja, offenbar ist das so. Die Frage ist jetzt Also wir können eine Antwort vermuten, aber da wir hier journalistisch sauber bleiben wollen, wie man uns kennt, neutral und unvoreingenommen, können wir das natürlich nicht so viel einschätzen. Ob wie sich der Wert Twitters denn entwickelt hätte, wenn Elon Musk es nicht gekauft hätte. Exakt, ja. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zwar immer noch nicht bei den vierundvierzig Milliarden wären Aber die Hälfte oder weniger als die Hälfte ist schon ein fatal niedrigerer Wert.
10:40 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Absolut. Er sagt jetzt. Für ihn sei das Zehn- bis Zwölffache dieser Bewertung möglich. Also 250 Milliarden US-Dollar. Naja. Dann hat er dabei noch geschrieben, also da schwirren Fragezeichen so um meinen Kopf herum. Twitter sei auf dem Weg zu einem inversen Startup. Ja, das habe ich auch gelesen. Was heißt denn das?
11:04 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ich kann es dir nicht sagen. Ja. Also, Inverse ist ein Begriff aus der Mathematik, offenbar.
11:13 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Das ist richtig. Heißt das, das wird immer kleiner, oder was? Bis nur eine Person übrig ist, die in der Garage sitzt.
11:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, genau, Umkehrfunktion, weil das ist so, Twitter ist das Benjamin Button unter den Start-ups. Weißt du, während andere Unternehmen in der Garage starten mit einem kleinen Holzkasten und das Computer nennen, um ein paar Jahre später einen eigenen Campus zu haben, startet Twitter mit dem Campus und endet mit Elon Musk in der Garage. Und einem Smartphone.
11:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Bis zu diesem Satz in seiner E-Mail haben aber, glaube ich, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon gar nicht mehr gelesen, weil sie ziemlich sauer sind über das, was bei dieser Vergütungsprämie rausgekommen ist. Also, die haben erstmal nichts bekommen. Und als es dann kam, waren sie nicht glücklich. Wir haben schon mal über diese Plattform Blind gesprochen, wo man anonym So ein bisschen plaudern kann. Und auf Blind haben 25% der Twitter-MitarbeiterInnen angegeben, dass bei ihnen diese Prämie weniger als 100. 000 Dollar ausmacht. Und 14 Prozent bei denen waren es zwischen 100. 000 und 150. 000 Dollar. Und Zoe Schiffer vom Plattformen-Newsletter schreibt: die Leute sind Nicht glücklich, um es gelinde auszudrücken. So. Aber gut, auch das entspricht wahrscheinlich den finanziellen Verhältnissen des Unternehmens. Wir werden Hier weiter drauf blicken.
12:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Elon Musk hat übrigens selber auch auf so einen Tweet reagiert. Also es gab genau zu diesem Thema auch ein Thread von unserem Einer unserer Top-Quellen, nämlich Tita Daily News. Also er heißt so, wir haben das schon mal erklärt, weil man Twitter nicht im Handel auf Twitter, in einem Account auf Twitter haben kann, deswegen heißt der Tita. Und die haben das hier nochmal zusammengefasst, nämlich genau mit dieser Profitabilität, zum dritten Mal in 17 Jahren. Und darauf hat Elon Musk auch selber reagiert und hat geschrieben, Twitter tendierte dazu, etwa drei Milliarden Dollar im Jahr zu verlieren. Durch einen Einnahmerückgang von einer anderthalb Milliarden Dollar und einem und Schuldenbedienung. Ist das der Begriff?
13:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Die Schulden müssen bedient werden.
13:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
So sagt man, ne? Von anderthalb Milliarden Dollar und hatte eine Milliarde Dollar in Cash, also genau diese vier Monate übrig. Und ich finde das so spannend, dass das hier so eine Quelle ist, mit der wir umgehen. Ein Tweet von Elon Musk unter einem anderen Tweet einer Fanperson Wir wissen ja immer nicht, wer der Absender ist. Und das sind die Zahlen, auf die wir uns berufen müssen, weil es keinerlei andere Kommunikationswege des Unternehmens gibt. Ich dann noch lieber ein Poop-Emoji, oder?
13:55 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, ich denke auch hier jedes Mal, auch dieser Account Titter Daily News, wir gucken da regelmäßig drauf. Und ich nehme es aber erst rein, wenn es nochmal irgendwo anders bestätigt ist, weil tatsächlich Fantum im Kleid eines Bürgermediums, sozusagen, weird.
14:13 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, total.
14:15 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
So, ein bisschen müssen wir noch aufwägen an Nachrichten, die wir sonst noch hier auf der Liste haben. Wir machen eine kleine Jenga-Rubrik heute. Ähm, fangen wir an mit Tweets, die man sieht, obwohl Menschen einen geblockt haben. Also, das ist uns jetzt begegnet, ja. Also Ich blocke dich und du würdest dann trotzdem meine Tweets sehen. Das war mal nicht so. Also, wenn ich jemanden geblockt habe, dann konnte er auch nicht sehen, was ich twitter. Und da haben jetzt Leute dazu geschrieben, der Blog beschützt jetzt die Timeline nicht mehr. Das ist schlecht. So ist das.
14:50 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Das hat Alex Urban geschrieben. Und ja, das ist in der Tat schwer. Also wir hatten in der Vergangenheit schon mal darüber gesprochen, dass es gefährlich sogar sein kann. Also mal angenommen, du blockierst deinen Arbeitgeber und man ganz. einfaches Beispiel zu nehmen, du blockierst deinen Arbeitgeber und schreibst einen Tweet darüber, dass du unglücklich auf der Arbeit bist und ein Arbeitgeber bekommt deinen Tweet in die 4U-Timeline reingespült. . . dann kannst du dich mit dem Block deines Arbeitgebers eben nicht mehr sicher fühlen, weil du davon ausgehen musst, das kann passieren. Und das ist ganz offenbar nicht. Beabsichtigt, denn wenn du auf das Profil von der Person gehst, dann wird sie dir immer noch als blockiert angezeigt, sondern es scheint so, dass die For You-Algorithmen diese Mechanik nicht berücksichtigen beim Auswählen, welche Tweets dir angezeigt werden. Also die es wird nicht berücksichtigt, wer dich blockiert hat in der Auswahl, was dir angezeigt wird.
15:42 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Und für mich wirkt es einfach nur so wahnsinnig fahrlässig und unsauber gearbeitet. Absolut. Und auch bei der zweiten Geschichte die wir hier in unserer kleinen Jenga-Rubrik heute mitnehmen. Da würde ich sagen, das ist sogar noch gefährlicher. Haben wir aber auch schon ein paar Mal darüber gesprochen. Wir haben jetzt ein Video gesehen und in all seiner Klarheit erschreckend. Tweets, die in einem geschützten Account liegen, sind trotzdem sichtbar. Da haben wir eine. Nachricht bekommen, wie wir ein Flyer Guy heißt der Account. Ja. Und er sagt: Es ist das erste Mal, dass er das so sieht. Ein Flyer Dude übrigens. Ein Flyer Dude. Und er sagt, das ist das erste Mal, dass er das so sieht. Er hat in seiner Timeline eine Antwort auf einen Tweet. der in einem geschützten Account liegt und dieser Tweet wird ihm über diese Antwort angezeigt. Wenn er dann draufklickt auf den Tweet, Dann kann er ihn nicht mehr sehen. Ja, dann sieht er so aus, wie es bei einem geschützten Account auch aussehen sollte. Aber in der Timeline wirkt der geschützte Account Nicht mehr zuverlässig. Und das ist natürlich absolut, also es geht nicht. Das darf nicht sein. Ja, das kann man nicht anders sagen.
17:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Also, sonst, also alle Schutzmechaniken, die es gibt Sind nichts wert, wenn du dich nicht darauf verlassen kannst. Und das ist jetzt der Fall. Also, wenn ihr einen privaten Twitter-Account habt, könnt ihr nicht davon ausgehen, dass das ein Schutz davor ist, dass irgendjemand liest, was ihr da schreibt. Lesen kann, was ihr da schreibt. Ähm, finde ich, ist einem ist halt schon wieder das Überschreiten einer roten Linie. Das ist ein Punkt, wo man feststellen muss, es gibt hier keine Sicherheiten mehr.
17:31 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Punkt. So ist das. Exakt so ist es. So, und dann hat uns noch einer unserer regelmäßigen Hörer ebenfalls geschrieben Ja, das war mal wie in diesem Spiegel-Podcast von Sascha Lobo, wo er dann immer in aller Ernsthaftigkeit diese Nutzernamen Schnubbeline 73 hat mir dann auch noch geschrieben. Das ist jetzt Sidney Glitzerpups, der uns gewarnt hat, oder also euch warnen möchte. Ähm, vor dem Update auf die neue Android-App, weil sämtliche GIFs, aber noch viel schlimmer, alle Entwürfe seiner Tweets waren weg Und der Entwürfeordner grundsätzlich sehr wichtiger Ort bei Twitter, ja.
18:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Also bei mir wäre das auch ein Problem. Ich habe tatsächlich, als das hier so anfing, die alle mal gescreenshottet, damit ich sie noch habe. Aber auch, also ich habe meine Entwürfe auch mal verloren, als ich meine App gelöscht hatte, weil ich gedacht habe, die seien serverseitig gespeichert, was nicht der Fall ist. Was ich übrigens nicht nachvollziehen kann, weil in der Webversion sind sie serverseitig gespeichert. Also ich habe auf meinem Laptop und auf meinem fest installierten Personalcomputer habe ich dieselben Entwürfe, aber auf meinem Smartphone und auf dem Tablet habe ich unterschiedliche Entwürfe. Das heißt Alle in der iOS gespeicherten Entwürfe sind lokal gespeichert, wenn ich die App lösche, sind sie weg. So, das ist gut zu wissen. Jetzt ist es aber noch schlimmer, dass das neue Update der Android-App dazu führt. Dass diese Entwürfe gelöscht werden, ohne dass ihr die App löscht. Wenn du jetzt automatisch Updates für deine Apps durchführst, dann sind deine Entwürfe weg. Und das ist halt auch. Eigentlich, also auch so eine Sache, andere, ich sag mal so, seriöse Unternehmen würden sich für so einen Fall entschuldigen. Und würden sagen, wir ziehen das Update zurück und wir haben hier ein Problem und sorry und speichert eure Entwürfe, bevor ihr das Update macht und passt auf euch auf. Von Twitter gibt es nichts dergleich. Gar nichts. Und auch das Update ist immer noch online.
19:34 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Und uns überrascht es noch nicht mal mehr.
19:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Nee, null.
19:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja. So. Andrea Conway.
19:42 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Das ist eine schöne Geschichte.
19:43 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Das ist eine sehr schöne Geschichte. Ich fange an mit dem ersten etwas kryptischen Tweet, den sie veröffentlicht hat, der lautete Also Andrea Conway Die Designerin bei Twitter, die gerne mal rumfragt: So was haltet ihr von dieser Idee für eine neue Funktion und von jener? Twittert nichts für ungut, aber Die Rechtsabteilung ist eine echte Spaßbremse. So, und dann kommen danach folgende drei Tweets. Erstens: Hallo Elon Musk. Kann ich bitte die Erlaubnis bekommen, meine laufenden Designarbeiten auf Twitter zu teilen? Zweitens, es ist eine tolle Möglichkeit, Feedback von so vielen tollen Menschen zu bekommen, die die Plattformen genau wie wir nutzen und sich um sie kümmern, Schrägstrich sorgen. Und drittens, wir stellen noch unseren Algorithmus offen zur Verfügung. Ich würde meine Arbeit gerne auch weiterhin offen gestalten. So.
20:35 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Das ist so ein bisschen wie die Geschichte, wenn du so ein lustiges Schild siehst an so einer Glastür, auf der drauf steht Vorsicht Glastür, wo du denkst, ich würde so gerne die Geschichte hören hinter diesem Schild. Ja. Das ist hier auch der Fall. Also offenbar war die Rechtsabteilung Andrea Conway, wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, dass sie auch relativ penetrant damit umgegangen ist. in die Welt zu schreiben, was sie so für Ideen fürs Twitter-Design hat. Offenbar mal gesagt hat, lieber Andrea, das ist jetzt vielleicht doch ein bisschen zu viel interne Information fürs Internet.
21:04 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, auf der anderen Seite ist das eine 1A-Demonstration, die sie damit vollführt, wie weit Elon Musk es mit der Transparenz wirklich meint, die er immer so nach vorne ins Schaufenster stellt. Er hat ja auch bei den Twitter-Files immer gesagt, da gibt es keine Begrenzungen und so weiter. Also ich, mir sind keine Twitter-Files aufgefallen, die die Zeit seit seiner Übernahme betrachten. Also mit Transparenz ist da nischt. Und auch auf den Algorithmus warten wir ja weiter.
21:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
31. Ich habe es in meinem, ich habe Siri gebeten, uns daran zu erinnern. Wir werden das nicht vergessen. Dass der Algorithmus offengelegt wird. Aber bin da ein bisschen hinterhergerissen. Auf der einen Seite denke ich mir, klar, du hast völlig recht, wenn du ein Unternehmen so sehr auf die Standbeine von Transparenz stellst, Transparenz stellst, wo ist dein Problem mit einer l mit jemandem, der laut nachdenkt, ob Retweets und zitierte Tweets eigentlich im selben Reiter angezeigt werden oder getrennt und da ein bisschen Feedback aus der Community zurückholt. Wo ist das Problem? Auf der anderen Seite kann man natürlich schon auch irgendwo verstehen, dass du nicht alle Informationen, also sie war schon sehr freizügig mit dem Veröffentlichen sämtlicher Ideen bislang. Viel interessanter finde ich, dass Elon Musk, der wie gesagt, unter jedem Pupstweet die Möglichkeit sieht, mal darauf zu antworten Dass er hierauf nicht reagiert hat und dass, obwohl sie wirklich viel Reichweite damit generiert. Also dieser Tweet, über den wir gerade gesprochen haben, in der sie Elon Musk, in dem sie Elon Musk erwähnt hat, hat fast eine Million Views, sofern der View-Counter stimmt. Wissen wir natürlich nicht. Und er hat darauf nicht reagiert und das finde ich auch schwach. Weißt du, weil dann musst du, wenn du die Transparenz durchspielst, wenigstens an der Stelle dir den die Zeit nehmen, mal ganz kurz darauf zu reagieren.
22:55 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ist das mit der Transparenz etwa gar nicht so gedacht, wie es klingt?
22:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Das kann ich mir nicht vorstellen, bei Elon Musk.
23:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Letzte Geschichte für heute. Obama, Barack Obama wird entthront, also sieht ganz danach aus: Er hat 133 Millionen FollowerInnen bei Twitter und Elon Musk 132,4
23:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Es ist eine Frage der Zeit, weil Obama ist nicht mehr Präsident, aber Elon Musk ist immer noch Twitter-Besitzer.
23:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Also, Barack Obama, wenn du es ernst meinst mit Twitter, vielleicht doch noch mal eine Kandidatur einreichen.
23:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Das wäre jetzt auf jeden Fall ein bold move, nur um seine Followerzahl auf Platz 1 zu halten, einfach zu. So ein wahnsinnig großes Statement.
23:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ich weiß, dürfte er überhaupt nochmal nach zwei Amtszeiten, wenn er dann irgendwie Unterbrechung.
23:46 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Also wenn es nur um die Twitter-Follower geht, dann ist ja fast egal, ob man am Ende das wirklich probiert, oder?
23:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Kevin bis morgen.