Fünf Monate seitdem Elon Musk den Laden übernommen hat. Wir fragen uns: Wo stehen wir beide eigentlich in der Verarbeitung des Ganzen? Und: Seit dem 3. Januar lagen Teile des Twitter-Quellcodes öffentlich einsehbar auf GitHub – nur: Wer steckt dahinter?
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Dennis Horn
Grüß dich, Gevin.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis.
00:07 Dennis Horn
Und willkommen zurück im Gasthof zum blauen Vogel. Habe ich gestern unterschlagen, wirklich, es kommt von Flo von Mastodon.
00:13 Gavin Karlmeier
Oh oh.
00:15 Dennis Horn
Dieser Schlagzeile, die wir sehr mögen. So.
00:19 Gavin Karlmeier
Liebe Grüße.
00:20 Dennis Horn
Außerdem, es ist genau fünf Monate her, dass Elon Musk Twitter übernommen hat.
00:25 Gavin Karlmeier
Ding, ding, ding, ding, ding, ding, ding.
00:27 Dennis Horn
Und Jack Dorsey hat sich nochmal geäußert. Wir müssen ja jetzt, um die Kommentare von Jack Dorsey zu lesen zu Twitter, müssen wir tief graben und zu Blue Sky gehen und da auf die Antworten gucken, die er irgendwem geschrieben hat. Hab ich heute gemacht, weil ich schon wieder dachte Vielleicht haben wir keine Themen.
00:44 Gavin Karlmeier
Oh Gott, das ist wirklich richtig verzweifelt. Was hat denn Jack Dorsey bei Blue Sky geschrieben? Das ist so ein bisschen so, wie wenn du einfach so googelst, was Jack Dorsey in seinem privaten Newsletter so geschrieben hat.
00:54 Dennis Horn
Genau so. So. Und Cheryl Benson ist eine Nutzerin bei Blue Sky. Hat sich positiv über Blue Sky geäußert. Also hat gesagt, das Ding hier. Das wird uns schützen for Elon. Also Jack will save us from Elon. I hope he doesn't sell us out again. So. So und was antwortet Jack Dorsey? I didn't sell you out. All public companies are for sale to highest bidder. Always.
01:24 Gavin Karlmeier
Ja, also ich glaube, so rein formalrechtlich stimmt das? Jetzt herzlich willkommen im Jura-Podcast. Paragraphen dran. Ich glaube, formalrechtlich stimmt das natürlich. Auf der anderen Seite war es jetzt auch nicht so, dass die letzten Monate vor der Übernahme Elon Musk sich noch so doll darum gerissen hätte, Twitter kaufen zu dürfen. Also es hätte durchaus Möglichkeiten gegeben, am Ende diesen Kauf doch noch zu verhindern. wenn jemand daran Interesse gehabt hätte.
01:51 Dennis Horn
Ja, und den Highest Bidder wollte er ja auch nicht mehr sein. So mal, abgesehen davon. Aber weißt du, das, also ich, du guckst es dir aus der juristischen Perspektive an. Ich gucke mir diese Antwort von Elon Musk aus der Trauerarbeitsperspektive an. So, und als jemand, der trauert, das ist ja hier aktive Trauerarbeit, die wir beide hier betreiben, und als jemand, der trauert, wünsche ich mir seit fucking fünf Monaten. Dass Jack Dorsey irgendwann wenigstens mal sagt: Es tut mir leid, ich habe Scheiße gebaut. Weißt du, kannst du das nachempfinden?
02:23 Gavin Karlmeier
Ja, es gibt ja die fünf Phasen der Trauer, ne? Und es fängt an mit dem Leugnen. Dann der Zorn, dann das Fachhandel.
02:30 Dennis Horn
Lass mal kurz durchgehen. Also erstens leugnen. War so die Hoffnung am Anfang, es wird sich gar nicht so viel ändern, richtig?
02:37 Gavin Karlmeier
Ja, und auch so dein, das stimmt eigentlich nicht. Und naja, das ändert, ist jetzt so eine reine Papier, nur auf dem Papier ändert sich die Besitzverhältnisse und sowas.
02:48 Dennis Horn
Also hat, also, naja, wir haben ja schon Schlimmes erwartet, aber vielleicht war Leugnen dann dieses: vielleicht wird es nicht ganz so schlimm.
02:55 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt. Und vielleicht merken wir das ja gar nicht. Die zweite Stufe ist der Zorn. Wie kann das sein? Was soll das? So eine Sch. Sowas.
03:05 Dennis Horn
Ja, okay, kann ich nachvollziehen, auch aus den vergangenen Monaten.
03:08 Gavin Karlmeier
Hatten wir auch schon. Die dritte Phase der Trauer ist das Verhandeln. Also, dieses, kann man das irgendwie wieder gut machen? Gibt es eine Möglichkeit, da irgendwie einen Weg zu finden, mit umzugehen? Sowas?
03:20 Dennis Horn
Das war unser Blick auf die Einzelheiten, die ganzen Details und vielleicht doch noch was Gutes in manchem Move. Rauszuziehen, kann das sein?
03:28 Gavin Karlmeier
Ja, und das machen wir, glaube ich, da sind wir auch gerade noch dran. Da sind wir noch dran. Wir sind schon im Verhandeln, wir sind schon noch im Suchen. Gibt es vielleicht Dinge, denen man was Positives abgewinnen kann? Auch jetzt noch, wo wir sagen, auch das ist ja eigentlich ganz gut, dass jetzt man direkt an Tweets erinnert werden kann. Oder ist ja auch ganz gut, dass vielleicht. . nochmal angefasst wird, welche Dinge eigentlich angezeigt werden.
03:50 Dennis Horn
Es ist doch schön, dass Andrea Conway jetzt alle ihre Ideen teilt, die sie hat. Ist auch ein bisschen Transparenz. Okay.
03:56 Gavin Karlmeier
Absolut, ja genau. Denn das nächste ist die Trauer oder die Depression. Also ich kann es nicht abwenden. Ein tiefes Gefühl der Trauer. Das würde kommen. Also dieses Anerkennen, dass es keinen Weg zurückgeht, dass Twitter jetzt eigentlich am Ende ist.
04:13 Dennis Horn
Den Gedanken hatte ich heute mal. Zwischen hatte ich heute mal den Gedanken. Ja, okay, weiter.
04:17 Gavin Karlmeier
Ach krass, ja. Und die fünfte Stufe ist die Akzeptanz, die Zustimmung. Ich kann damit, ich, ich, es ist okay.
04:23 Dennis Horn
Ja, und wo passt jetzt meine Verzweiflung, dass Jack Dorsey doch bitte endlich sagt, Entschuldigung, wo passt die rein?
04:30 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das ist schon auch Zorn, oder?
04:32 Dennis Horn
Das ist schon auch Zorn. Ja.
04:34 Gavin Karlmeier
Also du bist noch nicht so weit in der Trauerarbeit.
04:37 Dennis Horn
Und du?
04:39 Gavin Karlmeier
Ich bin schon noch im Verhandeln, merke ich. Also ich habe das noch nicht damit abgeschlossen mit Twitter, sondern ich bin noch so auf der Stufe. Naja, vielleicht wird ja alles doch gar nicht so schlimm.
04:50 Dennis Horn
Also mir war wichtig, darüber mal zu reden. Ich finde das okay. Wirklich.
04:55 Gavin Karlmeier
Dass man sich so selber auch auf der Landkarte nochmal verortet.
04:58 Dennis Horn
Warum würde mir das so helfen? Also wenn Jack Dorsey einfach sagen würde, ähm, Mist. Also gerade denke ich so, es würde mir helfen.
05:07 Gavin Karlmeier
Naja, weil du willst eigentlich nur, du möchtest diesen, diesen, du möchtest eine Instanz haben, die dir zuspricht, dass irgendjemand, der diese Entscheidung getroffen hat, sie bereut. Du möchtest erkennen, dass das nicht klug war, Twitter an Elon Musk zu verkaufen und möchtest das quasi gerechtfertigt haben von jemandem, der auch Insider-Wissen hat. Und das ist Jack Dorsey. Aber das wird er nicht sagen, weil damit müsste er einräumen, einen Fehler gemacht zu haben. Und er ist auch noch nicht in der Stufe der Akzeptanz.
05:39 Dennis Horn
Okay. Dann starten wir mit den Themen für heute. Es sind auch nur zwei. Und wir beginnen bei der wohl dicksten Schlagzeile, die durch die Gazetten gegangen ist. Teile des Codes von Twitter sind offen. im Internet einsehbar gewesen bei GitHub und wohl für zwei Monate. Twitter hat eine interne Untersuchung eingeleitet, es meldet den New York Times und beruft sich da auf ungenannte Quellen, wobei das sind unter anderem Gerichtsakten, die Twitter eingereicht hat, wo ein paar Forderungen drinstehen, da kommen wir gleich zu. Und eine Sorge ist, also Twitter hätte gerne von GitHub die Information zu allen Nutzerinnen und Nutzern, die den Code dort gesehen auch oder heruntergeladen haben könnten. Aber natürlich vor allem zu dem, der sie hochgeladen hat. Und gleich zur Frage, wer das gewesen sein könnte, aber. Eine Sorge ist jetzt natürlich, dass der Code möglicherweise noch Schwachstellen enthält, die Angreifer finden und dann nutzen können, um Daten abzusaugen, die Plattformen zu sabotieren, solche Dinge.
06:53 Gavin Karlmeier
Man kann, also wenn ich, wenn ich jetzt so jemand wäre, der so anfällig für Verschwörungserzählung wäre, könnte man natürlich auch sagen, dass so eine Aktion natürlich eine ganz tolle Möglichkeit ist. ähm, d in einem Fall eines möglichen Leaks es auf jemand anderen zu schieben. Also zu sagen, also wir waren eigentlich sicher, aber da hat jemand den Code vorgelegt. Also man könnte vermuten, dass man sich jetzt sowas baut, um einen Ausweg zu haben. Man könnte theoretisch das auch als Anlass nehmen, dass zum Beispiel der Quellcode des Algorithmus, das niemals auf Open Source gesetzt wird und transparent gemacht wird, was uns schon ewig geschuldet wird, weil man sagt, okay, jetzt sind schon andere Teile des Quellcodes offen und gemeinsam wären die gefährlich.
07:38 Dennis Horn
Das könnte man alles da reinlesen, wenn man das wollte. Du meinst eine digitale False Flag, ob das nicht?
07:44 Gavin Karlmeier
100% eine Folge, genau. Jetzt bleiben wir aber mal bei den Fakten. Ich will gar nicht hier so einen Saaten in Köpfe setzen, aber. Doch, aber bleiben wir bei den Fakten. Es ist ja so, dass, also wir wissen von diesen Leaks, die bei Twitter passiert sind, die zweimal passiert sind und die zweimal vor allem wegen des Ausnutzens derselben Schwachstelle. passiert sind. Dementsprechend würde es mich gar nicht wundern, wenn dieser Quellcode, der da bei GitHub gelegen hat. Wir wissen auch nicht so ganz genau, welcher das war. Wir wissen nicht, wie umfangreich der war, wenn ich richtig informiert bin. Oder?
08:15 Dennis Horn
Ja, nee, es gibt da so eine kleine Liste, in die man einblicken konnte von Elementen aus diesem Quellcode. Der ist wohl auch noch übers Internetarchiv zum Teil einsehbar. Und da gab es schon ein paar Informationen zu. Ich weiß aber gerade auch nicht, ob die so vollumfänglich an sich dann auch nochmal waren.
08:35 Gavin Karlmeier
Okay. Also auf jeden Fall. Wir sind gerade an dem Punkt, dass wir eigentlich nicht so ganz genau wissen, wie angreifbar man darüber wäre, aber die Wahrscheinlichkeit liegt doch nahe, dass es da drin noch Schwachstellen gibt. wenn wir auch in anderem Code schon Schwachstellen haben, die schon ausgenutzt wurden und offenbar, die immer noch nicht gefixt sind.
08:53 Dennis Horn
Vielleicht dazu gleich nochmal, weil das natürlich auch Wechselwirkungen hat, sage ich mal, zu der Ankündigung am 31. März, was diese Woche ist, Teile des Algorithmus zu veröffentlichen, der für die Empfehlungsmechanismen Im Einsatz ist. Aber vielleicht vorher nochmal zu der Person, die das getan haben könnte. Weil das eine ist dieses Szenario, das du jetzt hier aufbaust. Das andere ist, würde ich sagen, dass die Indizien eher dafür sprechen, dass hier sich jemand rächen wollte. Klar. Twitter selbst vermutet, dass hinter dem Leak jemand steht, der bis zum vergangenen Jahr bei dem Unternehmen gearbeitet hat, schreibt die New York Times. Elon Musk hatte ja von diesen, ich glaube, knapp siebentausfünfundert Beschäftigten am Ende etwa fünfundsiebzig Prozent entlassen. Oder Sie haben selbst gekündigt, also es kommen nur noch 5600 Personen in Frage, die das hochgeladen haben könnten. Am 3. Januar, da war der Upload, und jetzt. gerade hat man dann erst gemerkt, dass die Dateien da liegen, demnach so gut zwei Monate. Und die Person, die diesen Quellcode von Twitter gelegt hat, Hat auf GitHub den Namen Free Speech Enthusiast.
10:11 Gavin Karlmeier
Geil.
10:12 Dennis Horn
Und das scheint sich dann wohl doch auch sehr klar auf Elon Musk zu beziehen. Und ja, also Twitter arbeitet jetzt daran, herauszufinden, wer das sein könnte und das zu einem Zeitpunkt, an dem, und das finde ich jetzt das Interessante daran Elon Musk ja versprochen hat, einen Teil des Codes von Twitter öffentlich zu machen. Da hieß es mal, wir werden hier Open Source arbeiten und das klang nach vollumfänglicher. Und vor so ein paar Wochen hieß es dann nur noch, 31. März, da veröffentlichen wir den Empfehlungsalgorithmus. Also da ist man schon einen Schritt zurückgegangen. Und dazu hatte Elon Musk doch auch gesagt, der wird vielleicht äußerst schlimm aussehen und deppenhaft. Peinlich, ja. Peinlich, sozusagen. Und hat so ein bisschen den Ausblick gegeben, dass der Code sicherer wird, wenn Menschen da jetzt drauf gucken und Probleme erkennen und ihn melden. Warum kann man das nicht mit dem Code insgesamt so machen?
11:15 Gavin Karlmeier
Ja, das habe ich mich nämlich auch gefragt, weil ich dachte, also wenn doch eh. mit dem Empfehlungsalgorithmus eine der größten Einfallstore für mögliche Manipulationen und Betrügereien aufgedeckt wird. Warum da nicht auch Grundsätzlichkeiten wie meinetwegen das Benachrichtigungssystem oder Spaces oder was auch immer? Also, warum werden die ganzen kleinen Elemente nicht grundsätzlich offengelegt? Die Frage habe ich mir auch gestellt und ich habe da keine Antwort drauf.
11:44 Dennis Horn
Ein Argument muss ja ziehen. Also, entweder das Argument zieht, das ist alles sehr dumm, aber damit kommen wir schon klar. Oder das Argument zieht, dass hier ist eine potenzielle Sicherheitslücke, das geht gar nicht.
11:55 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich auch.
11:56 Dennis Horn
Ich finde, man schließt sich gegenseitig einfach so ein bisschen aus an der Stelle.
11:58 Gavin Karlmeier
Genau, man macht sich ein bisschen unglaubwürdig, wenn auf der anderen Seite Dinge veröffentlicht werden. Vor allem um zu sagen Da werden Fehler drin sein, aber wir bauen da drauf, dass quasi die Crowd das Problem schon löst. Also dass man quasi fehlende EntwicklerInnenkapazitäten auffüllt mit. Crowdwork, auf der einen Seite auch eben um Sicherheitslücken oder halt solche Fehler einfach aufzulösen. Wenn das das Argument tatsächlich ist, dann musst du das auch hier für den kompletten Quellcode möglich machen können. Auch wenn du das nicht möchtest, wäre das dann jetzt nicht so ein großes Problem. Und was mich auch überrascht, ist, angeblich arbeitet Twitter ja Tag und Nacht unter härtesten Bedingungen extrem hardcore die ganze Zeit daran, um die Plattform besser zu machen. Und trotzdem reden wir ja hier über einen Stand vom 3. Januar. Das ist ja auch jetzt nicht vorgestern gewesen oder letzte Woche, das ist schon enorm lange her. Und wenn da noch so frappierende Sicherheitslücken drin sind, die bis heute nicht gefixt wurden, dann weiß ich auch nicht so genau, woran man da eigentlich gerade tatsächlich arbeitet.
12:55 Dennis Horn
Exakt so ist es. Open Source ist natürlich nicht per se sicherer, ja, weil nur weil man das irgendwie freistellt, heißt es ja nicht, dass auch tatsächlich Leute drauf gucken. So, das ist ja immer ein gewisser Truckschluss und es wurden ja schon in Open-Source-Paketen, die irgendwie Jahrzehnte alt sind, ganz schlimme Fehler entdeckt. Wir erinnern uns an Log4j und. Solche Geschichten. Also, hm, wir machen einen hmm da dran an dieses Thema. So, Elon Musk, der sich widerspricht. Übrigens in einer schönen anderen Geschichte, die wir hier noch haben. William Shatner.
13:30 Gavin Karlmeier
Das wäre dein Thema.
13:32 Dennis Horn
Absolut. Es ist mein Thema. Übrigens hat Boris Pistorius, hast du mir geschickt, der Verteidigungsminister Hat den Star Trek-Soundtrack von The Next Generation als Handyklingeton. Fand ich fantastisch.
13:45 Gavin Karlmeier
Ja, das finde ich auch gut. Ich habe übrigens zu William Shetman, der hat mich total bewegt. Sorry, wenn ich da direkt aufladen.
13:50 Dennis Horn
Der South By, oder was? Mit seinem Vortrag über den Bildung.
13:53 Gavin Karlmeier
Aber den Vortrag habe ich, also auf Inhaltsebene habe ich dem nicht verfolgt, aber man sieht diesen Mann da so wahnsinnig rüstlich und sportlich performen, reden, stattfinden. Und dann stellt sie fest, dass der 92 Jahre alt ist. Ja. 92 Jahre alt. Googelt jetzt mal alle bitte William Shetner und schaut euch das mal an, dass dieser Mann 92 Jahre alt ist.
14:12 Dennis Horn
Das verstehe ich nicht. Krass, oder?
14:13 Gavin Karlmeier
Ja, wirklich krass.
14:15 Dennis Horn
So, also, und er ist rüstlich genug, um sich bei Twitter auch über Elon Musk zu beschweren. Und darüber, dass die blauen Häkchen entzogen werden ab dem 1. April, weil natürlich hat auch Captain Kirk ein blaues Häkchen hat und möchte nicht dafür bezahlen Und was hat Elon Musk ihm geantwortet? Es geht darum, alle gleich zu behandeln. Meiner Meinung nach sollte es keinen anderen Standard geben für Prominente. So, und also William Shatner hatte getwittert, hey Elon Musk, was soll das mit den blauen Haken, die verschwinden, wenn wir Twitter nicht bezahlen? Ich bin seit 15 Jahren hier. Und gebe meine witzigen Gedanken hier ab und jetzt sagst du mir, dass ich für etwas bezahlen soll, das du mir umsonst gegeben hast. Was ist das? Der Columbia Records Tape Club. Jetzt müsste ich mal googeln, was dahinter steht.
15:09 Gavin Karlmeier
Das ist eine Referenz offenbar auf das Jahr 1981. wo es offenbar ein so eine Art, also wie heißt denn das, so eine Art Abo-Modell gibt, wo du Kassetten zugeschickt bekommst, wenn du so eine Art Abo, so wie Bertelsmann.
15:23 Dennis Horn
Respekt? So, ja, also Shatner, selbst 2,5 Millionen Twitter-Follower, hat sich so ein bisschen geärgert und Elon Musk schreibt eben, es geht darum, alle gleich zu. Das ist eine bemerkenswerte Antwort, weil er auch schon mal eine Auseinandersetzung bei Twitter hatte mit dem Schriftsteller Stephen King. Und da hat Musk geantwortet: Wir müssen halt irgendwie die Rechnungen bezahlen.
15:48 Gavin Karlmeier
Ja, klar. Also man dreht sich das so ein bisschen immer so, wie es gerade passt, in die eigenen Produktion.
15:53 Dennis Horn
Ja, und es ist natürlich Quatsch, dass hier eine Gleichbehandlung vorliegt, weil ja natürlich mit Twitter Blue Die Accounts bevorzugt werden und wir haben hier keine Gleichbehandlung mehr.
16:03 Gavin Karlmeier
So ist es. Also ich, ja, also ja. Ja, es ist ein ganz seltsames Modell. Also auch wenn du das mal so versuchst, so auf die modulare Ebene runterzubrechen, dass du, egal ob du prominent bist oder nicht, jetzt für den harten 8 Dollar im Monat zahlen sollst, den du früher bekommen hast, damit du als prominente Person als solche klar erkennbar bist, was den blauen Harten in seiner ursprünglichen Funktionen völlig unnötig macht, das wird nicht sinnvoller, auch nach einem, nach vier Monaten Podcast täglich Podcast machen, fünf Monate täglich Podcast machen, mein Gott, wird es einfach nicht sinnvoller, worüber wir hier sprechen.
16:44 Dennis Horn
Unnämmlich. Dann gab es einen anderen Tweet von Elon Musk, da hat er nochmal was anderes geschrieben. Nämlich, dass es an den Bots liegt.
16:51 Gavin Karlmeier
Ja, das ist auch toll, weil er hat sich da ja mit den modernen KI angelegt, weil er sagt, wenn moderne KI in der Lage ist, beweise, dass du kein Roboter bist, lösen kann. dann wird dadurch es viel günstiger, einen Bot zu machen. Er sagt 100. 000 Menschenähnliche Bots für weniger als einen Cent, wo immerher diese Zahl kommt, gibt glaube ich keine Quelle. Und er sagt, die kostenpflichtige Verifizierung erhöht diese Botkosten um ca. 10. 000 Prozent. Auch da. Unklar, woher diese Zahl kommt. Und er sagt, die einzige offensichtliche Schlussfolgerung ist, dass bezahlte Social Media die einzige Social Media ist, die zählt.
17:31 Dennis Horn
Ja.
17:33 Gavin Karlmeier
Also wir haben hier da ja schon mal drüber gesprochen im Fall Meta und dass auch da jetzt sozusagen die Achse Geld von NutzerInnen aufgemacht wird oder diese Flanke. Ich kann natürlich der Argumentation ein Stück weit aus abgewinnen, aber wie er da hinkommt, ist vollkommen kryptisch.
17:51 Dennis Horn
Ja, und zu Meta, das jetzt auch Meta Verified einführt, auch in den USA, in Australien und Neuseeland, gab es ja diesen Testlauf. Schon, wir haben darüber gesprochen, die verfolgen einfach eine komplett andere Argumentationskette und auch ein anderes Angebot, das sie geben. Da gibt es nicht die Argumentationskette über die Bots, sondern sie bieten den Nutzerinnen und Nutzern etwas wo man tatsächlich sagen kann, bezahle ich oder bezahle ich nicht und führen diese damit verbundene Reichweitenerhöhung ja auch erstmal nicht ein in den USA. Also das, ähm Ist weiter eine, wie ich finde, wackelige Argumentation, die er da fährt.
18:30 Gavin Karlmeier
Ja.
18:31 Dennis Horn
Zumal er sie ja vorher auch schon gefahren hat, als KI noch nicht so im Spiel war und sie war da schon wackelig. weil man ja gesehen hat, dass Leute, die irgendwelche, ja, irgendwelche Intelligence Operations bei Twitter durchführen möchten und da Fake News unterbringen möchten und so weiter. Die sind auch verdammt nochmal bereit, billige 8 Euro dafür auszugeben. Also so viel werden die restlichen Öleinnahmen, die China an Russland gibt, doch noch ausspucken, oder?
19:00 Gavin Karlmeier
Zumal, wir haben ja auch schon hier Beispiele gehabt von hundert- bis tausendfachen Fake-Accounts mit Gesichtern von Menschen, die es nicht gibt, die KI generiert waren, die sich als Harvard-AbsolventInnen ausgegeben haben, die alle Twitter Blue Verified waren. Also diese Argumentation ist ganz faktisch widerlegt. Also ein blauer Haken, wir erleben das ja jetzt schon, wie man eigentlich so damit umgeht mit Leuten, die jetzt so einen blauen Haken haben und Twitter Blue verifiziert sind. Der blaue Haken bringt ja überhaupt gar keine Autorität in die Aussage eines Absenders. Also, das kann man ja jetzt gerade schon beobachten, wie gehst du denn damit um, wenn jemand einen blauen Haken hat? Also, im Idealfall ist es dir egal. Und das, also, das ist eine ganz schlechte Grundlage, um zu sagen: Ja, das ist die Zukunft.
19:44 Dennis Horn
Ich habe dieses Ist mir egal habe ich noch nicht. Normalerweise habe ich bisher die Reaktion, wenn mir dann so ein Tweet unterkommt, denke ich immer so, Was ist denn das für ein Kerl? Warum hat der denn einen blauen Haken? Achso, ja, okay. Und dann gucke ich immer drauf und denke so, ach ja, klar, okay, dann muss ich da nicht weiter verfolgen.
19:59 Gavin Karlmeier
Ja, nee, bei mir ist es auch nicht, ja, verstehe ich total. Dieses ist mir egal, da bin ich auch nicht. Also wie gesagt, das wäre der Idealfall. Bei mir ist es so, dass du in der Regel, das habe ich auch schon ein paar Mal gelesen auf Twitter, aber mir geht es genauso Die Schätzquote, ob jemand Twitter Blue Verified oder Legacy Verified ist. Also ob die Einschätzung zutrifft, bevor man auf Profil klickt, liegt bei 100% bei mir. Ich sehe das sofort am Kommentar, an dem wer am Profilbild und so, das sieht man sofort.
20:32 Dennis Horn
Ja, du hast recht. Da kann man so einen Quiz draus machen. Und ich glaube, immer in dem Moment, in dem ich so denke. Ähm, what the fuck is es so gewesen? Also äh ganz schön, oder? Kann man so eine Twitter Blue or not?
20:55 Gavin Karlmeier
Das ist super witzig. Das müssen wir uns merken. Das spielen wir irgendwann mal. Zur Weihnachtszeier. Bei der Haken dann Weihnachtsfeier kann man das spielen.
21:01 Dennis Horn
Sehr gut. Ihr kommt hoffentlich alle. Ihr kommt hoffentlich alle.
21:05 Gavin Karlmeier
Ich würde es doch gerne programmieren lassen, sodass man das direkt mit echten Accounts machen kann, aber leider haben wir keinen API-Zugriff.
21:13 Dennis Horn
Vielleicht spendiert er uns die 10. 000 pro Monat. Mal gucken. Oder wie viel war das? Auf jeden Fall war es zu teuer.
21:21 Gavin Karlmeier
So. Ja dann in diesem Sinne