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Folge 92 · 29. März 2023 · 36 Min.

Ist Twitter damit kaputt?

mit Dennis Horn

So deutlich wurden wir vermutlich noch nicht, aber ja, in dieser Folge fällt der Satz: „Das könnte der Anfang vom Ende von Twitter sein.“

Elon Musk hat angekündigt, algorithmische Timelines zukünftig nur noch mit Tweets von Twitter Blue-Nutzer:innen zu befüllen. Wir fragen: Ist das wirklich so eine gute Idee? (Spoiler: Ist es nicht.)

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüß dich Gevin. Hallo Dennis. Na, wie ist die Lage bei Twitter? Ich guck ja nie rein, wie geht's dir so?

00:14 Dennis Horn

Möchtest du eine ehrliche Antwort auf diese Frage haben? Dann steigen wir direkt ins erste Thema ein. Ich glaube, es gibt jetzt ein finales Datum für meinen Content auf Twitter. Ah, erzähl. Also, wir nehmen die Folge hier am Dienstagabend 18 Uhr auf. Abend, weil wir sind alt. Meine Großmutter hat früher immer gesagt, wenn man so um fünf bei ihr angekommen ist, was kommt ihr denn mitten in der Nacht? So ungefähr ist es. Jedenfalls sind wir aufgewacht am heutigen Dienstag mit der Meldung, dass Elon Musk angekündigt hat, dass die For You Page, also die algorithmisch sortierte Timeline auf Twitter, zukünftig nur noch Tweets von Twitter Blue Abonnentinnen anzeigen wird. Das finde ich ist. Mein erster Gedanke war, jetzt macht er es komplett kaputt. Jetzt, das war's.

01:07 Gavin Karlmeier

Interessant. Also lass uns das nochmal kurz so ein bisschen ausschmücken, weil er hat ja noch ein paar Sachen dazu geschrieben. Und dann würde ich gerne nochmal mit dir über deine Wahrnehmung sprechen, weil meine ist es noch nicht. Okay. Also, er hat dazu geschrieben, das sei der einzig realistische Weg, diese Schwämme von AI-Bots anzugehen, von denen er ja nur behauptet, dass es sie so gibt. Also Zahlen würde ich ja auch gerne mal sehen. Aber er schreibt, ansonsten sei es ein aussichtsloser Kampf auf verlorenem Posten und das Ganze gilt nicht nur für die For You, für den For You-Feed, sondern Auch in Umfragen soll man dann nur noch teilnehmen können, wenn man ein Twitter Blue verifiziertes Konto hat.

01:55 Dennis Horn

Was für ein Unfug, oder? Also erstmal gibt es, wie du schon gesagt hast, gar keinen Hinweis auf diese AI-Box. von denen das spricht, was auch immer das sein soll. Und zum anderen finde ich, in dem Moment, wo du jetzt immer mehr Sachen hinter die Paywall schiebst, das erinnert mich so an, es gibt dieses Unternehmen Ring oder Ring, das gehört zu Amazon und die haben Ein die machen so Sicherheitskameras und Türschlösser, alles smart, smarte Systeme, aber insgesamt halt sehr ähm Software-basiert vor allem. Und es gibt Menschen, die haben sich so eine Alarmanlage gekauft oder einen Tischschluss gekauft, weil sie wussten, das kann ich dafür benutzen, um mit meinem Smartphone oder über Alexa. die, äh, sorry, wenn alle, die das hier gerade laut hören, die Sprachassistenten angegangen sind. Ja, okay, Google. Genau. Also die haben gedacht, oder die haben sich das Produkt gekauft in einem Glauben. weil das der versprochene Funktionsumfang war, Sie könnten nun Ihre Tür mit smarten Angeboten bedienen. Sie könnten mit dem Handy die Tür abschließen, aufschließen, Sie könnten. . eine Benachrichtigung kriegen, wenn jemand in der Wohnung ist, weil die Kameras ausschlagen. Und das war auch ganz lange so, bis jetzt angekündigt wurde, dass das alles zu einem Abo-Modell wird. Das heißt, alle die Funktionen, für die du schon mal bezahlt hast, wirst du jetzt monatlich nochmal zur Kasse gebeten. Und ungefähr so fühlt sich das jetzt gerade auch an. Also jetzt ist es plötzlich ein Premium-Feature, Tweets zu schreiben, die algorithmisch empfohlen werden können. Jetzt wird es zum Premium-Feature an Umfragen teilzunehmen. Alles so wahnsinnige Basis-Features. Dann gehe ich nicht mehr auf den Marktplatz. Ehrlich?

03:33 Gavin Karlmeier

Würde ich nicht, nee. Ja, okay. Okay. Phantasialand? Für so ein paar Sachen muss man immer noch zusätzlich obendrauf zahlen.

03:42 Dennis Horn

Regt dich das da auf?

03:43 Gavin Karlmeier

Ja. Okay. Ja, also ich spüre Emotionen.

03:50 Dennis Horn

Um das Ganze mal einzufangen. Also ich verstehe natürlich, dass man in einer kapitalistisch orientierten Welt Ist jeder Unternehmer frei darin, seine Angebotsgestaltung so zu vorzunehmen, wie er das möchte. Das ist okay, aber dieses Angebot muss ich dann ja halt auch einfach nicht nutzen. Hm.

04:08 Gavin Karlmeier

Ja. Okay, das heißt, für dich ist am 15. April vorbei?

04:12 Dennis Horn

Nicht im Konsum, im Nutzen, sondern aber im Veröffentlichen dort, weil ich das Gefühl habe, das durchdringt das ja nicht mehr. Also Ich muss dann hoffen, dass die Menschen, die meine Tweets sehen, genau zu diesem Moment in ihrer Echtzeit-Timeline unterwegs sind. Und ich kann dir sagen, ohne die algorithmische Timeline. Wäre meine Twitter-Nutzung nahezu unmöglich, weil ich folge so 2000 Accounts, würde ich sagen. Ja. Und ich gucke immer wieder in diesen Echtzeit-Feed und der macht mir auch noch Spaß. Aber ich merke einfach, dass so viele Sachen mir da einfach durchgehen.

04:42 Gavin Karlmeier

Ja, das ist jetzt interessant, weil ich habe nämlich heute schon, wir haben ja wie immer so ein bisschen hin und her geschrieben und uns darüber unterhalten, was passiert da jetzt wirklich. Da habe ich in ein paar In den paar Worten, die du mir zu diesem Thema geschickt hast, also ich lese mal deine Nachrichten dazu vor. Erste lautete: Damit ist Twitter kaputt. So. Dann kam, das ist doch Irrsinn. Nicht überraschend, aber Irrsinn. So, da habe ich schon gedacht, okay, da steckt ein Haufen Emotionen drin. Jetzt, ähm, also ich habe so gedacht, als ich das. gelesen habe. Es sind ja erstmal keine Zahlen dazu bekannt, wie viele Nutzerinnen, wie viele Nutzer nutzen die For You-Seite. Und wie viele diesen chronologischen Feed, der ja die klassische Twitter Erfahrung ist, ja, wo manche auch sagen, ich möchte nur da sein. Der Algorithmus in Twitter, das geht für mich eh gar nicht zusammen. Und ich bin einer von denen immer gewesen. Also Algorithmisch habe ich Twitter nie genutzt und habe deswegen so gedacht, ist mir doch egal. Verstehst du, was ich meine?

05:50 Dennis Horn

Ja, total. Aber allein dieses Zweiklassen-Modell, das jetzt ja de facto eingeführt wird, von dem wir übrigens schon mal prognostiziert haben, das kommt. Ich weiß noch, dass wir hier so dystopische. . Zeichnungen angestellt haben, wo wir gesagt haben, irgendwann musst du bestimmt zum Twittern zahlen oder es gibt irgendwann ein Tageslimit für Tweets. Das haben wir alle schon mal prognostiziert. Und so ein bisschen ist das jetzt so. Weil wenn du willst, dass jemand deine Tweets sieht, dann musst du zahlen. Und das ist ein Ansatz, der total gegen. Erstmal gegen vieles spricht, was ich so als funktionierendes soziales Netzwerk wahrnehme, weil es einfach auch davon lebt. dass Dinge Überraschungserfolge werden. Also ich denke, jetzt ich kram mal wieder in der Kiste. Die Frau, die sich diese Chewbacca-Maske aufgesetzt hat und dabei so laut gelacht hat, dass es alle angesteckt hat. 2016 war das, vielleicht erinnerst du dich daran. War so ein Viralvideo. Das würde niemals viral gehen, wenn das das vorherrschende Modell in allen sozialen Netzwerken wäre, wie Elon Musk das jetzt gerade einführt. Und davon gibt es tausende Geschichten. Alle Geschichten, die irgendwie von klein nach groß gegangen sind, sind so passiert, weil sie sich irgendwie viral weiterverbreitet haben. Und wenn die For You-Page nur noch aus Verified Content besteht, und mit Verified meine ich Content von Menschen, die dafür bezahlen, dass sie da drin sind, dann ist dieser 4U-Reiter tot. Und dann ist auch, glaube ich, die Twitter-Nutzungserfahrung erstmal. getrübt, vorsichtig formuliert.

07:19 Gavin Karlmeier

Okay. Ich habe noch so ein paar Folgefragen. Also ich frage mich zum Beispiel, wenn jetzt bei Abstimmungen nur noch verifizierte, Twitter Blue-verifizierte Nutzerinnen und Nutzer teilnehmen können. Kann ich als jemand, der kein Twitter Blue-Konto hat, die Abstimmung trotzdem weiter starten? Ja. Das geht oder ist das ungeschlossen? Nee, weiß ich nicht, sondern ich stimme dazu. Die Frage steht im Raum, ja. Also so ein paar praktische Folgefragen, die sich einfach daraus ergeben und vielleicht rücken wir das gleich nochmal in ein größeren Kontext, aber es gibt andere, die das so sehen wie du. Katie Neutropolis, BuzzFeed News, die wir ja öfter hier auch schon zitiert haben, hat dazu geschrieben Dass diese beiden Änderungen zusammen, also nur noch Twitter Blue verifizierte Konten auf der For You-Page und für Abstimmungsergebnisse, vielleicht die Abonnements nochmal ein bisschen antreiben könnten. In Klammern, zumindest hofft Twitter das. Aber schreibt sie, ist garantiert auch, Zitat, dass die For You-Seite zu einer Orgie selbstdarstellerischer Hausierer, Arschlöcher und allen anderen wird, die für Twitter bezahlen wollen. Ach ja, und Marken. Das ist ihr Kommentar. dafür. Also das ist das eine. Und es sind ja nicht sonderlich viele Twitter Blue-Abonnenten, die es bisher gibt. Da haben wir auch schon drüber gesprochen, vielleicht gleich auch noch mal ein paar Zahlen dazu. Aber. Das führt natürlich dazu, dass man auf dieser Seite, in diesem Feed, erst einmal sehr viel schneller durchkommt. Also der wird offener sein dann, wenn man Geld bezahlt, wenn man dafür bereit ist. Und dann fand ich ganz interessant. Den Gedanken von Katie Neutropoul dazu, dass dann natürlich Marken mit im Grunde einem kostenlosen Tweet Viel mehr Reichweite bekommen könnten und Viralität, statt einfach, wenn sie Anzeigen kaufen würden. Das stimmt. Das fand ich einen super Gedanken. Und damit sind wir direkt so in diesem Finanziellen drin, also eine von vielen Ideen, sage ich mal, wo die monetäre Strategie von Elon Musk Einfach nach hinten losgeht, weil es am Ende alles schlimmer macht. Und jetzt kommt die Frage: Wie wird das finanziell ausgehen? Ich fand die Einschätzung ganz interessant vom Social Media Watch Blog heute. Ähm, die schreiben, dass dieser Schritt jetzt von Twitter am 15. April der bisher wichtigste Anreiz ist, ein Abo ab. abzuschließen, also das würde ich unterschreiben.

09:53 Dennis Horn

Ja, wirklich auch zustimmen.

09:54 Gavin Karlmeier

Also bisher, wir haben uns ja öfter lustig darüber gemacht. Social Media Watchblog schreibt, ein großer Teil der Blue-Vorteile sind Schnickschnack. Aber die höhere Sichtbarkeit in Antworten, Erwähnungen in der Suche, das ist ein Mehrwert für Menschen, die gar kein Problem damit haben, Geld auszugeben für Reichweite.

10:10 Dennis Horn

Das stimmt, ich will nur dazu sagen, dass dass jetzt das erste Mal ist, wenn ich es richtig erinnere, korrigier mich gerne. Dass jetzt das erste Mal so ist, dass nicht Twitter-AbonnentInnen bevorzugt werden, wahrscheinlich auch mangels Ideen, sondern Twitter nicht-AbonnentInnen benachteiligt. Also es wird jetzt das erste Mal sozusagen genervt, sagt man glaube ich in der Videos. Wenn du keinen Twitter Blue hast, dein Funktionsumfang wird de facto eingeschränkt und auch deine Nutzungserfahrung, weil dir jeglich Form algorithmischer Sortierung abhanden geht.

10:41 Gavin Karlmeier

Ich finde das größere Bild dahinter interessant. Also es ist ja so, dass bisher das Werbemodell das Vorherrschende war in sozialen Medien. Ja, also Profilbildung über uns Nutzerinnen und Nutzer und darauf basiert dann zielgerichtete Werbung. Das ist ja schon mal etwas, was bei Twitter nie so gut funktionieren konnte, weil diese Plattform gar nicht so viele Profildaten über uns hatte. Und alle Plattformen aber haben es bei Werbung ein bisschen schwieriger. Facebook natürlich insbesondere, aber Twitter auch ein wenig, weil die EU reguliert, weil Apple dem der Profilbildung an Riegelvorschieb, da haben wir über all diese Dinge schon mal gesprochen. Und Deswegen suchen sie nach neuen Erlösmodellen. Und eine Richtung, in die Social Media ja zum Teil gerade geht, ist zu sagen, wir bewegen uns weg von diesem Social Graph. Von der Verknüpfung der Nutzerinnen und Nutzer untereinander, von dieser ganz exakten Profilbildung hin zu eher so einer inhaltlich fokussierten Plattform. Und man kann auch sagen, dass Elon Musk ein wenig die Zeichen der Zeit erkannt hat. Weil das gleichzeitig auch wirtschaftlich jetzt so ein Schritt ist, den man mitunter geht. Also weg von der Werbung hin auf andere. Erlösmodelle.

12:06 Dennis Horn

Da kann man erstmal mitgehen, oder? Ja, 100 Prozent. Ich stimme dem auch zu. Ich habe ja, wie gesagt, erstmal glaube ich, die sind da auch in gewisser Weise frei, diese wirtschaftliche Entscheidung zu treffen. Und ich gehe sogar so weit, dass ich sage, ich wäre ja bereit. Für ein soziales Netzwerk, in dem es gewisse Vorzüge gibt, in dem gewisse Versprechen gemacht werden und auch eingehalten werden Dafür ja auch zu bezahlen. Da haben wir ja auch schon mal drüber gesprochen im Fall von Meta Verified, dass ich dem Zeitalter des Pay for Win am Ende fast, auch wieder im Begriff. aus dem Gaming auch ein bisschen was abgewinnen kann, weil ich auch sehe, wie du es gerade beschrieben hast, dass Werbung vielleicht früher oder später nicht mehr der primäre die primäre Einnahmenquelle sein kann. Ich kann im allen total was abgewinnen. Ich finde der Umgang, wie jetzt einfach nur mit eben der Community auf Twitter umgegangen wird, ist so ein respektloser, dass mich das so ein bisschen, also so sehr irritiert, dass ich mir denke, warum soll ich dann meinen Premium-Content da noch platzieren? Weißt du?

13:07 Gavin Karlmeier

Ja, ich verstehe. Ich würde meinen Gedankengang auch noch ein bisschen fortsetzen. Weil natürlich kommt am Ende die Punchline. Also auch wenn diese Bewegung in Richtung der Inhalte gerade so existiert, kann man gleich Gleichzeitig festhalten, Twitter ist aber keine Plattform, wie Instagram eine ist oder Facebook eine ist oder YouTube eine ist. Das sind ja alles Plattformen, insbesondere Instagram oder YouTube oder TikTok. die von den Creatern leben, die dort unterwegs sind, die sich auch ein Geschäftsmodell auf ihrer Präsenz auf diesen Plattformen Plattformen aufgebaut haben. Und das ist ja eine Gruppe von Leuten, die sehe ich auf Twitter so nicht. Also ich sehe ein vergleichbares Phänomen dort auf Twitter so nicht.

13:56 Dennis Horn

Ja, hast du natürlich grundsätzlich recht. Ich muss aber auch dazu sagen, und das haben wir ja beide auch schon sehr transparent gemacht Ohne Twitter hätte ich den Beruf, den ich heute habe, natürlich auch nicht.

14:07 Gavin Karlmeier

Ja, aber eher so indirekt.

14:08 Dennis Horn

Ja, genau.

14:09 Gavin Karlmeier

Ja?

14:10 Dennis Horn

Ja, klar, genau. Ich verdiene kein Geld mit Tweets.

14:12 Gavin Karlmeier

Und vielleicht würden wir, wenn wir heute nochmal irgendwie 20 wären, vielleicht das doch auch über Instagram aufziehen oder andere Plattformen. Kann ich mir auch vorstellen.

14:20 Dennis Horn

Toll, hundertprozentig.

14:21 Gavin Karlmeier

TikTok. Und deswegen könnte man jetzt ein Fragezeichen daran machen, ob bei Twitter, dieser Weg, den die anderen Plattformen gerade geben, sozusagen Pivot to Content, so, ob der so richtig ist für Twitter. Also wir sehen ja, dass bisher auch Es recht wenig Abonnenten gibt, Twitter verdient kaum Geld mit Twitter Blue. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Anteil der Leute, die bezahlen bei Meta Wesentlich höher sein wird. Wir haben über die geringen Abozahlen für Twitter Blue in einer der vergangenen Ausgaben hier gesprochen. Und der Social Media Watchblog hat hier auch noch mal nachgerechnet. Der Umsatz von Twitter, bevor Elon Musk da das Ruder übernommen hat, lag bei rund 5 Milliarden US Dollar pro Jahr. Wenn Twitter Blue auch nur die Hälfte davon einbringt, dann bräuchte es rund 25 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten für diese für diesen Dienst, für dieses Abo-Modell. Und das heißt, jede neunte Nutzerin, jeder neunte Nutzer müsste für Twitter bezahlen. Was natürlich nicht passieren wird. Richtig. So. Also ist. Und jetzt komme ich so zu meiner Punchline. Also ist das immer noch nicht genug, was hinter die Paywall rückt? Und was bleibt dann noch übrig, was man hinter die Paywall rücken könnte? Sehen, Konsum. Alles. Ja, Twitter müsste komplett hinter die Paywall. Erst dann hätte es einen Wert, das in diese Richtung gehen könnte. Und ich glaube, auch das Würden nicht genug Leute machen und damit ist dieser Weg hier eine Sackgasse und würde am Ende Twitter in den Tod treiben? Das ist mein Szenario, das ich daraus mache. Und deswegen stimme ich dir am Ende vielleicht nicht ganz so emotional, aber trotzdem zu: genau das wird passieren. Das ist in dieser Richtung das Ende von Twitter.

16:19 Dennis Horn

Das ist stark, dass wir das jetzt mal so festhalten müssen nach 91 Folgen, dass wir an diesem Punkt sind. 92.

16:27 Gavin Karlmeier

Folge 92, Leute.

16:28 Dennis Horn

Wir haben ja ein bisschen drauf gewartet. Dass es irgendwann so einen Punkt gibt, an dem es eine große Zäsur gibt und es gab immer wieder solche Momente, sei es Die Sperre über Nacht von JournalistInnen, die über Elon Musk geschrieben haben, die wir schon als Überschreitend einer roten Linie wahrgenommen haben, sei es. Überhaupt die Diskussion im Twitter Blue eigentlich, die wir ganz am Anfang ja schon als Impuls oder als Initiale verstanden haben, zu überlegen, war es das bald vielleicht. Aber jetzt gerade passiert etwas, das bedeutet, dass wenn irgendjemand, und wir sprechen ja ganz oft über die klassischen NutzerInnen von Twitter, die eben nicht wir sind, die so sehr reflektiert und auch mit vielen Funktionen sich vertraut machen wollen und so. Wenn diese Leute jetzt sich nicht mehr bei Twitter anmelden und durchdringen können, was da passiert, wenn sie nur noch Inhalte angezeigt kriegen, von am Ende, man muss das sagen, Elon Musk-Fans Die meisten der Leute, die Twitter Blue abgeschlossen haben, fallen wahrscheinlich in diese Kiste. Oder zumindest denen, die Elon Musk das zutrauen, dass er das hier richtig macht. Wenn nur noch deren Content angezeigt wird, dann ist auch das, was den Leuten Grund gibt, sich bei Twitter anzumelden, nämlich Unterhaltung zu finden zum Beispiel, oder Information oder Orientierung am Ende, auch Meinungsbildung, wenn das alles nicht mehr da ist. dann löst das hier eine Kettenreaktion aus. Nämlich ein Frustmoment bei allen, die sich anmelden und nicht den Content finden, den sie da erwarten, weil da nur noch Leute sind, die Elon Musk verteidigen. Ob sie es aktiv tun oder passiv, einfach nur durch ihre blauen Haken.

18:02 Gavin Karlmeier

Ja, also wir stellen uns im Grunde die Frage, ob wir am Ende auf diesen 15. April 2023 zurückgucken werden, als den Tag, an dem Elon Musk die große strategische Fehlentscheidung getroffen hat, die Twitter in den Abgrund befördert hat.

18:18 Dennis Horn

Total. Es gibt natürlich noch ein paar praktische Fragen, übrigens, die da auch dran hängen, die ich mir vorstellen könnte, die den heutigen Tag doch ein bisschen abschwächen in seiner Wucht. Zum Beispiel, was ist denn eigentlich, wenn ein verifizierter Nutzer einen nicht verifizierten retweetet? Also würde das bedeuten, dass mein Tweet eines der dann nicht verifizierten Nutzers. . Dann doch wieder in der For You-Timeline landet und ist dann das alles heute eine heiße Luft.

18:43 Gavin Karlmeier

Oh, auch interessant. Und bilden sich daraus so Sammel-Retweet-Accounts? Genau. Also 100 Leute zahlen gemeinsam für einen Twitter Blue-Account. Perfekt.

18:53 Dennis Horn

Das ist super. Ja, okay. Das ist eine sehr gute Geschäftsidee. Aber auch, dass jetzt gerade die For You-Timeline ja so gebaut ist, dass mir auch Tweets angezeigt werden, die einfach nur Menschen gefallen, denen ich folge. Wenn sogar über diese Bande es schon reicht, dass mein Tweet dann doch in der For You-Timeline landet, dann ist das keine Ankündigung, über die wir heute sprechen. Also die Frage ist so ein bisschen, mit welcher. Konsequenz, ist das das richtige Wort? Vehemenz vielleicht, dass tatsächlich so umgesetzt wird, was heute angekündigt wurde. Finde ich tatsächlich die spannendste Frage. Also, was passiert tatsächlich am 15. April? Das ist die spannende Frage.

19:29 Gavin Karlmeier

Vielleicht gehen Ihnen noch ein paar Lichtlein auf, sozusagen. Und dann haben wir wieder das Ding, dass wir hier nur auf die Ankündigungen geachtet haben. Also dem Räumen wir den Platz an, ich habe auch noch so ein paar praktische Fragen, die da so dranhängen, so ein paar Aspekte, also Es gibt zum Beispiel, das hat, ähm, also selbst Elon Musk Fan-Accounts wie Twitter Daily News stellen da, machen da noch so ein paar Fragezeichen dran, so ein paar Aspekte, nämlich dass es ja große Unterschiede gibt beim mittleren Gehalt in verschiedenen Ländern. Also, das liegt in den USA, schreibt dieser Account bei 70. 000 US-Dollar, in Indien bei 5000 US-Dollar. Und Twitter Blue kostet an beiden Orten 8 Dollar. So, also wird man sich das in dem einen Land eher leisten als in dem anderen? Fand ich einen interessanten Aspekt.

20:21 Dennis Horn

Ja, finde ich auch spannend. Es gibt dazu, wer Lust hat, sich mal mit was richtig Spannendem zu beschäftigen dazu. Der Wikipedia-Eintrag zum Big Mac-Index Das ist ein Index- und Messwert, der einschätzt, wie teuer der Big Mac in der Landeswährung umgerechnet in Dollar ist, um daraus abzuleiten, was die Leute bereit sind, für am Ende ein Luxusprodukt auszugeben. Ganz spannend.

20:43 Gavin Karlmeier

Dann weiterer Aspekt, ob dieser Schritt für Leute, die Twitter Blue selbst nutzen, ja, also die dafür Geld ausgegeben haben, ob der für die so gut ist. Weil die ja durchaus auch Accounts folgen wollen, die nicht verifiziert sind. Stimmt. Ja. Das ist die beste Frage eigentlich. Also das, äh, ich finde, allein diese Frage könnte das ganze Konstrukt und die ganze Idee aus den Angeln heben, wenn man es so konsequent durchzieht. Ja, du bestraft alle am Ende. Ja. Oder was ist, wenn die bisher verifizierten Accounts jetzt ab Anfang April ihre blauen Haken verlieren? Also, so ist es ja dem Tatort schon passiert, habe ich vorgestern darüber berichtet. Und jetzt werden alle weiteren kommen und dann darunter natürlich auch prominente Namen. Ja, also weiß ich nicht, so ein Donald Trump oder ähm so ein Wen haben wir denn dann noch? Irgendwelche Stars oder so? Barack Obama. Barack Obama auch. Und dann gibt es doch mit Sicherheit Leute. die sich Twitter Blue Konten kaufen werden und dann den Eindruck erwecken, sie sind diese Person und die verifizieren lassen. Verstehst du? Ja. So, und der äh der klassische Move ist aber doch, ähm Dass man reinguckt, ah, ist blaues Häkchen daneben, das ist der Echte. Und das wird ja jetzt total umgekehrt. Also ich kann ja den Echten dann gar nicht mehr erkennen. Ja, der echte hat wahrscheinlich nicht Twitter vergessen. Der echte ist der ohne blaue Haken bei Twitter. Das ist so, ja. So, und also Twitter hat ja selbst immer gesagt, wir prüfen irgendwie. Ob das die echten sind, aber es gibt kein ID-Verfahren bis heute. Das ist ein Witz an Prüfungen. Also darauf ist überhaupt kein Verlass. Das heißt Das, was man hinter dem blauen Haken vermutet, das wissen wir natürlich schon länger, dass das jetzt bei Twitter nicht mehr gültig ist, im Gegensatz zu anderen Plattformen. Aber das wird zum Problem aus dieser Sicht. So Und ein Account muss ja auch mindestens 90 Tage alt sein, um verifiziert zu werden. Und ein Profilfoto darf nicht kürzlich geändert worden sein. Da gibt es ja auch noch solche Geschichten. Und eine persönliche Identifikation ist aber weiter nicht vorgesehen. Also es gibt irgendwie so ein paar Hürden Drin, aber eben nicht diese persönliche Verifikation. Also, wir können zusammentragen, das ist eine scheiß Idee.

23:23 Dennis Horn

Das ist so. Das ist definitiv so. Und ich bin auch total gespannt, ob das wirklich kommt. Also es würde mich auch nicht wundern, wenn wir von dieser Geschichte nie wieder etwas hören. Wäre nicht das erste Mal. Und das ist auch wieder jetzt so ein, wir haben einen drei Wochen Vorlauf. Vielleicht spekuliert er darauf, dass wir es vergessen.

23:42 Gavin Karlmeier

Setze dir auch Siri wieder ein dafür, bitte.

23:44 Dennis Horn

Ich glaube, das werden wir täglich auf dem Schirm haben. Aber das kann natürlich auch sein, dass einfach nur die Ankündigung schon. . geplant ist, um damit Twitter Blue AbonnentInnen zu generieren? Ich weiß es nicht. Ja. Weißt du, was ich mich auch frage? Wenn ich jetzt alle, wenn ich mit diesem Tool, das es da gibt, alle Twitter Blue-AbonnentInnen blockiert habe, wie sieht meine For You-Timeline aus? Ist sie dann leer? Oder habe ich dann nur Elon Musk, den ich nicht blocken kann? Na, ich hätte eine Vermutung. Ja, ich auch. Die werden mir trotzdem angezeigt, weil blockieren bringt ja auch nichts mehr.

24:16 Gavin Karlmeier

Ja, nee, ich hätte auch noch eine andere Vermutung. Sie ist voll mit gut 30 Accounts. Die von Twitter von Haus aus eine höhere Sichtbarkeit bekommen. Damit sind wir beim nächsten Thema angelangt. Diese Brücke, Dennis. Ich würde es hier machen, aber naja. Also, wir erinnern uns an Captain Kirk, William Shatner, der gesagt hat: Ich möchte nicht, dass ihr mir meinen blauen Haken wegnehmt. Elon Musk hat geantwortet, nee, nee, wir wollen hier alle gleich behandeln. So, wie gleich behandelt Twitter die Menschen? Es gibt. Es gibt tatsächlich Leute, deren Reichweite geboostet wird. Wir wussten, das ist auch schon Elon Musk. Wir erinnern uns an diesen Faktor 1000, der einfach als Reichweitenverstärkung im Code einprogrammiert wurde. Und Zoe Schiffer berichtet im Plattformer Newsletter jetzt, dass es eine Liste von rund 35 VIP-NutzerInnen gibt. deren Konto über Konten überwacht werden von Twitter und die dann eine erhöhte Sichtbarkeit bekommen. Da ist LeBron James drin, NBA Star. Da ist Ben Shapiro drin, konservativer Kommentator aus den USA. Da ist Catherine Two drin, das ist ein konservativer Kommentator bei Twitter, pseudonym, man weiß nicht, wer die Person dahinter ist. Alexandria Ocasio-Cortez, die demokratische Um politikerin Joe Biden, Elon Musk, Glenn Greenwald, Mark Andresen. Also, das ist schon ganz interessant, und wenn jetzt die Entwicklerinnen und Entwickler bei Twitter feststellen Da laufen Tweets von denen nicht ganz so gut, dann können Sie wohl den Code optimieren, um sicherzustellen, dass die Tweets dieser VIP-Benutzerinnen und Benutzer doch immer angezeigt werden.

26:21 Dennis Horn

Das ist ja ich will mich nicht wiederholen, aber auch das ist Irrsinn. Angesichts der Hexenjagd, die Elon Musk ja quasi ausgerufen hat, als es darum ging, es gab hier Shadowbanning und die Leute wurden nicht gleich behandelt und eine Ungleichbehandlung ist vorgenommen worden. Das ist nichts anderes, es ist nur andersrum.

26:41 Gavin Karlmeier

Ja. Den deutschen Medienanstalten gibt es nochmal Futter, die ja eh von der BLM aus, glaube ich, eine Untersuchung anstrengen wollen. Weil das gegen den Medienstaatsvertrag in Deutschland verstößt, also gegen das Gesetz, eine solche Ungleichbehandlung. Und ich finde das auch nochmal interessant mit Blick auf Die angebliche Veröffentlichung des Codes fürs Empfehlungssystem von Twitter am kommenden Freitag. Ähm, weil, also, wenn man wirklich den Code offenlegen würde, komplett, dann müsste diese Liste an VIP-Nutzern da irgendwo drin auch zu finden sein. Das wird man wohl kaum machen, also ist es keine komplette Offenlegung. Und was bringt denn eine Offenlegung überhaupt, wenn wir jetzt wissen, da gibt es irgendwelche geheimen Mechanismen im Hintergrund? Ja, das stimmt total.

27:33 Dennis Horn

Ich bin sogar an dem Punkt. Dass ich sagen muss, ich kann das ja unter Marketinggesichtspunkten irgendwie sogar verstehen. Also wenn ich mich bei einer Plattform anmelde. und ich vor allem als amerikanischer Nutzer, amerikanische Nutzerin und der Präsident twittert was, dem ich folge, dann will ich auch davon ausgehen, dass mir das angezeigt wird. Dieser Mechanismus, der dem zugrunde liegt, dem kann ich in eine gewisse Logik zuschreiben. Aber wie du schon sagst, das ist halt Verstößt gegen jede Gleichbehandlung und vor allem verstößt das gegen jede Gleichbehandlung, wie sie die ganze Zeit erzählt wurde, uns allen erzählt wurde. So nämlich.

28:14 Gavin Karlmeier

Apropos Code.

28:17 Dennis Horn

Nur noch zwei Tage, wenn ihr das hier hört, übermorgen.

28:19 Gavin Karlmeier

Ja. Kommt der Code. So, uh, wobei er ja auch schon eine Weile offen im Netz lag. Wir haben wir haben gestern darüber gesprochen und jetzt gab es nochmal einen interessanten Artikel bei Forbes, der David Lindner zitiert, einen Sicherheitsmenschen von Contrast Security. Der nochmal eine Einschätzung abgegeben hat, wie Twitter reagiert hat auf das Vorhandensein dieses Codes, auf den Leak bei GitHub. Also, er sagt, das fand ich ganz interessant. So, Sicherheitsbedenken waren bei Twitter ganz offenbar gar nicht der erste Gedanke. Der erste Gedanke war. Twitter hat sich bei GitHub gemeldet wegen einer Urheberrechtsverletzung gemeldet, also hat den Urheberrechtsverletzungen mitgeteilt. Und David Lindner sagt: Ja, das ist ein wichtiger Schritt, aber er ist nicht wirklich aussagekräftig, weil der Code ist ja schon draußen. Und er hätte viel eher eine externe Forensic-Firma beauftragt, um sicherzustellen, dass sich derjenige, der den Code da veröffentlicht hat, nicht immer noch irgendwo in der Umgebung von Twitter aufhält und befindet, also nicht irgendwo digital noch Zugang hat und Zugriff hat. Und das scheint Twitter, zumindest wenn man sich die öffentliche Reaktion so anguckt, gar nicht so an erste Stelle gesetzt zu haben, sondern der Fokus lag eher Auf geistigem Eigentum, als eben auf den Risiken, die so ein Leck darstellen könnte, wenn da immer noch ein Akteur im System von Twitter unterwegs ist.

29:58 Dennis Horn

Das ist super interessant.

29:59 Gavin Karlmeier

Ja, weil er sagt, in den meisten Fällen, naja, da gab es jetzt das Leck und so weiter, aber es gibt viele Fälle, in denen so ein Leck genutzt wird als Ablenkung für einen viel schädlicheren Angriff, der dann parallel irgendwo passiert. Und da sagt David Lindner, es wird interessant sein zu sehen, wie Twitter mit der Transparenz hier umgeht.

30:21 Dennis Horn

Das ist super spannend und fühlt sich fast wie so ein Versäumnis oder wie ein Fehler an eines Unternehmens und eines Managements dass sich solche Fehler, zumindest auf dieser Ebene, fast nicht erlaubt hat. Also es gab in der Vergangenheit ja schon Geschichten, wo Elon Musk irgendwelche EntwicklerInnen-Teams eingeladen hat, an Feiertagen, an Sonntagen, an Samstagabenden. Und teilweise an unterschiedliche Gruppen unterschiedliche Informationen über diesen Termin geschickt hat, um einkreisen zu können, wer Informationen an die Presse durchsticht. Da hatten wir hier auch schon mal drüber gesprochen. Also. Offenbar sprechen wir da schon über, also ich versuche es mal diplomatisch zu formulieren, vorsichtiges Vorgehen in der auch unternehmensinternen Kommunikation. Und dass das dann hier in diesem Fall quasi gar nicht erwogen wird, dass das Leck irgendwo im Haus oder im Umfeld steckt, sondern eher in der Vergangenheit gewittert wird, finde ich doch irgendwie eine Erwähnung wert.

31:20 Gavin Karlmeier

Genau so. Also verfolgen wir genauso weiter und kommen jetzt zu ein paar Kleinigkeiten noch. Die ich gerne auffegen würde mit dir. Bitte. Erste Geschichte von Ralf Rute, diesem Comiczeichner. Passt vielleicht ein bisschen zu der Frage, wie Twitter Und mit welchen Nachläufen Twitter jetzt Änderungen am Profil erlaubt, so für verifizierte Nutzerinnen und Nutzer. Ralf Rute twittert folgendes. Kennst du Takeover? Das ist, wenn man seinen Account an eine andere Person verleiht. Habe ich in den letzten Jahren mehrfach gemacht, immer für 24 Stunden war auch nie ein Problem. Die andere Person hat dann jeweils natürlich das Profilbild und den Namen des Accounts angepasst. Zuletzt war das bei ihm die Autorin Jasmin Schreiber. Liebe Grüße. Liebe Grüße, dieses Take-Over ist aber, schreibt Ralf Rute, seit 24 Stunden vorbei. Ich habe von meiner Seite aus längst alles in den Ursprungszustand versetzt. Du, Twitter, setzt das aber nicht um, weil mein Profil, Zitat, gerade geprüft wird. Okay, deine Plattform, deine Regeln. Ich wollte nur anmerken, dass diese Neuerung super nervig ist. Und höflich bitten, meine Änderungen anzupassen, damit ich hier wieder in Ruhe Pupswitze machen kann, ohne dass es so aussieht, als hätte Jasmin den Pupswitz gemacht. Danke. Schön, ja. Also, das scheint mir ein bisschen wie diese 90-Tage-Prüfung und so vorzukommen, die Twitter da eigentlich für die Twitter Blue Accounts ins Spiel bringt.

32:43 Dennis Horn

Ja, das sind natürlich Sicherheitsmechanismen, die man braucht, wenn man jetzt ausschließen möchte, dass sich irgendjemand nochmal als Elon Musk ausgibt. Also ich kann das irgendwie schon, ich kann schon nachvollziehen, dass wenn du das ganze System irgendwie so auf Alcatras-Niveau, zumindest für die NutzerInnen umbauen möchtest, dass irgendwie sich kaum noch jemand frei bewegen kann und wenn, dann musst du dafür bitte bezahlen, dass du dann da auch diese Sicherheitsmechanismen eben auch für den laufenden Betriebssicherheit stellen musst. Das kann ich schon irgendwo verstehen. Aber es ist natürlich total weltfremd, weil es solche Take-Overs der Reihe nachgibt, weil du vielleicht auch mal für ein Event oder für 24 Stunden dein Profilbild anpassen möchtest oder warum auch immer. Und da nicht erstmal möchtest, dass sich irgendein völlig überarbeitetes Team mal ganz kurz die Zeit nimmt, um zu schauen, ob du wirklich auf dem Profilbild bist. Um kurz nochmal dazu zu sagen, in dem Fall sind diese Sicherheitsmechanismen ja offenbar auch schiefgegangen. wenn sich ein Account, der Ralf Rute heißt, in Jasmin Schreiber und mit einem neuen Profilbild umbenennen kann. Also offenbar scheint das nicht zu klappen. Also ich könnte mir vorstellen, dass diese Sicherheitswirtsstunden, diese Karenzzeit, einfach so ein So ein Leerlauf sind, wo nichts passiert, außer dass du halt einfach warten musst.

33:51 Gavin Karlmeier

Ja, genau, genau. So empfinde ich das auch, in der Tat. Dann, oder das hast du entdeckt. Es heißt jetzt Bookmark, aber nicht mehr Lesezeichen, aber auch nicht an allen Stellen. Das ist toll, ne?

34:03 Dennis Horn

Also es sind nur Kleinigkeiten, die einem immer wieder so auffallen. Aber unter jedem Tweet stand ja immer, wie viele Lesezeichen oder wie oft ein Tweet gelesezeichnet wurde. Ja, du weißt schon gelezeichnet, sagt man, glaube ich. Und das heißt jetzt Bookmarks, wenn ich aber den Tweet zu meinem Lesezeichen hinzufügen möchte, heißt es immer noch Lesezeichen. Also scheint die Übersetzung da nicht in allen Ecken zu greifen. Es sind Kleinigkeiten, aber Kleinigkeiten, die früher so meistens nicht passiert sind.

34:30 Gavin Karlmeier

Dann sind wir gespannt auf einen weiteren Tag, auf den Break-Even, an dem endlich die eine Zahl die andere übertrifft, nämlich Elon Musk, der dann mehr Follower haben wird als Barack Obama. Wir haben schon darüber gesprochen hier. Und jetzt hat wer hat das Matt Navara hat es, glaube ich, ausgerechnet. Wann wird es soweit sein? Und zwar am 1.

34:52 Dennis Horn

April. Ja, an dem Tag, an dem Barack Obama auch noch seinen blauen Haken verliert.

34:56 Gavin Karlmeier

Es wird für ihn ein dunkler Tag. Und ein bisschen Jenga-Steine haben wir auch noch rauszunehmen. Sören Schewe hat getwittert, Erwähnungen und Unterhaltungen werden ihm jetzt als einzelne und alleinstehende Tweets angezeigt, ohne Kontext. Es ist fantastisch. Ich habe auch noch eine Kleinigkeit beobachtet. Ach ehrlich, ja.

35:13 Dennis Horn

Und zwar ist es bei mir teilweise so, aber auch nur, weil ich ja immer wieder hier diesen Podcast twitterere, dass wenn mir Leute darauf antworten, mir die Antwort mitunter so angezeigt wird. Es war ganz lange im Tweetdeck schon länger so, jetzt ist es auch bei twitter. com so, als würden diese Menschen. diese Linkbox zu diesem Podcast auch nochmal mit twittern, was sie nicht tun. . Und wenn das ein beabsichtigtes Verhalten ist, kann ich sagen, kann man das sogar irgendwo nachempfinden. Das ist der Tweet, der Link, den man quasi. . Beantwortet, dass der dann immer wieder mitgeschickt wird, warum auch immer. . Aber es passiert halt vor allem nicht immer. Ich habe das manchmal. Und alles, was manchmal auftaucht, lässt bei mir die Jenga-Glocke läuten. Absolut. Und das nächste Mal läuten wir sie in 24 Stunden wieder. Vermutlich. Bis morgen. Bis morgen.