Twitter legt sich wieder einmal mit den Medienhäusern an – diesmal ist NPR dran. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den USA, der nun durch einen Badge als Staatsfunk kennzeichnet ist und damit in einer Reihe mit Russia Today steht. Ist das das Twitter, auf dem wir uns wohlfühlen? Und wenn nein, ist das überhaupt wichtig?
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Dennis Horn
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis Haken dran, Ausgabe 98. Das heißt also, wenn man jetzt weiterrechnet, 99 morgen. Genau, Ausgabe 108. Schade, Ostern. Fällt aus. Keine Ausgabe 100. Wir holen sie nach.
00:26 Gavin Karlmeier
Ja, willst du auch schon sagen, wo?
00:28 Dennis Horn
Auf der Republika. So ist es.
00:30 Gavin Karlmeier
Also wer diesen Jahr die Gelegenheit hat, zur Republika zu kommen, kann uns auch mal sehen, wie wir das erste Mal im echten Leben aufeinandertreffen. Schön. Ja, da freue ich mich drauf. Auch, dass wir das jetzt verraten dürfen.
00:44 Dennis Horn
5. bis 7. Juni Arena Berlin. Wir diven mit euch vielleicht auch ins Badeschiff, wenn du dich traust, in kurze Hose dir anzuziehen.
00:57 Gavin Karlmeier
Kurze Hose ist unproblematisch, aber ich bin nicht Schwimmer.
01:00 Dennis Horn
Ah, ich glaube, man kann da stehen. Also wir gucken mal. Aber auf jeden Fall nehmen wir diesen Podcast auf. Eine Live-Episode von Haken dran im Juni auf der Republika. So, und jetzt legen wir für heute los. Wir müssen ein bisschen Housekeeping machen, glaube ich.
01:15 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ja, genau. Wir haben ein paar Nachrichten geschickt bekommen. Zum Beispiel haben wir ja gestern gebeten, dass die Menschen doch mal schauen sollen, ob ihnen noch andere Begriffe auffallen, die in Tweets stecken, damit sie, wenn sie in einer DM verschickt werden als Link, nicht als Box angezeigt werden. Also wir hatten darüber gesprochen, dass so Begriffe wie Gay oder Lesbian oder Transgender, dass die nicht als echte Tweet-Vorschau angezeigt werden in Twitter-DMs, sondern nur als Link Und mir wurde so ein Tweet zugespielt, der auch nicht ausgerollt wird. Und ich lese dir mal den Text dieses Tweets vor und dann können wir ja mal gucken, welcher Begriff da wohl kassiert wird. Das Wiesbadener Verkehrssteuerungssystem DIGV hat den nächsten entscheidenden Schritt geschafft. Fortan können die Wiesbadener daheim ihre eigenen Ampelschaltungen entwickeln. Und diese dann per Knopfdruck zum Praxistest an die Stadt überspielen.
02:03 Dennis Horn
Ganz klar der Begriff Verkehr.
02:07 Gavin Karlmeier
Das könnte sein.
02:08 Dennis Horn
Keine Ahnung.
02:09 Gavin Karlmeier
Kam das Wort Verkehr überhaupt darin vor? Ach ja, Verkehrsschreibungssystem. Also das zeigt, dass es noch ein bisschen willkürlicher tatsächlich ist, als einfach nur diese 30 Begriffe, die so in dieser Liste stehen, sondern es scheint auch noch Begriffe zu geben, die wir. Die noch vorsichtiger sind.
02:25 Dennis Horn
Ja, wenn dieses System so wirklich funktioniert. Wir haben ja auch schon darüber gesprochen, vielleicht haben wir hier auch wieder so ein Synchronisierungsproblem und mal funktioniert es, mal nicht.
02:35 Gavin Karlmeier
Auch möglich. Man Man weiß es leider nicht. Mrs. Housekeeping-Thema. Uns wurde mitgeteilt, ich habe gestern ja gesagt, Elon Musk sei ein Boomer. Der ist dafür zwei Jahre zu spät geboren. Der ist Gem X.
02:49 Dennis Horn
Wo haben wir das erfahren bei Mastodon? Ja, natürlich.
02:53 Gavin Karlmeier
Da war jemand spitzwindlich. Und dann gibt es jetzt eine kleine Aktion, Leute im Internet motivieren dazu, doch bitte Barack Obama zu folgen, um Elon Musk nicht diesem kleinen, diesem kleinen Ego-Boost zu können, die meist gefolgte Person auf Twitter zu sein.
03:10 Dennis Horn
Hm, ich befürchte, da wird nichts draus. Leider. Also ich verstehe die Motivation, aber naja.
03:16 Gavin Karlmeier
Glaubst du, klappt nicht?
03:17 Dennis Horn
Nee. Also für Barack Obama, nicht für Elon Musk, glaube ich, leider schon. Aber es sind die Aufmerksamkeitsmechanismen, die mich da umtreiben in meiner Begründung, dazu kommen wir heute aber auch noch.
03:29 Gavin Karlmeier
Oh, Teasing. Ja.
03:33 Dennis Horn
Habe ich gelernt im Buch.
03:36 Gavin Karlmeier
Und wie es weitergeht, erfahrt ihr nach Paid Manues von Anastasia. Viel Spaß. Wir müssen über was anderes sprechen. Das hat auch ein bisschen was mit Radio zu tun. Und zwar mit NPR. NPR, das kennen wir. Das ist das National Public Radio. Das ist sozusagen Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den USA. Nicht kommerziell betrieben, auch nicht vom Staat bezahlt finanziell eigenständig. Ich betone das deswegen, weil NPR seit der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bei Twitter einen Badge bekommen hat mit dem Wortlaut US State Affiliated Media. Also Staatsverbundenes Medium in den USA. Und damit kann sich NPR einreihen in andere Medienunternehmen, die staatseigen sind, wie zum Beispiel Russia Today. Also die haben jetzt das gleiche Badge und Das ist ehrlicherweise, finde ich, ein weiterer Tabubruch. Weil hier solche rechten Formulierungen übernommen werden, die wir in Europa und vor allem in Deutschland auch sehr gut kennen Ich muss ja nur den Begriff Staatsfunk sagen oder Zwangsgebühr. Das sind alles so Formulierungen, die man so kennt, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu diffamieren und auch in seiner Existenz anzuzweifeln. Oder seinem Existenzrecht einzuzweifeln, so ist es richtig. Und ehrlicherweise würde mich das auch leider nicht mehr wundern, wenn auch so ein Badge bei deutschen öffentlich-rechtlichen Medien früher oder später auftaucht.
05:14 Dennis Horn
Was uns nochmal näher an die Frage dann ranführen würde, wie halten es eigentlich deutsche Medienhäuser mit dem Haken und dem Bezahlen dafür? Aber in der Tat, ich bin nicht mehr.
05:26 Gavin Karlmeier
Ist das das nächste Teasing auf gleich?
05:27 Dennis Horn
Ist vielleicht das nächste Teasing aufgleich. Aber vielleicht muss man an der Stelle doch jetzt nochmal ganz genau sagen. dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk eben kein Staatsfunk ist, das ist ja der Unterschied, um den es hier ganz konkret geht, Den Unterschied machen einige nicht, auch so Leute, wo ich manchmal denke, so in der Debatte, du müsstest es eigentlich wissen. Ja, also das kommt hin und wieder so vor und dann Weiß ich nicht, wenn ich auf irgendeiner Party stehe, die ja immer in der Küche endet und dann werden so diese tiefschürfenden Gespräche geführt und dann sagt irgendjemand Staatsfunk, dann greife ich immer ein.
06:09 Gavin Karlmeier
Ich bin da ja noch anstrengender. Ich bin da ja das Mastodon im echten Leben. Mich stört ja schon der Begriff Gebühr. Also da bleibe ich schon hängen, wenn jemand GEZ sagt auch, das sind ja alles so Begriffe, die. Nämlich ganz oft aus so Kampfformulierungen herausrühren.
06:25 Dennis Horn
Genau, ne? Und es macht einfach einen Unterschied. Es gibt in Deutschland eine Anstalt, die direkt vom Staat bezahlt wird, das ist die Deutsche Welle. Die zur ARD gehört, aber im Ausland sendet, das ist der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland, um das Bild, die Haltung, die Sichtweise, Der Bundesrepublik Deutschland ins Ausland zu transportieren, da entscheidet der Bundestag direkt über das Budget Und das glaube ich, kann man kritisch sehen, so, aber es ist beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ansonsten eben nicht so und NPR, wir hatten über NPR und das Finanzierungsmodell auch schon mal gesprochen, da kommen unter anderem Spenden zusammen und es steckt auch so ein bisschen so ein Stiftungsansatz dahinter. Also Das ist kein Staatsmedium. So und das wurde bisher auch von Twitter übrigens. Es gibt eine Policy Indem in der steht, was wird hier eigentlich genau als Staatsmedium ausgezeichnet oder nicht Und da hat Twitter in dieser Policy bisher eigentlich auch einen sehr klaren Unterschied gemacht. Und da wurde sogar NPR konkret genannt, neben der BBC, als ein Medium, das eben nicht direkt über den Staatssekel finanziert ist.
07:48 Gavin Karlmeier
Ja, die Policy wurde erst angepasst, lustigerweise, nachdem NPR dieses Badge bekommen hat. Das heißt, man hat da nochmal sehr genau nachher erst geguckt, passt das eigentlich zu unserer Formulierung der Policy? Oder müssen wir, und das ist eigentlich das Frappierende, müssen wir die Policy anpassen und nicht etwa das, wie wir uns verhalten.
08:08 Dennis Horn
Ja, und das passt gut zu Elon Musks Kulturkampf. Diese Auszeichnung jetzt vorzunehmen, NPA als staatlich finanziertes Medium zu betrachten und zeigt, dass die Plattform Twitter an sich eben keine Unabhängige mehr ist.
08:27 Gavin Karlmeier
Total. Also das ist ja das ist Framing, um mal so einen Begriff auch aufzugreifen, der immer wieder auch gegen das öffentlich-rechtliche System verwendet wurde. Das hier ist gelebtes Framing. Hier wird ein Begriff verwendet, der nicht passt, um ein Bild zu zeichnen, das Meinungen transportieren soll. Und das ist ein Riesenproblem. Also ich würde sogar soweit gehen und sagen, das müsste eigentlich wirklich jetzt. Also ich klingt inzwischen wie so ein Opa, der immer das Gleiche erzählt. Aber das sollte wirklich allen so sehr zu denken geben, dass man sich fragt, ist das hier eigentlich noch richtig? Müssen wir hier, können wir noch hier sein als journalistisches Medium, eine Plattform, die so Stellung bezieht, sich so positioniert gegen Medien?
09:14 Dennis Horn
Ja, absolut. Also, sie hat sich ja in den Anfangstagen von Elon Musk auch schon gegen Journalistinnen und Journalisten positioniert. Und jetzt passiert das. Also als NPA zum Beispiel, ich Also, ich kann mir immer weniger ein Szenario vorstellen, in dem man, wenn man dann von der Plattform, die einen umgibt und auf der man den Account führt, als Staatsmedium bezeichnet wird. dass man da bleibt.
09:45 Gavin Karlmeier
Es gibt ein Statement vom NPR-Präsidenten John Lansing und der hat gesagt, es ist unacceptable, also nicht akzeptierbar. Inakzeptabel, so ist das deutsche Wort. Und klar, also gerade die öffentlich-rechtlichen Medien sollten das als Anstoß nehmen, mal darüber nachzudenken, ihre Tätigkeit hier zu hinterfragen, stark zu hinterfragen. Es gibt einen Text, der passt so ein bisschen zu diesem Thema. Der Text kommt nämlich von unserem lieben Kollegen Casey Newton, über den haben wir hier schon öfter gesprochen. Und der Text hat die Überschrift Why Journalists Can't Quit Twitter.
10:19 Dennis Horn
Ja. Und er hat selbst die Vorhersage gemacht, eigentlich zieht sich die Schlinge für Journalistinnen und Journalisten immer weiter zu. Und mittlerweile sagte er, vielleicht ist Twitter, was den Journalismus auf dieser Plattform angeht, too big to fail. So, also er stellt fest, Journalistinnen und Journalisten machen Elon Musk täglich schlecht. Es sind aber dieselben, die diese Plattform weiter füttern. und unterstützen mit ihren Witzen Sporttweets und Essensfotos, schreibt er, wie sie es immer getan haben. Und einige Konkurrenten Von Twitter würden zwar sporadische Lebenszeichen von sich geben, aber keiner erzeugt so das Gefühl, das ist ein täglicher Pflichtbesuch. Also, mir geht das bei Mastodon auch immer noch nicht so, wie es mir bei Twitter immer ging. Ich schaue in Twitter regelmäßig rein, um es zu lesen noch, aber es ist eben vorbei mit dem persönlichen Twittern, aber es zieht mich nicht so zu Mastodon rüber, selbst Dass ich diese App auf meinen Homescreen gelegt habe, da wo vorher Twitter lag, wie ich es vermutet hätte, von Blue Sky Ganz zu schweigen. Also Casey Newton sagt: So die 900 Tech-Journalistinnen und Journalisten, die er so verfolgt und Medienexperten, da ist die Nutzung im Grunde konstant. Und er sagt, es lohnt sich vielleicht mal einen Moment darüber nachzudenken, warum. So, Grund Nummer eins für ihn ist Trägheit. Also Journalistinnen und Journalisten haben mehr als ein Jahrzehnt damit verbracht, sich eine Präsenz bei Twitter aufzubauen und das auch so in ihr, also fast schon muskuläres Gedächtnis aufzunehmen.
12:03 Gavin Karlmeier
Hundert Prozent.
12:04 Dennis Horn
Wie sie mit dieser Plattform umgehen, also irgendwo was veröffentlicht, zack, direkt bei Twitter nochmal posten. So. Und er sagt wo jetzt vielleicht einige dann gehen, wenn der NPR-Präsident das Unacceptable nennt, also mich würden ja dann noch Konsequenzen interessieren, so, aber da wittern andere dann die Chance. Ähm, Alex Kantrovicz zum Beispiel kommt von Big Technology, der sagt, wenn jetzt die großen Verlage für Twitter Blue nicht zahlen und das für damit verbundene Vielleicht größere Publikum, also die Chance, die da drin steckt für die Reichweite, dann wird er es halt tun, weil seine eigene Arbeit dadurch besser zur Geltung kommt.
12:44 Gavin Karlmeier
Wenn ich da direkt einen Gedanken zu platzieren darf, das ist ja auch genau aber auf der anderen Seite ein großes Problem, warum viele Medien dort sind. Also, oder einer der Gründe, warum Medien dort sind, weil die natürlich auch sagen, wenn wir jetzt hier alle Platz machen, dann machen wir diesen Platz, gehen wir diesen Platz frei für Medien, die desinformieren. Oder Medien, in Anführungsstrichen, für Plattformen, für Menschen, die desinformieren. Diese Plattform, diese Informations, dieses Informationsbedürfnis der Community. Ja, ausnutzen werden.
13:14 Dennis Horn
Findest du da jetzt was dran an der Argumentation?
13:17 Gavin Karlmeier
So ein bisschen leider ja, aber das ist ein Problem, das ich, das ist so ein Henne-Ei-Problem. Ja, genau. Also das endet natürlich an dem Punkt nicht, sondern es geht ja auch weiter. Solange es da Informationen gibt, sind die Leute ja auch da. Und wenn die Informationsquelle irgendwann versiegt, dann versiegt natürlich auch, versiegen auch die Münder, die da dran stehen und sich Näheren wollen. Das Bild wird schwierig, aber du weißt, was ich sagen will.
13:41 Dennis Horn
Ja, genauso ist es. Das ist ein Henne Eiding und man schafft das mit Mit einem konzertierten Gedanken, aber die Frage ist, also beherrscht Elon Musk am Ende nicht so diese Gratwanderung? Es nur. hinnehmbar schrecklich zu gestalten, die Umgebung, sodass dann doch alle irgendwie noch da bleiben. Und Medien, haben wir ja auch schon öfter drüber gesprochen, sind ja. Eher so reaktive Unternehmen, also die reagieren immer nur, ein Medium, das journalistisch berichtet, weil es ja berichtet, was ist, und immer nur das, was passiert, verhält sich selten so aktiv, dass es selbst gestaltet. Und dann zum Beispiel sagt Tschüss Twitter.
14:20 Gavin Karlmeier
Ja, schlau. Ja, stimmt.
14:22 Dennis Horn
Ja, das ist also, das ist aus meinem anderen Podcast. Es gibt ja Innovationstheater. 20 Episoden, dann war es vorbei, aber da habe ich erfahren. Also es gibt Journalistinnen und Journalisten sind ja auch deswegen besonders innovationsfeindlich. Also sie betrachten immer den Wandel aus der Brille, was könnte Schlimmes passieren? Und sind deswegen besonders kritisch beim Wandel in ihren eigenen Häusern. Und so ein bisschen ähnlich ist der Effekt hier auch. Also der gesamte Journalismusbetrieb ist ja ständig nur reaktiv, weil man über das, was in der Welt passiert, berichtet und sich selbst als neutrale Instanz nie als Player sieht. Aber genau das muss hier passieren, sonst wird da nichts draus.
15:07 Gavin Karlmeier
Ja, zumal du ja auch, also Konsum verpflichtet ja auch in einer gewissen Weise. Also ich finde, es wird richtig, richtig groß.
15:15 Dennis Horn
Zitattafel, Gevin Karlmeyer, Konsum verpflichtet.
15:19 Gavin Karlmeier
Ich schätze, das ist ein Marx-Zitat oder so, weiß ich nicht. Aber ist es nicht so, dass wenn ich mich schon anmelde bei Twitter, wenn ich dort einen Tweet schreibe, wenn ich dort veröffentliche. Dass das schon längst über das Reaktive hinausgeht, ich finde da ja statt. . Ich entscheide mich ja, dort zu publizieren. Und einfach zu sagen, naja, wir ändern das halt jetzt nicht, weil wir zu reaktiv sind.
15:39 Dennis Horn
Ja, aber diesen Schritt hat man ja gemacht, als Twitter sehr klein war. Und dann ist es dann ist es gewachsen, und wenn diesen Weg gegangen ist, war er nicht so groß, wie er jetzt scheint.
15:52 Gavin Karlmeier
Ich weiß, ich verstehe auch, warum das als Argument funktioniert. Ich will nur sagen, wenn das auch die innere Motivation ist, zu sagen, wir verändern jetzt gerade mal nichts, weil dafür sind wir zu passiv in dem, was wir tun. dann verändert man das Spiel, während es läuft. Also weil du irgendwann ja mal auch angefangen hast, dort stattzufinden. Und das war eine aktive Entscheidung, auch wenn sie vielleicht ein bisschen kleiner war als jetzt. Naja.
16:17 Dennis Horn
Machen wir weiter. Ja, sag kurz, wie ist dieses Zitat von Donald Trump mit Firmen
16:23 Gavin Karlmeier
Ja, das Zitat ist, ich könnte am helllichten Tag auf der Fifth Avenue einen Menschen erschießen und ich würde keinen einzigen Wähler verlieren. Das ist das Donald Trump. Zitat, wo ich dran denken musste, als wir uns hier kurz im Vorgespräch über diesen Text unterhalten haben.
16:36 Dennis Horn
Truth spoken, würde ich da sagen, ausnahmsweise mal von Donald Trump. Das ist der zweite Punkt, den Casey Newton anführt in seinem Artikel: Die Macht des Chaos, um Aufmerksamkeit zu erregen. Also er zieht wirklich eine Parallele zum Weißen Haus unter Donald Trump. Dass so schreibt er den Nachrichtenzyklus ständig aus dem Gleichgewicht brachte. Und so ist es mit Elon Musk und der Lieblingswebsite der Reporterinnen und Reporter. Also macht er da einen Hund drauf, plötzlich war das irgendwie ein später Aprilscherz? Ist das irgendwie ein Augenzwinkern mit Blick auf die Klage? Und wir reden hier auch darüber. Das ist also so die Agenda zu setzen mit so Quatsch. Es ist genau die. Methode Trump, ja. Und auch irgendwie ein Teil des Reizes geworden von Twitter 2. 0. Es gab ja auch einige Journalistinnen und Journalisten, die gesagt haben: Seid ihr verrückt hier zu gehen? Es ist doch jetzt gerade geil, die Titanic. Der Titanic beim Untergehen zuzusehen. Und damit sind wir alle natürlich auch irgendwie Teil des Problems. Also, ich finde das schon eine treffende Beschreibung. Also Werden wir unsere Verifizierungshäckchen verlieren? Ja, vielleicht, aber vielleicht auch nur zufällig. Wird die Website überhaupt funktionieren? Ja, gibt wieder neuen Fehler. Was wird wo wieder rumgeschoben an An Zahlen unter dem Tweet, in der Detailansicht und alles ist möglicherweise auch einfach taktisch darauf gemünzt, dass wir darüber sprechen. Und Casey Newton kommt Zu einem wirklich guten Schluss am Ende finde ich, dass Elon Musk nämlich im Moment die gleiche Lektion gelernt hat wie Jack Dorsey, dass Twitter einfach extrem schwer klein zu kriegen ist, selbst wenn man da am Chefsessel sitzt.
18:24 Gavin Karlmeier
Ja, und das, da bist du auch wieder bei dem Henne-Ei-Problem, ne? Weil soziale Netzwerke sind ja immer nur so stark wie sie halt sozial sind und wie sie als Netzwerk taugen. Ich meine, ich habe das Gefühl, ich habe das ja schon mal gesagt, aber ich muss ganz oft an Google Plus denken. Ich bin der Einzige, glaube ich, dem es so geht. Ich muss öfter an Google Plus denken, weil Google Plus war so. Eigentlich richtig cool. Google Plus sah gut aus, hat ein tolles Design zu einer Zeit, als eigentlich Facebook ja der Platz hier schwarz, mit einem nicht so coolen Design. Google Plus hatte viele gute Ideen, wie man so Inhalte dort platzieren konnte, dass man die quadratisch anordnen konnte. Und das hätte schon Spaß gemacht, das zu benutzen, aber man hatte immer das Gefühl, man bereitet sich ja darauf vor, dass irgendwann die Leute kommen. Du planst eine Party und du hast irgendwie schon den Kartoffelsalat und die Bohle aufgesetzt, aber es kommt einfach keiner. So hat sich das die ganze Zeit angefühlt. Und deswegen sagen alle heute, Google Plus war eigentlich scheiße, weil einfach keine Menschen da waren. Und ich glaube, das ist so, wenn du es umdrehst, das gleiche Problem, das wir hier haben, solange die ganzen Leute da sind, erfüllt Twitter ja seinen Zweck noch.
19:29 Dennis Horn
Das ist die Party, von der keiner gehen will.
19:31 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und der DJ hat schon das Flurlicht angemacht und es läuft schon Jazz, aber die Leute unterhalten sich doch gerade so mit.
19:39 Dennis Horn
Berghahn 14 Uhr mittags.
19:41 Gavin Karlmeier
Ja, genau, aber auf dem Dienstag. Und alle haben gerade einfach eine gute Zeit trotzdem. Ja, es brennt, aber hey, wer weiß ja, wo wir uns wiedersehen. Das ist, glaube ich, tatsächlich das. Treffendste Bild.
19:56 Dennis Horn
Und für die Journalisten, die sich auf Twitter verlassen haben, gibt es fast keine Demütigung, die sie nicht erleiden würden, um an ihre Informationen zu kommen.
20:05 Gavin Karlmeier
Ja, es sind Drogen.
20:06 Dennis Horn
Ja. So ist es. So, was für Drogen haben wir noch bei heute?
20:10 Gavin Karlmeier
Ja, Twitter Blue, ne? Hat eine Neuanmeldung im März. Das hat eine Seite rausgefunden. Mein Gott, heute, ich habe schon, wir haben schon Arbeitstage hinter uns, das merkt man uns auch an. Und zwar, ähm, hat SimilarWeb, das ist so eine Website, wo du so, da wird so geschätzt, wie viele Leute besuchen eigentlich Webseiten, die haben ich Ich weiß nicht, ob es ein Institut ist, aber es ist ein Unternehmen auf jeden Fall, die genau sowas rausfinden wollen. Welche Webseiten werden eigentlich wie stark besucht? Und die haben herausgefunden, dass sich im März 2,6 Millionen Menschen auf die Twitter Blue Seite verirrt haben. Also die waren auf dieser, nee, auf Twitter generell. 2,6 Millionen Menschen waren auf Twitter. Ah, hier steht Twitter Blue. Sie haben zwei Formulierungen, die sich widersprechen. In der Schlagzeile und im Text. So kommt es raus. Also im Text steht 2,6 Millionen Menschen, die die Twitter Blue Sales Page im Web aufgerufen haben.
21:04 Dennis Horn
Ah, die Twitter Blue Sales Page, ja, okay.
21:07 Gavin Karlmeier
Und von denen haben sich nur 116. 000 Menschen angemeldet.
21:10 Dennis Horn
Ja.
21:10 Gavin Karlmeier
Das ist die Zahl, die im Text steht.
21:12 Dennis Horn
Das ist eine Ausbeute von weniger als einem Prozent, habe ich schnell im Kopf ausgerechnet.
21:16 Gavin Karlmeier
Das ist nicht gut. Das ist keine gute Landingpage, würde ich sagen. Also Ich könnte mir vorstellen, dass die Agentur, die die gebaut hat, wenn die die Zahlen kennt, dass die vielleicht nochmal ran muss. Gut. So, würde ich sagen Das nächste Thema. Es gibt wieder einmal, das ist so eine Geschichte, die kommt, das ist ja so fast eine Rubrik, es gibt wieder einmal Unternehmen, das meldet insider. com, die Twitter verklagen. Und zwar reden wir hier über den Betrag von 230. 000 US-Dollar in unbezahlten Rechnungen. Und dazu gehören PR-Unternehmen, aber auch Consulting-Unternehmen. Yes, Consulting. ist eine der eines der Unternehmen, das Twitter hier verklagt hat. Wir werden das nicht müde, das aufzulisten, weil ich das Gefühl habe, das ist schon, man muss das schon immer wieder sagen, dass Twitter gerade nicht nur gegen vielleicht moralische Regeln verstößt, gegen Ethik verstößt, sondern auch ganz de facto gegen eigene Verträge verstößt, die sie unterschrieben haben. gegen dass sie Dienstleistungen in Anspruch genommen haben, die sie nicht bezahlen. Und du musst dir ja nur mal vorstellen, also hier in dem Beispiel ist jetzt zum Beispiel ein mexikanisches PR-Unternehmen, Dialog Mexiko, Und jetzt stell dir mal vor, du bist Dialog Mexiko, ein PR-Unternehmen, das wahrscheinlich ganz gut läuft, weil sonst würden die nicht den Kunden Twitter kriegen, aber trotzdem, die wissen, der Kunde Twitter kommt. Und gehen mit dem Kunden Twitter ins neue Jahr und freuen sich darauf, dass sie ein festes Einkommen haben. Und dieses Unternehmen kriegt das Geld einfach nicht. Und die Leute, die da arbeiten, warten vielleicht auf ihren Lohn, weil sie das Geld nicht. Kriegen, weil Elon Musk sich entscheidet, die Rechnungen nicht zu bezahlen. Das sind ja Geschichten, die einfach so gerade passieren. Die ganze Zeit im laufenden Band, wir reden hier immer über Dutzende Firmen, die einfach darauf warten, dass ihre Rechnungen bezahlt werden, weil Twitter einfach sagt, wir zahlen das nicht.
22:59 Dennis Horn
Ja, auch wir haben ja schon mal über dieses Team von Elon Musk gesprochen, das er da an Bord geholt hat, weißt du, die Schläger. Die Schläger. The Goons. die dann für ihn auch die Telefongespräche führen mit diesen Unternehmen und dann zum Teil aber auch das auch wirklich raushandeln, dass dann die Unternehmen irgendwie trotzdem sagen, Ja, gut, dann verzichten wir auf unsere Forderung. Hauptsache wir bekommen 50 Prozent davon oder irgendwie so. Und dass das eine Masche ist, die zum Teil wirklich funktioniert und auf der anderen Seite haben wir hier mal über die möglichen Insolvenzgründe gesprochen und das ist definitiv einer. Also Je länger sich dieser Berg auftürmt und je weniger Ideen Elon Musk hat, wie er dieses Geld denn nun wieder reinbekommen könnte. desto größer wird die Gefahr, dass das irgendwann Twitter das Genick bricht. Und das schwält weiter im Hintergrund und könnte noch ein sehr großes Thema für uns werden, ja.
23:59 Gavin Karlmeier
In der Tat, ja. Ich habe mir gerade vorgestellt, dass so Peter Zwegert da ankommt und sagt, Herr Mask, Sie müssen die Briefe auch mal öffnen, die Sie hier kriegen. Mit einem Flipchart Zieht er so rein von außen. Dann sagen Sie mir doch mal, welche Ausgaben haben Sie und welche Einnahmen haben Sie. Ah ja, okay.
24:18 Dennis Horn
Elon Musk weiß ich alles gar nicht. Weiß ich jetzt nicht.
24:21 Gavin Karlmeier
Müsste jemand fragen, der sich damit auskennt. Kleinigkeit vielleicht, aber vielleicht auch keine Kleinigkeit. Können wir gleich darüber diskutieren. CNBC und The Verge, beides sehr große Medienunternehmen. The Verge hat drei Millionen Follower auf Twitter und ist so eine der größten Tech-Seiten im Internet. Sie haben einen YouTube-Account, der wahrscheinlich alleine schon Umsatzeinfährt, den andere Medienunternehmen gerne hätten. CNBC, braucht man nicht drüber reden, eines der größten Medienunternehmen wahrscheinlich der Welt. Und diese beiden Unternehmen zahlen jetzt für den goldenen Haken und fangen auch an, Affiliates auszuteilen, also an Accounts, die an den Mutter-Account angedockt sind. Wir haben da viel darüber gesprochen, welche Medienunternehmen machen eigentlich mit und welche nicht. Die New York Times hat sich ja sehr nach vorne gestellt, indem sie gesagt haben, wir werden im Leben nicht davon Es gibt US-amerikanische Journalisten, die angefangen haben, Listen zusammenzustellen. Welche Medien Eigentlich für den Haken zahlen und welche nicht, aber ich würde gerne mal ganz kurz, bevor wir darüber sprechen, wie es eigentlich in Deutschland aussieht, über The Verge und über CNBC sprechen. Was sagt uns das, dass sie das tun? Was steckt dahinter? Was meinst du?
25:33 Dennis Horn
Tja, also im Idealfall ist ja bei einem Medium erstmal Redaktionsbetrieb und Betriebs. Gesellschaft im Hintergrund getrennt. Ja, also du hast einen wirtschaftlichen Zweig eines solchen Medienunternehmens und du hast den Redaktionszweig. Das ist In Deutschland zum Teil so richtig verankert, also dass die Redaktion auch von einem Verein bezahlt wird. Da gibt es das Zwei-Säulen-Modell, zum Beispiel beim Radio in Nordrhein-Westfalen und so. Sauber getrennt. Und dann könnte man jetzt sagen: Ja, dann entscheidet sich Der wie bei einer Zeitung zum Beispiel der Verlag dafür das zu bezahlen, weil er das für sinnvoll hält. Und die Redaktion berichtet aber weiter kritisch darüber. Und so kommt es manchmal zustande, dass sich dann Medien Anders verhalten, als vielleicht der Tenor ist, in einem Kommentar oder so zum Thema. So. Weiß ich jetzt nicht, wie genau The Verge und CNBC hier im Hintergrund aufgestellt sind und ob man Ob man so dieses Problem da anlegen kann und an diesem Beispiel diskutieren kann. Aber das ist ja das, was wir eben besprochen haben. Ich habe das irgendwie auch so ein bisschen kommen sehen. Wir werden Medienhäuser erleben. Die aus reichweiten Gründen trotzdem eine Notwendigkeit sehen, solche Abonnements abzuschließen. Und das passiert da jetzt. So, ja. Und in einem Umfeld, in dem in dem das jetzt so problematisch ist wie wie wir das sehen, wie Twitter dann irgendwie State Affiliated Media bezeichnet wie die Glaubwürdigkeit ins Wanken gerät, weil Legacy Blue und Twitter Blue Accounts durcheinander geworfen werden und nicht mehr separat angezeigt werden, unterscheidbar angezeigt werden. Das also eigentlich finde ich, müsste man das in der Rolle solcher Medienhäuser mit berechnen Und es gibt eine ganze Reihe, da kommen wir ja gleich auch zu, die sagen, wir beobachten das jetzt noch. Aber den Zeitpunkt, jetzt so früh in diesem hitzigen Moment da reinzugehen und Geld dafür zu bezahlen. Das überrascht mich dann schon. Also, mich überrascht nicht, dass es irgendwann jemand macht, aber so früh wow. So
27:57 Gavin Karlmeier
Ja, total. Ich kann das sogar bei The Verge irgendwie ein Stück weit mehr nachvollziehen, weil das kein, weil das halt wirklich ein sehr modernes, internetgetriebenes Unternehmen ist, die sich halt mit Tech auseinandersetzen. Da passt es irgendwie gefühlt in die Brand zu sagen, wir nehmen das mal mit. Aber bei so einem Traditionshaus wie CNBC finde ich es schon auch. mindestens überraschend. Was ich noch kurz dazu hinzufügen möchte, wir haben ja auch darüber gesprochen, dass es Unternehmen gibt, die den goldenen Haken geschenkt bekommen. Man kann aber sehen, welches Unternehmen das goldenen Haken, für den goldenen Haken bezahlt hat, nämlich daran, ob sie Affiliates bekommen, weil das ist ein Feature, das du nur für Verified Organizations kriegst. Also das Feature, für das du 1000 Dollar im Jahr zahlen musst. Genau. Und das war hier der Fall. Das ist hier der Fall, genau. Wir können ganz kurz direkt dazu kommen, dass wir heute Morgen eine E-Mail bekommen haben von einem lieben Kollegen. eine Nachricht bekommen haben von einem lieben Kollegen von Übermedien. Die haben nämlich einen Text geschrieben, in dem es genau darum geht, wollen deutsche Medienhäuser eigentlich für Twitter-Haken zahlen oder nicht? Das ein bisschen ärgerlich, weil wir hatten das gleiche vor.
29:10 Dennis Horn
Wir haben uns aber mehr Zeit gelassen mit der Deadline.
29:12 Gavin Karlmeier
So ist das, genau. Auch wir haben eine große Abfrage gestartet bei Medienhäusern und werden nächste Woche Mittwoch darüber sprechen. Und dann können wir mal gucken, ob es sich eigentlich unterscheidet, was wir herausfinden. herausgefunden hat. Bei Übermedien ist es spannenderweise so im Ergebnis, deutsche Medienhäuser möchten nicht dafür bezahlen. Also sie haben einige Unternehmen angefragt, zum Beispiel Pro7 Seit 1, die haben gesagt, nein, da plant man nichts. Korrektiv sagt nein, wir planen es nicht. Die ARD sagt, wir planen aktuell nicht, kostenpflichtige Abonnements ab Die DPA sagt nein, wir haben das bisher nicht getan und planen das auch nicht. Hauptgrund ist, dass wir keinen Mehrwert darin sehen Ich könnte stundenlang so weitermachen. Axelspringer, RTL, Der Spiegel, FAZ, Netzpolitik. Was haben wir hier noch? Ja, also alle des ZDF, alle, die ich sage, vorlese hier, haben gesagt, wir zahlen dafür nicht und wir haben das auch nicht vor.
30:09 Dennis Horn
Ich fand interessant die Rückmeldung vom Spiegel. Der schreibt, der Haken steht nicht länger für Authentizität und Glaubwürdigkeit und hat damit seine publizistische Relevanz verloren. Das finde ich den einen Satz, der das alles auf den Punkt bringt. Jetzt könnten wir aber natürlich auch über die publizistische Relevanz aus Perspektive der Reichweite sprechen. Und das könnte dann anders aussehen, da könnte man auch anders argumentieren. Das muss man dabei sagen. Aber ja, also das Bild im Moment zumindest recht eindeutig, ja
30:43 Gavin Karlmeier
Ja, total. Auch Axel Springer hat zum Beispiel noch hinzugefügt, dass die Kosten für die blauen Haken von Journalistinnen und Journalisten bei Axel Springer vom Unternehmen nicht übernommen werden. Werden. Also wir stellen fest, in Deutschland ist man relativ klar darin, keinen blauen Haken zu zahlen. Übrigens, es gibt einen blauen Haken, der schon bezahlt ist in Deutschland, und zwar von Jung und Naiv. Der ist allerdings blau. Also das ist klassisch Twitter Blue. Und die ARD hat im selben Text, wird sich ja auch zitiert, mit einigen Accounts der ARD hat Twitter eigenständig ohne jegliche Information, ohne nachvollziehbare Kriterien und ohne Zahlung einen goldenen Haken gegeben.
31:23 Dennis Horn
Ja, das haben wir ja beobachtet. Und in einer anderen, nämlich dem Tatort, das haben wir ja auch schon besprochen, ihnen entzogen, dem Blauenhaken.
31:31 Gavin Karlmeier
Auch das ist sehr besonders, weil es bisher relativ selten vorkommt, dass der blaue Haken verschwindet, ne? Ja, ja. Ja, spannend, spannend. Dann eine Kleinigkeit auch, aber ein fast Fast auch er was aus der Rubrik Housekeeping. Und zwar haben wir darüber gesprochen, über den Tweet von Volker Wissing, dass ein Verfahren eingeleitet wird. weil Twitter sich nicht an die Regularien für Content-Moderation hält. Darüber hat auch der Account, den wir ja häufiger nennen und der eigentlich inzwischen schon als Musk-Fan-Account gelten dürfte, Twitter Daily News. Berichtet. Und Elon Musk hat darauf geantwortet und hat gesagt, das ist das erste Mal, dass ich davon höre. Na gut. Wissen wir, über welche Inhalte Sie sich Sorgen machen?
32:18 Dennis Horn
Warte mal, ich google mal gerade Volker Wissing, Elon Musk. Ach, 5. Januar 2023. Die beiden haben sich getroffen. Es gab dieses Foto an Selfie. Das Volker. Elon Musk hat nie davon gehört, interessant.
32:34 Gavin Karlmeier
Dabei hätte es doch eine kurze Linie gegeben, meinst du?
32:37 Dennis Horn
Ja. Ja, und da war das doch mit Sicherheit Thema, denn die beiden haben über Twitter-Regeln gesprochen. Wissing ist nach dem Gespräch mit Musk über Twitter-Regeln zufrieden.
32:48 Gavin Karlmeier
Aha.
32:49 Dennis Horn
Lese ich in der Zeitung.
32:51 Gavin Karlmeier
Komisch, dass das vor exakt drei Monaten passiert ist.
32:54 Dennis Horn
So, also hier schreibt. Volker Wissing. Meine Haltung ist klar, die Selbstverpflichtung der Plattformen gegen Desinformation muss strikt eingehalten werden, bis der Digital Services Act in Kraft tritt. Musk teile diesbezüglich seine Meinung. Elon Musk agreed with me. Also entweder, also, was ist das denn hier?
33:15 Gavin Karlmeier
Das Tischtuch zerschnitten, meinst du?
33:17 Dennis Horn
Ja, zwischen Volker Wissing und Elon Musk. Also, das kann nicht sein, dass er noch nie davon gehört hat. Und spätestens mit dem Digital Services Act, und meine Thierry Breton war ja deutlich genug. Auch darüber haben wir schon ein paar Mal hier im Podcast gesprochen. Wird er wissen, dass das Thema für ihn werden muss? Vielleicht ist es ihm aber auch einfach egal.
33:40 Gavin Karlmeier
Ich würde diese Einschätzung mitgehen, ja. Ja. Und wir haben noch zum Schluss eine kleine Jenga-Geschichte. Und zwar ist es jetzt so, dass Menschen berichten, dass sie in ihren, also dass sie Listen anlegen. Twitter-Listen. Und diese Listen, die angelegt werden, kann man sich ja dann an die Startseite dran heften, um quasi einen eigenen Feed aus dieser Liste zu erstellen. So, jetzt gibt es Leute, die offenbar in diesen Listen auftauchen oder vorgeschlagen werden, die aber niemand dort hinzugefügt hat. Wie es dazu kommt, wissen wir nicht. Aber das führt diese komplette Idee von Listen völlig in den Gulli.
34:20 Dennis Horn
Ja, und ist auch nicht überraschend. Also entspricht so dem Style mancher Fehler, die wir jetzt zuletzt auch eh erlebt haben. Natürlich.
34:29 Gavin Karlmeier
Ja, richtig. Und ansonsten war es das von mir.
34:33 Dennis Horn
Ja, das ist doch für heute mal einiges.
34:35 Gavin Karlmeier
Ich habe das auch, das Gefühl. Also wir müssen ja vor Ostern nochmal ein bisschen aufräumen.
34:40 Dennis Horn
Ja, genau, weil jetzt machen wir Pause. Also, du wirst schon so still.
34:47 Gavin Karlmeier
Ja, ich weiß auch nicht.
34:50 Dennis Horn
Aber es sind einfach, entschuldigt, aber es ist ein Wochenende, und um das Wochenende herum drapieren sich zwei Feiertage. Der Karfreitag und der Ostermontag. Und wir haben gedacht, wir machen es, wie wir es halt machen. Und wir kommen am Dienstag erst wieder. Und wir sagen mal nicht, außer es passiert irgendwas. Jetzt habe ich es doch gesagt.
35:10 Gavin Karlmeier
Ah, verdammt. Ja, dann bis morgen, Dennis.
35:13 Dennis Horn
Nein, nein, nein. Also, wir sagen erstmal bis Dienstag. Es tut uns leid für alle Gassi-Runden, lieber Hakis, aber da müssen wir jetzt alle gemeinsam durch. This morda?